W3-Professur für Sozial- und Kulturanthropologie
Fakultät für Kulturwissenschaften
Bewerbungsfrist:
Die Universität Bayreuth ist eine forschungsorientierte Universität mit international kompetitiven und interdisziplinär ausgerichteten Profilfeldern in Forschung und Lehre. An der Universität Bayreuth ist in der Fakultät für Kulturwissenschaften ab 01.10.2027 eine
W3-Professur für Sozial- und Kulturanthropologie
im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit zu besetzen.
Die Professur für Sozial- und Kulturanthropologie ist eine zentrale Säule der Bayreuther Sozial- und Kulturanthropologie. Wir suchen nach einer Person, die durch hervorragende und international sichtbare Forschung, Drittmitteleinwerbungen und Veröffentlichungen in der politischen Anthropologie ausgewiesen ist. Die Ausrichtung auf Fragestellungen der politischen Anthropologie kann sich in der Beschreibung von Kategorien sozialer Differenz und Ungleichheit, in der Analyse von Konflikten und sozialen Bewegungen sowie in der theoretischen Auseinandersetzung mit den Verschränkungen von Politik und anderen Feldern manifestieren. Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewerbung sind außerdem langjährige empirische Feldforschungserfahrungen auf dem afrikanischen Kontinent und/oder seinen weltweiten Diasporen sowie eine auf Empirie gründende Theoriebildung. Erwünscht ist zudem ein weiterer regionaler Schwerpunkt.
Die Stelleninhaberin bzw. der Stelleninhaber (m/w/d) vertritt das Fach in seiner ganzen Breite. Die Forschungsschwerpunkte erweitern vorhandene Perspektiven innerhalb der Bayreuther Sozial- und Kulturanthropologie. Ein besonderer Fokus soll dabei auf der politischen Anthropologie im Zusammenhang mit aktuellen gesellschaftspolitischen Debatten liegen. Damit sollen auch Impulse für eine öffentlich engagierte Sozial- und Kulturanthropologie gesetzt werden. Erwünscht sind neben einem Fokus auf die politische Anthropologie weitere Expertisen, die das Bayreuther Forschungs- und Lehrprogramm erweitern, z.B. Religion, Gesundheit, historische Anthropologie, Public Anthropology, Verwandtschaft oder Geschlechterforschung. Erfahrungen im Bereich multimodaler Methoden sind ausdrücklich erwünscht. Die Lehre wird im Rahmen der Bachelorstudiengänge „Sozial- und Kulturanthropologie“, „Interdisziplinäre Afrikastudien“, „Kultur und Gesellschaft“ sowie in den Masterstudiengängen „Social and Cultural Anthropology“, „African Studies: Critical Perspectives on Society, Politics and Culture“, der Graduiertenschule BIGSAS sowie perspektivisch in neue interdisziplinäre Studiengänge (z.B. MA Intersectionality Studies) erbracht. Die Fähigkeit, Lehrveranstaltungen in englischer und mittelfristig auch in deutscher Sprache abzuhalten, wird erwartet.
Die Bayreuther Sozial- und Kulturanthropologie pflegt ein internationales, offenes Fachverständnis und leitet daraus Ansprüche an eine kollaborative Forschungspraxis und akademische Organisation ab. Wir bieten robuste Vernetzungs- und Kollaborationsmöglichkeiten, besonders in der afrikabezogenen Forschung, sowie ideale Betreuungsbedingungen für Studierende und Promovierende. Wir erwarten Teamfähigkeit, Belastbarkeit und Kollegialität sowie die Bereitschaft, Aufgaben in der akademischen Selbstverwaltung zu übernehmen. Über die Sozial- und Kulturanthropologie hinaus ist die Mitarbeit der Professur an den kollaborativen Forschungsschwerpunkten und -programmen sowie Research Networks der Universität Bayreuth ausdrücklich erwünscht. Besonders hervorzuheben sind dabei Fragestellungen und Perspektiven, die theoretisch, methodisch und/oder regional an die Bayreuther Afrikaforschung (insbesondere für das Exzellenzcluster „Africa Multiple“) anschließen sowie Ideen zur Mitarbeit an der strategischen Weiterentwicklung der Bayreuther Afrikaforschung.
Einstellungsvoraussetzungen sind neben den allgemeinen dienstrechtlichen Voraussetzungen ein abgeschlossenes Hochschulstudium, pädagogische Eignung und die besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in der Regel durch die herausragende Qualifikation einer Promotion in Sozial- und Kulturanthropologie nachgewiesen wird, und eine Habilitation oder gleichwertige wissenschaftliche Leistungen im Fach, die auch im Rahmen einer Juniorprofessur oder außerhalb des Hochschulbereiches erbracht sein können. In das Beamtenverhältnis kann gemäß der bayerischen gesetzlichen Regelung berufen werden, wer das 52. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Ausnahmen sind in dringenden Fällen möglich (Art. 60 Abs. 3 BayHIG).
Die Universität Bayreuth schätzt die Vielfalt ihrer Beschäftigten als Bereicherung und bekennt sich ausdrücklich zum Ziel der Chancengleichheit der Geschlechter. Wissenschaftlerinnen werden hierbei mit Nachdruck um ihre Bewerbung gebeten. Personen, die mehr Vielfalt in das Forschungs- und Lehrprofil der Universität Bayreuth einbringen, sind ausdrücklich zur Bewerbung eingeladen. Bewerberinnen und Bewerber (m/w/d) mit Kindern sind sehr willkommen. Die Universität Bayreuth ist Mitglied im Best-Practice Club „Familie in der Hochschule e. V.“, hat erfolgreich am HRK-Audit „Internationalisierung der Hochschule“ teilgenommen und bietet einen Dual Career Support. Personen mit Schwerbehinderung werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Bewerbung
Bewerbungen (Anschreiben, Lebenslauf mit Schriftenverzeichnis, Drittmitteleinwerbung, Forschungskonzept (max. 5 Seiten), Lehrportfolio (max. 3 Seiten), aktuelle Lehrevaluationen, Zeugnisse, Urkunden und Diversity Statement (max. 1 Seite)) werden bis zum 04.10.2026 erbeten, sind an die Dekanin der Fakultät für Kulturwissenschaften, Prof. Dr. Paula Schrode, zu richten und unter https://uni-bayreuth.berufungsportal.de einzureichen.
Die Dekanin steht für Fragen und weitere Informationen unter dekanat.kuwi@uni-bayreuth.de zur Verfügung.
Die Unterlagen werden nach Beendigung des Berufungsverfahrens gemäß den Anforderungen des Datenschutzes gelöscht.