Prof. Dr. Jana Hönke erforscht die vielfältigen Formen des Regierens sowie Konflikte, die im Zusammenspiel von Staaten, Unternehmen und Zivilgesellschaft entstehen. Ihre Projekte untersuchen insbesondere, wie Sicherheit im Sahel geschaffen werden soll, wie Rüstungsunternehmen zur Verantwortung gezogen werden und welchen Einfluss afrikanische Klimaaktivistinnen und -aktivisten ausüben. Jana Hönke ist zudem Expertin für die Rolle Chinas und anderer aufstrebender Mächte in Afrika.
Diese Expertise bringt Jana Hönke nun als neues Vorstandsmittglied in die Deutsche Stiftung Friedensforschung ein. Die DSF, die kürzlich ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert hat, fördert die Friedens- und Konfliktforschung in Deutschland. Dafür wurden bereits mehr als 25 Millionen Euro für rund 500 Projekte und Tagungen bereitgestellt, um Impulse für innovative Forschung sowie praxisrelevante Erkenntnisse zu geben. „Ich freue mich darauf, die wichtige Arbeit der Stiftung und ihre Förderstrategie in diesen herausfordernden Zeiten mitzugestalten“, so Jana Hönke zu ihrem neuen Amt.
PD Dr. Julia Eichenberg erforscht als Historikerin der Neueren Europäischen Geschichte, wie Krieg und Gewalt Lebenswelten veränderten und mit welchen Strategien versucht wurde, Konflikte durch Recht, Diplomatie und internationale Zusammenarbeit einzuhegen. Sie ist Teilprojektleiterin im Regionalverbund „Deutungskämpfe im Übergang“ und aktives Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Historische Friedens- und Konfliktforschung (AKHF).
Julia Eichenberg vertritt künftig die Universität Bayreuth im Leitungsgremium der Bayerischen Wissenschaftsallianz für Friedens-, Konflikt- und Sicherheitsforschung (FoKS). Als Nachfolgerin von Jana Hönke trägt sie zum weiteren Aufbau der Allianz bei, die die interdisziplinäre Expertise bayerischer Forschungseinrichtungen in Friedens-, Konflikt- und Sicherheitsfragen bündelt. In Zeiten geopolitischer Umbrüche sollen so wissenschaftliche Perspektiven und politische Lösungsansätze im Dialog mit Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern entwickelt werden.
„Mit FoKS wurde eine wichtige Plattform geschaffen, um Friedens-, Konflikt- und Sicherheitsforschung an Bayerischen Universitäten sichtbarer zu machen und die Stimme der Wissenschaft in aktuellen Debatten zu stärken. Ich freue mich sehr, als Vertreterin der Universität Bayreuth und als Historikerin zu diesem interdisziplinären Austausch beitragen zu können“, sagt Dr. Julia Eichenberg.
Zudem wurden Jana Hönke als Direktorin und Julia Eichenberg als Beisitzerin kürzlich in das Leitungsgremium des neuen Conflict, Crisis, and Change (C³) Research Center an der Universität Bayreuth gewählt. Das interdisziplinäre C³-Forschungszentrum fördert die akademische Zusammenarbeit und Lehre in der Friedens- und Konfliktforschung am Standort und bietet mit Formaten wie den Bayreuth Peace Talks Orientierungswissen für Politik und Öffentlichkeit. Zudem soll eine enge Zusammenarbeit mit der Bayreuther Expertise der Afrikawissenschaften im Forschungszentrum Afrika (FZA) einen neuen, spezifischen und regionalwissenschaftlich inspirierten Zugang der Friedens- und Konfliktforschung ermöglichen.