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Uni-Notiz Nr. 14/2026 vom 28. Januar 2026

Stadtgespräch der Uni Bayreuth am 4. Februar – Wissenskommunikation am Beispiel Wagner und Bayreuth 

Im Mittelpunkt des nächsten „Bayreuther Stadtgesprächs, am Mittwoch, 4. Februar 2026, stehen Wagner und Bayreuth. Prof. Dr. Anno Mungen, Leiter des Forschungsinstituts für Musiktheater (fimt) der Universität Bayreuth und Inhaber des Lehrstuhls für Theaterwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung des Musiktheaters an der Universität Bayreuth, erläutert im Gespräch mit Gert-Dieter Meier (Presse, Marketing und Kommunikation, Universität Bayreuth) verschiedene Ansätze der Wissenschaftskommunikation am Beispiel verschiedener Fragestellungen rund um Wagner und Bayreuth.

Datum/Zeit/Ort: Mittwoch, 4. Februar, ab 18.00 Uhr, öffentlich. 
Veranstaltungsort: Iwalewahaus, Ecke Wölfelstraße/Münzgasse, Bayreuth
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich
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Mungen ist nicht nur ein ausgewiesener Experte des (Bayreuther) Musiktheaters, sondern auch ein Wissenschaftler, der sich intensiv mit der Geschichte der Bayreuther Festspiele und des Nationalsozialismus, mit Persönlichkeiten der Festspielgeschichte und mit dem Umgang der Gesellschaft mit ihnen auseinandersetzt. Im Stadtgespräch erläutert Professor Mungen an drei Beispielen, wie er moderne Wissenschaftskommunikation sieht und versteht.  

Zum einen berichtet er über ein Gesprächskonzert, das er zuerst an der Philharmonie Köln und am 26. Juli in Bayreuth aufgeführen wird. Im Mittelpunkt steht dann Wilhelmine Schröder-Devrient, die als größte deutsche Opernsängerin des 19. Jahrhunderts galt. Die Sopranistin Sarah Wegener singt, begleitet von Götz Payer am Klavier, verschiedene Lieder, Anno Mungen steuert Texte bei, die die herausragende Künstlerin in den Kontext von „Kunst und Revolution“, so der Titel des Abends, stellen wird.   

Auch Anno Mungens Buch „Hier gilt’s der Kunst. Wieland Wagner 1941-1945“ aus dem Jahr 2021 wird zur Sprache kommen. Das Buch gilt auch deshalb als Beispiel für gute Wissenschaftskommunikation, weil der Autor ein gesellschaftlich hoch relevantes Thema wissenschaftlich fundiert, quellenbasiert und zugleich verständlich für ein breites Publikum aufarbeitet. Und gleichzeitig eine lange haltbare Erzählung vom „unpolitischen Erneuerer“ Wieland Wagner korrigiert.

Schließlich wird Mungen auch erstmals über sein neues Werk „Von Bayreuth nach Auschwitz. Oper – Politik – Gewalt“ berichten, das rechtzeitig zum 150-jährigen Bestehen der Bayreuther Festspiele erscheinen wird. In dem Buch wird der Autor die Verflechtung von Kultur, Krieg und Massenmord im Nationalsozialismus untersuchen und beleuchten, wie Bayreuth als Treffpunkt völkischer Kreise bis in die letzten Kriegstage eine Rolle spielte. Mungen setzt sich auch ausführlich mit Houston Steward Chamberlain, dem zentralen ideologischen Wegbereiter des Nationalsozialismus, und dessen Beziehungen zum Hause Wagner auseinander.

Professor Anno Mungen und Studierende der Uni Bayreuth waren Teilnehmer einer internationalen Konferenz im November 2025 im Auschwitz-Birkenau Memorial und Museum in Polen. Forschende aus verschiedenen Ländern hatten sich dort, 80 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau, mit dem Thema „Auschwitz – Musik, Raum und Gewalt“ auseinandergesetzt.

Nach dem Gespräch beantwortet Professor Mungen Fragen des Publikums.

Kontakt:
Gert-Dieter Meier 
Servicestelle Presse, Marketing und Kommunikation
- Wissenschaftskommunikation -
Mail: gert-dieter.meier@uni-bayreuth.de
Tel.: 0921/55 5356
Büro: Zentrale Universitätsverwaltung (ZUV), Zi. 3.09
Universitätsstraße 30, 95447 Bayreuth

Luftbild: Rondell am Campus der Universität Bayreuth
Ursula Küffner

Ursula KüffnerKinderUni, Expertenvermittlung, Redaktion Uni-Notizen

Telefon: 0921 / 55-5324
E-Mail: ursula.kueffner@uni-bayreuth.de oder pressestelle@uni-bayreuth.de

Zentrale Universitätsverwaltung (ZUV), Büro 3.08 
Universitätsstraße 30, 95447 Bayreuth