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Dach des Iwalewahaus in der Bayreuther Innenstadt

„Wir liefern Antworten“

Die Universität Bayreuth setzt die Reihe ihrer Bürgergespräche, die im Jahr ihres 50-jähriges Bestehens im „neuseum“ begonnen wurde, auch 2026 fort. Allerdings findet die Gesprächsreihe „Wir liefern Antworten“ nunmehr im Iwalewahaus statt. Die Besucherinnen und Besucher haben so weiterhin die Möglichkeit, mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Studierenden und Mitarbeitenden der Universität Bayreuth direkt ins Gespräch zu kommen.

Nächste Termine

Künstliche Intelligenz im Alltag – Prof. Dr. Lena Kästner und Prof. Dr. Agnes Koschmider geben verständliche Einblicke in aktuelle Fragen der KI‑Forschung

Wann: Donnerstag, 25.06.2026, 18 Uhr
Wo: Iwalewahaus Wölfelstraße 2
Gut zu wissen: Der Eintritt ist frei, Anmeldung nicht erforderlich

Künstliche Intelligenz ist längst im täglichen Leben angekommen – oft unsichtbar, manchmal beeindruckend, gelegentlich irritierend. Sie beantwortet Fragen, erstellt Texte und Bilder, sortiert Informationen und beeinflusst, wie wir uns in der digitalen Welt bewegen. Doch wie funktionieren Systeme wie ChatGPT oder Claude eigentlich? Denken sie wirklich – oder simulieren sie nur Intelligenz? Welche Risiken entstehen, wenn KI Inhalte verfälscht, Meinungen manipuliert oder Bilder täuschend echt generiert? Und wie können Bürgerinnen und Bürger lernen, KI‑gestützte Inhalte zu erkennen und kritisch einzuordnen?

Diesen Fragen widmet sich das nächste Bürgergespräch der Universität Bayreuth am Donnerstag, 25. Juni 2026, um 18 Uhr im Iwalewahaus (Wölfelstraße 2). Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich an Interessierte aus Stadt und Region, die verstehen möchten, wie KI funktioniert – und welche Chancen und Herausforderungen sie für unsere Gesellschaft mit sich bringt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

In zwei jeweils 15‑minütigen Kurzvorträgen geben Prof. Dr. Lena Kästner und Prof. Dr. Agnes Koschmider verständliche Einblicke in aktuelle Fragen der KI‑Forschung. Kästner beleuchtet unter dem Titel „(Was) Denken Claude, ChatGPT und Co? Vom Chinesischen Zimmer und Stochastischen Papageien“ die Grundlagen großer Sprachmodelle, ihre Grenzen und die Risiken von Misinformation, Meinungsmanipulation und dem sogenannten „Dead Internet“. Koschmider zeigt anschließend unter dem Titel „Gefahr erkannt – Gefahr gebannt: Wie erkenne ich KI‑generierte Bilder?“, wie Bildfälschungen entstehen, woran man sie erkennt und welche gesellschaftlichen Auswirkungen Deepfakes haben können.

Im Anschluss diskutieren die beiden Wissenschaftlerinnen gemeinsam mit Gert‑Dieter Meier über die Rolle von KI im Alltag und die Frage, wie eine verantwortungsvolle Nutzung dieser Technologien gelingen kann. Danach haben die Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen und mit den Expertinnen ins Gespräch zu kommen.

Mit dem Bürgergespräch setzt die Universität Bayreuth ihre Reihe fort, in der aktuelle wissenschaftliche Themen verständlich aufbereitet und offen mit der Stadtgesellschaft diskutiert werden. Ziel ist es, Forschung nahbar zu machen und Orientierung in einer Zeit zu bieten, in der technologische Entwicklungen immer stärker in das tägliche Leben hineinwirken.

Zur Person: Prof. Dr. Lena Kästner

Lena Kästner ist Professorin für Philosophie, Informatik und Künstliche Intelligenz an der Universität Bayreuth. Sie hat einen Hintergrund in Cognitive Science und Cognitive Neuroscience und promovierte in Philosophie an der Ruhr‑Universität Bochum. Ihre Forschung beschäftigt sich mit Erklärbarkeit, Intelligenz und Kausalität in KI‑Systemen. Sie leitete die Gruppe „Explainable Intelligent Systems (EIS)“ und ist derzeit PI des Projekts „For the Greater Good? Deepfakes in Criminal Prosecution (FoGG)“. Zudem ist sie Vizepräsidentin der Gesellschaft für Wissenschaftsphilosophie (GWP), Vizedirektorin des Bayreuther Forschungszentrums RAIS² und Koordinatorin des Masterstudiengangs „Philosophy & Computer Science“.

Zur Person: Prof. Dr. Agnes Koschmider

Agnes Koschmider ist Professorin für Wirtschaftsinformatik und Process Analytics an der Universität Bayreuth. Sie promovierte am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und habilitierte sich in Angewandter Informatik. Vor ihrem Ruf nach Bayreuth war sie Professorin für Wirtschaftsinformatik an der Universität Kiel. In ihrer Forschung entwickelt sie datengetriebene Methoden, um Wissen aus großen Datenmengen zu extrahieren – häufig unter Einsatz von KI‑Verfahren. Ein besonderes Anliegen ist ihr, die Gesellschaft aktiv in die Entwicklung und Bewertung neuer KI‑Technologien einzubeziehen und Bürgerinnen und Bürger für Chancen und Risiken zu sensibilisieren.