Logo Universität Bayreuth

Uni-Notiz Nr. 71/2026 vom 23.07.2026

Expertinnenangebote der Uni Bayreuth zur Künstlichen Intelligenz (KI) mit Prof. Kästner und Prof. Koschmider

Prof. Kästner beantwortet Fragen zur Philosophie der KI

Ob im Beruf oder privat – KI hat unseren Alltag längst durchdrungen und wir befragen sie zu Kleinigkeiten oder Lebensentscheidungen. Dabei erscheint sie uns oft erstaunlich schlau, manchmal liegt sie aber auch einfach nur grandios daneben. Vor diesem Hintergrund drängt sich die Frage auf, wie wir als moderne Gesellschaft mit KI umgehen wollen und sollten.

Konkret muss man sich fragen, welche Chancen und Risiken KI-Nutzung konkret für wen und in welchem Szenario birgt. Potenzielle Gewinne durch KI müssen gegen mögliche Verluste durch sie abgewogen werden. Es stellen sich auch die Fragen, welche Normen und Werte wir aufrechterhalten wollen und wie das in einer globalen von KI getriebenen Welt geht, wo rote Linien für den KI-Einsatz sind und ob es allgemeingültige Beschränkungen gibt, die etabliert werden sollten. Prof. Kästner beschäftigt sich in ihrer Forschung unter anderem mit folgenden Fragen: Zu welchem Grad können wir KI vertrauen und wann sollten wir das besser nicht tun? Wie verändert sich unser Umgang mit Medien, wenn Bilder und Text plötzlich relativ einfach von KI generiert werden können? Wie stehen menschliche Fähigkeiten eigentlich zu denen von KI und welche Auswirkungen hat generative KI auf das Bildungswesen?

Prof. Dr. Lena Kästner steht Medienvertreterinnen und -vertretern zum Interview zur Verfügung und nimmt unter anderem zu folgenden Fragen Stellung:

  • Was ist KI und kann KI denken?
  • Was sind die Chancen und Risiken eines breiten Einsatzes von KI?
  • Wie kann man KI verantwortungsvoll einzusetzen?
  • Welche Abwägungen sind zu treffen, wenn wir über KI-Regulierung nachdenken?
  • Unter welchen Bedingungen dürfen Deepfakes möglicherweise in der Strafverfolgung eingesetzt werden?
  • Wie verändert sich das Studium durch KI, insbesondere: Wie lernen Studierende wissenschaftliches Schreiben mit und ohne KI?

Mehr Infos unter: www.lenakaestner.com, Kontakt: lena.kaestner@uni-bayreuth.de

Zur Person: Lena Kästner ist Professorin für Philosophie, Informatik und KI an der Universität Bayreuth. Die Forschung von Prof. Dr. Lena Kästner liegt an der Schnittstelle zwischen analytischer Philosophie und Technik. Sie hat Kognitionswissenschaft (Universität Osnabrück) und kognitive Neurowissenschaft (University College London) studiert und an der Ruhr-Universität Bochum in Philosophie promoviert. Prof. Kästner forscht zur Funktionsweise intelligenter Systeme, wissenschaftlichen Entdeckungen, Erklärbarkeit, KI-Regulierung, der Zusammenarbeit von Mensch und KI und den Auswirkungen von KI auf die moderne Gesellschaft. Sie leitete das interdisziplinäre Forschungsprojekt „Erklärbare Intelligente Systeme (EIS)“ und leitet aktuell das Projekt “For the Greater Good? — Deepfakes in der Strafverfolgung”. Darüber hinaus ist sie Mitgründerin und Co-Direktorin des Research Center for AI in Science & Society (RAIS2) in Bayreuth und hat den interdisziplinären Masterstudiengang "Philosophy & Computer Science" konzipiert, den sie aktuell ebenfalls leitet. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit hält sie regelmäßig Vorträge und Workshops zu KI für die interessierte Öffentlichkeit.

Prof. Koschmider beantwortet Fragen zur KI, Data Science und datengetriebenen Geschäftsprozessen

In nahezu allen Bereichen entstehen kontinuierlich große Mengen an Daten. Entscheidend dabei ist, dass die Daten sowohl aus technologischer als auch aus organisatorischer Perspektive betrachten werden, um ein ganzheitliches Bild von Daten, Prozessen und den Menschen zu bekommen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie innovative Methoden der Datenanalyse neue Erkenntnisse ermöglichen, fundierte Entscheidungen unterstützen und gleichzeitig so gestaltet werden können, dass sie einen konkreten Mehrwert für Unternehmen schaffen.

Prof. Dr. Agnes Koschmider steht Medienvertreterinnen und -vertretern zum Interview zur Verfügung und nimmt unter anderem zu folgenden Fragen Stellung:

  • Was verrät Process Mining über die tatsächlichen Abläufe in Unternehmen?
  • Warum scheitern viele KI-Projekte und wie können Unternehmen es besser machen?
  • Wie bringen Datenanalysen der Industrie einen Mehrwert?
  • Warum ist die größte Herausforderung bei KI oft nicht die Technologie?
  • KI-Transformation: Welche Voraussetzungen Unternehmen jetzt schaffen sollten.
  • Sind Forschungsdaten ein Innovationsmotor für die Wissenschaft?


Kontakt: agnes.koschmider@uni-bayreuth.de

Zur Person: Agnes Koschmider ist Professorin für Wirtschaftsinformatik und Process Analytics an der Universität Bayreuth. Sie forscht an Methoden zur datengetriebenen Analyse und Erklärung von Vorgängen und Prozessen (Process Mining), die auf Methoden der künstlichen Intelligenz basieren. Im Zentrum ihrer Forschung ist Process Analytics: die Entwicklung einer Pipeline zur effizienten Verarbeitung der gesamten Kette von Rohdaten (Zeitreihen, Sensorereignisdaten, Videodaten, Textdaten) bis zur Prozesserkennung. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit hält sie regelmäßig Vorträge und Workshops zu KI in Unternehmen. Dabei verbindet sie aktuelle Forschungserkenntnisse mit praktischen Erfahrungen aus der Wirtschaft und unterstützt Entscheidungsträger dabei, die Potenziale von KI erfolgreich und verantwortungsvoll einzusetzen.

Luftbild: Rondell am Campus der Universität Bayreuth
Ursula Küffner

Ursula KüffnerKinderUni, Expertenvermittlung, Redaktion Uni-Notizen

Telefon: 0921 / 55-5324
E-Mail: ursula.kueffner@uni-bayreuth.de oder pressestelle@uni-bayreuth.de

Zentrale Universitätsverwaltung (ZUV), Büro 3.08 
Universitätsstraße 30, 95447 Bayreuth