Wissenschaftlicher Mitarbeiter (m/w/d)
Lehrstuhl für Tierökologie I
Bewerbungsfrist:
Die Universität Bayreuth ist eine forschungsorientierte Universität mit international kompetitiven und interdisziplinär ausgerichteten Research Networks in Forschung und Lehre.
Am Lehrstuhl Tierökologie I der Universität Bayreuth ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt in dem von der DFG geförderten Projekt „Food quantity and quality effects on inducible defences in freshwater zooplankton“ eine projektbezogene Promotionsstelle zu besetzen:
Wissenschaftlicher Mitarbeiter (m/w/d)
Thema: Aufgrund des starken, durch Prädation bedingten Selektionsdrucks hat sich eine große Vielfalt an Abwehrmechanismen im Tierreich entwickelt. Insbesondere induzierbare Abwehrmechanismen werden in Lebensräumen mit variablem und schwer vorhersehbarem Prädationsdruck begünstigt, da sie es Beuteorganismen ermöglichen, prädationsbedingte Verluste effektiv zu reduzieren und gleichzeitig die mit der Abwehr verbundenen Kosten bei Abwesenheit von Prädatoren zu minimieren. Daphnien (Wasserflöhe) sind ein klassisches Beispiel für die Ausbildung beeindruckender morphologisch induzierbarer Verteidigungen. Jedoch ist nicht bekannt, wie sich die Verfügbarkeit von Nahrungsquantität und -qualität auf die Entwicklung und Effektivität von Abwehrmechanismen bei Daphnien auswirkt – ein zentraler Aspekt, um die komplexen Wechselwirkungen in dem Nahrungsnetz in Süßwasserökosystemen besser zu verstehen.
Das Projekt untersucht daher Reaktionsnormen von Daphnia magna, einer Schlüssel- und Modellart des Süßwassers, gegenüber verschiedenen Räuberarten, die unterschiedliche Verteidigungsstrategien induzieren. In einem faktoriellen Ansatz werden Futtermenge (Kohlenstoff), Futterqualität (Cholesterol, EPA) sowie Räuberart und -dichte (Prädationsrisiko) kombiniert. Erwartetes Ergebnis ist ein verbessertes mechanistisches Verständnis induzierbarer Verteidigungen unter Nährstofflimitation und ihrer Abhängigkeit von Veränderungen der Phytoplanktongemeinschaft – mit Implikationen für trophische Interaktionen, Populationsdynamik und Ökosystemprozesse.
Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe von Dr. Marvin Kiene von der Universität Greifswald und Prof. Dr. Dominik Martin-Creuzburg von der Technischen Universität Cottbus-Senftenberg durchgeführt.
Ihr Anforderungsprofil:
Sie haben einen ausgezeichneten Masterabschluss in Biologie oder Umweltwissenschaften und bringen überdurchschnittliches Engagement, hohe Flexibilität, Belastbarkeit und Teamfähigkeit mit. Sie haben Freude am selbständigen und strukturierten Arbeiten sowie an der Zusammenarbeit in einem interdisziplinären Team bei einer Forschungsarbeit an einem hochaktuellen ökologischen Thema.
Wir bieten Ihnen:
- eine anspruchsvolle, selbstständige und abwechslungsreiche Tätigkeit in einem engagierten Team (https://www.toek1-laforsch.uni-bayreuth.de/de/).
- eine intensive und umfassende Einarbeitung in eine Tätigkeit mit der Möglichkeit sich einzubringen und eigenverantwortlich zu arbeiten
Die Vergütung erfolgt nach TV-L.
Die Universität Bayreuth schätzt die Vielfalt ihrer Beschäftigten als Bereicherung und bekennt sich ausdrücklich zum Ziel der Chancengleichheit der Geschlechter. Frauen werden hierbei mit Nachdruck um ihre Bewerbung gebeten. Bewerberinnen und Bewerber mit Kindern sind sehr willkommen. Die Universität Bayreuth ist Mitglied im Best-Practice Club „Familie in der Hochschule e.V.“, und hat erfolgreich am HRK-Audit „Internationalisierung der Hochschule“ teilgenommen. Personen mit Schwerbehinderung werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Bewerbung
Bitte bewerben Sie sich online mit aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen einschließlich eines Motivationsschreibens bis zum 23.10.2026 über unser Bewerbungsportal der Universität Bayreuth. Die Unterlagen werden nach Besetzung der Stelle gemäß den Anforderungen des Datenschutzes gelöscht.
Kennung der Ausschreibung: Wissenschaftler/in DAPHNIA (https://www.uni-bayreuth.de/stellenangebote)
Für Rückfragen können Sie sich gerne wenden an:
Prof. Dr. Christian Laforsch, Tel. 0921/55-2650 und Dr. Matthias Schott Tel. 0921/55-2654.