Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 035/2023 vom 30.3.2023

Mehr als eine Million Euro für den Technologietransfer an der Universität Bayreuth

Das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst hat heute bekanntgegeben, dass unter den neuen bayerischen Projekten der EU-Regionalförderung auch drei Projekte der Universität Bayreuth sind.

Folgende Projekte werden im Rahmen des EU-Programms EFRE mitfinanziert:

Gate2HPC am Lehrstuhl Konstruktionslehre und CAD:
Die Digitalisierung der Produktentwicklung und die Notwendigkeit, neue, ressourcenschonende Produkte zu designen, bedingt einen zunehmenden Einsatz von KI- und Simulationsmethoden, woraus ein steigender Bedarf an Rechenressourcen resultiert. High Performance Computing (HPC) kann diesen Prozess massiv unterstützen, wobei jedoch die Anwenderfreundlichkeit solcher Systeme nicht ausgeprägt und deren Integration in unternehmerische Prozesse vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) eine Herausforderung ist. Im Zuge von Gate2HPC wird ein Zugang (Gateway) geschaffen, der KMU dazu befähigt, diese Technologie einzusetzen und somit die digitale Produktentwicklung effizienter und nachhaltiger gestaltet. Neben dem Zugang zu HPC Systemen soll das Gateway eine Auswahl verschiedener Methoden der künstlichen Intelligenz (KI) als KI-Baukasten bereitstellen, um Aufgaben, die auf der Analyse und dem Bewerten großer Datenmengen beruhen, schneller zu lösen.  (Fördersumme: bis zu rund 460.000 Euro)

Keramik-Offensive in Bayern (KerOBa) am Lehrstuhl Keramische Werkstoffe:
Hier sollen nach gründlicher Erhebung des Technologietransferbedarfs bei den KMU Workshops angeboten werden, die den KMU dabei helfen, ressourcenschonendere Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zu entwickeln. Besonders im Bereich der additiven Fertigung von keramischen Bauteilen sowie bei der Prozessanalyse von Hochtemperaturprozessen wird hier Potenzial gesehen. Auch Workshops zu Förderwerkzeugen und zur statistischen Versuchsplanung sind vorgesehen, um KMU zu ermöglichen, ihre Entwicklungsvorhaben ressourcenschonend zu gestalten und statistisch abgesichert durchzuführen.  (Fördersumme: bis zu rund 570.000 Euro)

Glas Allianz Bayern zur CO2-armen Herstellung von Glas und glasbasierten Produkten (GABY) am Keylab Glastechnologie in Kooperation mit der TH Deggendorf :
Die langfristige gemeinsame Innovationsinitiative „Glas in Bayern“ der Universität Bayreuth und der Technischen Hochschule Deggendorf ermöglicht bereits seit mehr als zehn Jahren nachhaltigen Technologietransfer entlang der Prozesskette der Glasherstellung. Die dort etablierten Netzwerkstrukturen bilden das Fundament für das neue Projekt. Die Transferthemen sind unter anderem vollelektrisch beheizte Wannen und CO2-arme Primärrohstoffe, die Erhöhung der Anpassungsfähigkeit von Unternehmen an eine schwankende Verfügbarkeit von Energie (Demand Side Management) oder die langfristige Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit durch Aus- und Weiterbildung sowie neue glasbasierte Produkte zur Zukunftssicherung von Traditionsunternehmen.  (Fördersumme: bis zu rund 850.000 Euro)

Mit dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) fördert die EU den Technologietransfer zwischen Hochschulen sowie kleinen und mittleren Unternehmen: Damit sollen weitere Innovationen in KMU angeregt und aktuelle Fragestellungen der Unternehmen beantwortet werden. Gefördert werden die Projekte für zwei bis fünf Jahre.

Portraitbild von Anja Maria Meister

Anja-Maria MeisterPressesprecherin Universität Bayreuth

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