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W3-Professur für Chemische Verfahrenstechnik

Fakultät für Ingenieurwissenschaften

Bewerbungsfrist:

Die Universität Bayreuth ist eine forschungsorientierte Universität mit international kompetitiven und interdisziplinär ausgerichteten Profilfeldern in Forschung und Lehre. An der Universität Bayreuth ist in der Fakultät für Ingenieurwissenschaften zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine

W3-Professur für Chemische Verfahrenstechnik

im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit zu besetzen.

Ein Bewerber oder eine Bewerberin (m/w/d) soll das mit dem Namen der Professur bezeichnete Gebiet in seinen Grundlagen in ganzer Breite in Forschung und Lehre vertreten und in zukunftsrelevanten Schwerpunkten durch einschlägige ingenieurwissenschaftliche Arbeiten hervorragend ausgewiesen sein.

In der Forschung wird ein klar erkennbares Profil im Bereich klimarelevanter Technologien der chemischen Verfahrenstechnik erwartet. Die Forschungsarbeiten sollen zur Transformation und Defossilisierung der chemischen Industrie und Energietechnik hin zu einer klimaneutralen und ressourceneffizienten Stoffwirtschaft beitragen. Im Mittelpunkt stehen katalytische Verfahren zur Nutzung regenerativer und CO₂-basierter Kohlenstoffquellen sowie zur Gestaltung geschlossener Stoffkreisläufe der industriellen Chemie und Energiewirtschaft. Von besonderem Interesse sind dabei Prozesse zur Umwandlung kohlenstoffhaltiger Stoffströme unterschiedlicher Herkunft, beispielsweise biogenen Ursprungs, Kunststoffabfälle oder bisher ungenutzte CO2- bzw. CO-haltige Prozessgase. Beiträge zur Integration erneuerbarer Energien in chemische Umwandlungsprozesse, etwa im Kontext von Power-to-X-Konzepten, sind ausdrücklich erwünscht, insbesondere zur Herstellung fortschrittlicher erneuerbarer Kraftstoffe. Das Forschungsfeld elektrochemischer Verfahren (Elektrolyse, Brennstoffzellen, Batterien) soll kein Forschungsschwerpunkt der ausgeschriebenen Professur sein.

Die Forschung soll sowohl auf theoretischen als auch auf experimentellen Arbeiten beruhen. Die Forschungsfelder sollen sowohl auf grundlagen- als auch anwendungsorientierte Fragestellungen zur Entwicklung und Optimierung chemisch-verfahrenstechnischer Prozesse ausgerichtet sein. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Fragestellungen der Reaktionstechnik und der Auslegung industrieller bzw. industrienaher chemischer Reaktoren, z. B. bei Mehrphasenreaktionen. Hierzu zählen auch die Modellierung und Simulation komplexer homogener und heterogener katalytischer Reaktionssysteme auf der Grundlage des Wechselspiels von chemischen Reaktionen mit Wärme- und Stofftransport­vorgängen. Datenbasierte Methoden sollen ergänzend zur Analyse und Optimierung solcher Systeme eingesetzt werden, so etwa Ansätze des maschinellen Lernens und der künstlichen Intelligenz zur Bewertung experimenteller und prozessbezogener Daten.

Die zu berufende Person muss Exzellenz sowohl in der Forschung als auch in der Lehre aufweisen und in der Welt der chemischen Verfahrenstechnik sehr gut sichtbar sein. Dies muss sie durch mehrjährige, belegbare, einschlägige und herausragende Vorarbeiten in Industrie und/oder Forschung sowie Lehrerfahrung bzw. didaktische Weiterbildung belegen können. Die zu berufende Person muss in der Lage sein, Lehrveranstaltungen in deutscher und in englischer Sprache abzuhalten. Die erfolgreiche Einwerbung von Drittmitteln, auch solche der Auftragsforschung, wird ebenso vorausgesetzt wie die Mitwirkung und die Übernahme von Leitungsverantwortung im Zentrum für Energietechnik (ZET). Die Pass- und Anschlussfähigkeit für SFB-Initiativen im Bereich der modernen Energie- und Verfahrenstechnik ist erforderlich.

Einstellungsvoraussetzungen sind neben den allgemeinen dienstrechtlichen Voraussetzungen ein abgeschlossenes Hochschulstudium, pädagogische Eignung und die besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in der Regel durch die herausragende Qualifikation einer Promotion nachgewiesen wird, und eine Habilitation oder gleichwertige wissenschaftliche Leistungen, die auch im Rahmen einer Juniorprofessur oder außerhalb des Hochschulbereiches erbracht sein können. In das Beamtenverhältnis kann gemäß der bayerischen gesetzlichen Regelung berufen werden, wer das 52. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Ausnahmen sind in dringenden Fällen möglich (Art. 60 Abs. 3 BayHIG).

Die Universität Bayreuth schätzt die Vielfalt ihrer Beschäftigten als Bereicherung und bekennt sich ausdrücklich zum Ziel der Chancengleichheit der Geschlechter. Wissenschaftlerinnen werden hierbei mit Nachdruck um ihre Bewerbung gebeten. Personen, die mehr Vielfalt in das Forschungs- und Lehrprofil der Universität Bayreuth einbringen, sind ausdrücklich zur Bewerbung eingeladen. Bewerberinnen und Bewerber (m/w/d) mit Kindern sind sehr willkommen. Die Universität Bayreuth ist Mitglied im Best-Practice Club „Familie in der Hochschule e. V.“, hat erfolgreich am HRK-Audit „Internationalisierung der Hochschule“ teilgenommen und bietet einen Dual Career Support. Personen mit Schwerbehinderung werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Bewerbung

Bewerbungen (Lebenslauf mit Schriftenverzeichnis, Lehrerfahrung, Drittmitteleinwerbung, Zeugnisse und Urkunden) werden bis zum 27.09.2026 erbeten, sind an den Dekan der Fakultät für Ingenieurwissenschaften, Prof. Dr.-Ing. Stephan Tremmel, zu richten und unter https://uni-bayreuth.berufungsportal.de einzureichen. 

Der Dekan steht für Fragen und weitere Informationen unter  dekanat.ing@uni-bayreuth.de zur Verfügung. 

Die Unterlagen werden nach Beendigung des Berufungsverfahrens gemäß den Anforderungen des Datenschutzes gelöscht.