Mitarbeitende sind mit dem Ausfüllen von Formularen und Dokumentationsaufgaben beschäftigt. Kleine Unternehmen sind mit der Bürokratie oft überfordert und auf externe Hilfe angewiesen. Dabei ist staatliche Regulierung nicht grundsätzlich schlecht. Sie ist mitunter dazu da, Arbeitsbedingungen zu verbessern oder soll dem Umwelt- und Klimaschutz dienen. Kritisch wird es, wenn Regeln unnötig komplizieren, manches doppelt reguliert wird oder der Aufwand, die Regeln einzuhalten, größer ist als der zu erwartende Nutzen. Um Bürokratie effektiv zu reduzieren, braucht es vor allem Regel gegen Regeln.
Der Bayreuther Professor für Wirtschaftspolitik, Prof. Dr. David Stadelmann, steht Medienvertreterinnen und -vertretern zum Interview zur Verfügung und nimmt unter anderem zu folgenden Fragen Stellung:
Über Bürokratieabbau besteht seit Jahren parteiübergreifend Einigkeit. Warum nimmt die Bürokratie trotzdem weiter zu?
Wie kann Regulierung so abgebaut werden, dass nicht auch negative Effekte entstehen, denn gewisse Regeln sind ja sinnvoll?
Wie hoch sind die Kosten von Bürokratie in Deutschland?
Sind zu viele Regeln für Unternehmen ein Kostenfaktor?
Kontakt: david.stadelmann@uni-bayreuth.de
Zur Person: Prof. Dr. David Stadelmann ist seit 2013 Professor für Wirtschaftspolitik und wirtschaftliche Entwicklung an der Universität Bayreuth. Er hat über 120 wissenschaftliche Artikel in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht und mehrere Hundert Beiträge in Zeitungen, Zeitschriften und Blogs verfasst. Er ist Forschungsmitglied zahlreicher angesehener internationaler Netzwerke und wurde unter anderem von der Ludwig-Erhard-Stiftung, dem Land Vorarlberg und dem Verein für Socialpolitik ausgezeichnet. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der politischen Ökonomie, der wirtschaftlichen Entwicklung, der Wirtschaftspolitik und der außermarktlichen Ökonomie. Nach Rankings von RePEc zählt er zu den TOP-10% Ökonomen weltweit nach aktueller Forschungsleistung.