Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 091/2023 vom 28.06.2023

1,5 Millionen Euro der Oberfrankenstiftung für die Universität Bayreuth

Moderne Innovationslabore für kleine und mittelständische Unternehmen in der Region – damit soll das Projekt "TIHO TechnologieImpactHubs Oberfranken" die Wirtschaft darin unterstützen, neue und nachhaltige Technologien kennenzulernen und selber umzusetzen. Die Oberfrankenstiftung fördert dieses Projekt des Instituts für Entrepreneurship und Innovation der Universität Bayreuth von 2023 bis 2026 mit 1,5 Mio. Euro.

Die gezielte Kombination von bisher getrennten Wissens- und Technologiefeldern ist das Besondere am neuen Wissens- und Technologietransferprojekt „TIHO – TechnologieImpactHubs Oberfranken“. In der Region Oberfranken, deren wirtschaftliche Leistung besonders von KMU getragen wird, sollen die TIHO mehr als 100 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft, Netzwerken und Verbänden verbinden. Die Oberfrankenstiftung als Förderer des Projekts stärkt damit maßgeblich die regionale Innovationskraft.

Studierende, Wissenschaftler*innen, Start-ups, regionale Unternehmen sowie Interessenten kommen in den TechnologieImpactHubs zusammen und haben einen niedrigschwelligen Zugang zu den Technologien und den angebotenen Formaten. Im Vordergrund stehen hier der Wissensaustausch und die Kollaboration zwischen den beteiligten Akteur*innen. „Die gesamte Region ist aufgerufen, sich aktiv in den TechnologieImpactHubs einzubringen, eigene Herausforderungen mit den Wissenschaftler*innen zu diskutieren und exemplarische Lösungen zu erarbeiten“, erklärt Dr. Petra Beermann, Direktorin für Transfer und Innovation des Instituts für Entrepreneurship & Innovation der Universität Bayreuth und Mitautorin des erfolgreichen Förderantrags. Die TechnologieImpactHubs versprechen kurze Wege und ein kreatives Umfeld, das den Wissenstransfer verbessert und damit eine nachhaltige Wirkung und viele Innovationsvorteile in der Region Oberfranken erzielt.

Fünf Innovationslabore geplant

Ziel von TIHO ist es, in modernen Innovationslaboren – den TechnologieImpactHubs, TIHO –co-kreative Innovationsimpulse des Ideen-, Wissens- und Technologietransfers zu geben. „Nicht nur die Universität Bayreuth hat Vorteile von dieser Förderung der Oberfrankenstiftung. Vor allem regionale Unternehmen profitieren von den Erlebnis- und Erlernräumen in den TechnologieImpactHubs“, sagt Dr. Petra Beermann: „Sie werden darin unterstützt, neue und nachhaltige Technologien kennenzulernen, niedrigschwellig zu erleben und gewinnbringend in die Umsetzung zu bringen.“

Im Fokus steht dabei der „Hubgedanke“. Fünf technologieorientierte ImpactHubs, in denen Ideen und Maßnahmen interdisziplinär entwickelt werden, sollen auf Basis der bestehenden Strukturen an der Universität ausgebaut und miteinander verknüpft werden: Innovationen durch Digitalisierung, Innovative Materialien, Innovative Glasherstellung, Game Innovation und Additive Innovationen. In all diesen Themenbereichen steht die Steigerung der Nachhaltigkeit durch technologische Innovationen im Fokus: ökologische Effizienzsteigerungen, ökonomische Tragfähigkeit und soziale Verantwortung. Damit leistet die Universität Bayreuth in Zusammenarbeit mit den regionalen Unternehmen einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Darüber hinaus wird dadurch der Fachkräftemarkt in der Region im Sinne der sozialen Nachhaltigkeit gestärkt.

Beispiel Additive Fertigung 

„Beispielhaft für den ImpactHub Additive Innovationen bedeutet dies, dass die regionalen Unternehmen dazu befähigt werden sollen, ökologisch nachhaltigere Produkte zu entwickeln und nachhaltigere Prozesse und Wertschöpfungsketten mit additiver Fertigung zu entwickeln. Hierzu zählt mitunter auch der Aufbau von Resilienz- und Kreislaufwirtschaftskonzepten durch additive Fertigung von Ersatzteilen“, erläutert Dr.-Ing. Christian Bay vom Lehrstuhl Umweltgerechte Produktionstechnik der Uni Bayreuth. Der Ingenieur leitet die Forschungsstelle für Additive Innovationen der Universität Bayreuth und war federführend am Projektantrag beteiligt. Er fügt hinzu: „Dies bedeutet nicht nur, dass leichtbauoptimierte und funktionalisierte Produkte mittels additiver Fertigung als Fallstudien entwickelt werden, sondern dass wir Wissen hinsichtlich nachhaltiger Prozessinnovationen mit den Unternehmen erarbeiten und transferieren wollen.“

Im Uhrzeigersinn von oben: David Eder (E&I), Stefan Seewald (Oberfrankenstiftung), Dr. Nicole Kaiser (Uni Bayreuth), Dr. Petra Beermann (E&I) und Katrin Pausch (Oberfranken Stiftung)

Portraet Petzra Beermann

Dr. Petra BeermannDirektorin für Transfer und Innovation des Instituts für Entrepreneurship & Innovation der Universität Bayreuth

Telefon: +49 (0)921 / 55-4720
E-Mail: petra.beermann@uni-bayreuth.de
www.iei.uni-bayreuth.de

Portraitbild von Anja Maria Meister

Anja-Maria MeisterPressesprecherin Universität Bayreuth

Telefon: +49 (0) 921 55 - 5300
E-Mail: anja.meister@uni-bayreuth.de