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Uni-Notiz Nr. 44/2026 vom 21.05.2026

Vortragsreihe an der Uni Bayreuth: „250 Jahre Amerikanische Unabhängigkeitserklärung"

2026 jährt sich zum 250. Mal die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika. In Zeiten der Krise von liberalen Demokratien weltweit sowie auch der transatlantischen Beziehungen scheint es relevanter denn je, nach den Ursprüngen und langfristigen Wirkungen der Amerikanischen Revolution, nach „Life, Liberty and the Pursuit of Happiness“ zu fragen, wie dies die amerikanische Unabhängigkeitserklärung von 1776 versprochen wurde.

Datum/Zeit/Ort: Auftakt: Mittwoch, 27.05.2026 ab 16 Uhr c.t., Gebäude Geisteswissenschaft (GWII), H27, auf dem Campus der Uni Bayreuth
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Vortragssprache: Englisch 

Für das Sommersemester 2026 bietet der Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit der Universität Bayreuth, Prof. Dr. Susanne Lachenicht, deshalb eine Vortragsreihe zum Thema „250 Jahre Amerikanische Unabhängigkeitserklärung/Revolution“ an.

Am Mittwoch, 27. Mai 2026, startet die Ringvorlesung mit dem Vortrag „How the World Made the American Revolution“ von Prof. Dr. Sarah M.S. Pearsall von der renommierten Johns Hopkins University in den USA. Die Historikerin mit Forschungsschwerpunkt in der Geschichte Nordamerikas ist Autorin des im Mai erscheinendem Buches Freedom Round the Globe. A New History of the American Revolution.

Weitere Vorträge sind am 3. Juni mit Prof. Dr. Wim Klooster, Clark University, USA, zum Thema „Protestant Fear of Catholics and the Coming Age of the American Revolution“ und am 17. Juni mit Prof. Dr. Patrick Griffin, University of Notre Dame, USA, mit „Reckoning with the American Revolution, its History and Legacy“ vorgesehen.

Zur Veranstaltung: Am 4. Juli 1776 wurde die amerikanische Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet. Damit wurden 13 ehemalige Kolonien Großbritanniens die ersten unabhängigen Staaten Amerikas. Der 4. Juli, der in den USA noch heute als „Independence Day“ gefeiert wird, gilt als Schlüsselereignis moderner Demokratiegeschichte. Obwohl in der Unabhängigkeitserklärung Freiheits- und Gleichheitsideale klar formuliert wurden, galten diese nicht für alle Bevölkerungsgruppen: die Fortführung der Sklaverei, die politische Ausgrenzung von Frauen und die Marginalisierung und Verdrängung der American Indians zeigen Widersprüche dieser Gründungsideale auf, die die Entwicklung der USA bis heute als einflussreichste westliche Weltmacht prägen.

Trotzdem oder gerade deshalb spielen die Ideale der Amerikanischen Revolution im Selbst- und Außenbild der USA weiterhin eine zentrale Rolle: So gingen zuletzt am 28. März 2026 Amerikanerinnen und Amerikaner im Rahmen der „No Kings-Proteste“ auf die Straße. Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen ist die Vortragsreihe deshalb nicht nur historisch relevant, sondern aktueller denn je.

Luftbild: Rondell am Campus der Universität Bayreuth
Ursula Küffner

Ursula KüffnerKinderUni, Expertenvermittlung, Redaktion Uni-Notizen

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