Mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung am 20. März wurde am TUM Campus im Olympiapark das Münchner Zentrum für Gesundheitsökonomie und -politik (M‑CHEP) offiziell gegründet. Das neue Forschungszentrum bündelt die Expertise von insgesamt 15 Lehrstühlen und Professuren der Technischen Universität München (TUM), der Ludwig‑Maximilians‑Universität München (LMU), der Universität Augsburg, der Friedrich‑Alexander‑Universität Erlangen‑Nürnberg (FAU) und der Universität Bayreuth.
Auch die Universität Bayreuth ist mit zwei ausgewiesenen Expertinnen und Experten prominent vertreten: Prof. Dr. Amelie Wuppermann, Inhaberin des Lehrstuhls VWL III, insb. Finanzwissenschaft, und Prof. Dr. Andreas Schmid, Inhaber der außerplanmäßigen Professur für Gesundheitsökonomie- und Management.
Im Mittelpunkt des neu gegründeten Zentrums steht das Ziel, die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Bereich Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik in Bayern zu stärken. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen zu Themen wie der Gestaltung von Gesundheitssystemen, Versorgungsforschung, Public Health, globaler Gesundheit, Management im Gesundheitswesen sowie der Ökonomie der Bevölkerungsgesundheit.
„Die Herausforderungen im Gesundheitswesen sind komplex und erfordern eine starke Vernetzung unterschiedlicher Disziplinen“, betonte Prof. Wuppermann anlässlich der Gründung. „Mit M‑CHEP entsteht ein Forschungsraum, in dem wir unsere Expertise bündeln, voneinander lernen und gemeinsam Lösungen entwickeln können, die national wie international Wirkung entfalten. Die Universität Bayreuth leistet hierzu einen wichtigen Beitrag, wissenschaftlich fundiert und gesellschaftlich relevant.“
Während Prof. Wuppermann insbesondere im Forschungsbereich „Gestaltung von Gesundheitssystemen““ mitwirkt und eine finanzwissenschaftliche Perspektive einbringt, ist Prof. Schmid primär im Forschungsbereich „Management im Gesundheitswesen“ aktiv. Dort steht die Analyse und die Optimierung der Leistungserbringung sowie von Versorgungsprozessen im Fokus. Diese Themen gewinnen angesichts der Digitalisierung und Ressourcenknappheit im Gesundheitssystem zunehmend an Bedeutung.
Das M‑CHEP wird von Prof. Dr. Leonie Sundmacher (TUM) wissenschaftlich geleitet und von Sebastian Himmler, ein Alumnus der Gesundheitsökonomie der Universität Bayreuth, als Geschäftsführer unterstützt. Ein international besetzter wissenschaftlicher Beirat sowie ein Expertengremium aus Industrie und Politik begleiten das Zentrum strategisch.
Mit der Gründung von M‑CHEP entsteht ein leistungsstarkes Netzwerk, das die wissenschaftliche Exzellenz bayerischer Universitäten vereint und durch Seminare, Forschungskooperationen und politische Formate Impulse für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung setzen will. Die Universität Bayreuth stärkt damit ihre Sichtbarkeit in einem gesellschaftlich hochrelevanten Forschungsfeld und unterstreicht ihre Rolle als Partnerin in der nationalen und internationalen Gesundheitsforschung.