Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 014/2026, 03.02.2026
DFG-Förderung für Forschung zu Chancengleichheit, Marktregulierung und Finanzmarktstabilität
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Collaborative Research Center Transregio 224 (CRC TR 224) „Ökonomische Perspektiven auf gesellschaftliche Herausforderungen: Chancengleichheit, Marktregulierung und Finanzmarktstabilität“ für weitere vier Jahre.

Chancengleichheit, Marktregulierung und Finanzmarktstabilität sind die Kernthemen des CRC TR224
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Die Universität Bayreuth ist am CRC TR 224 mit einem Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Katja Maria Kaufmann (Lehrstuhl für Empirische Makroökonomik und Familienökonomik, VWL I) beteiligt. Neben Bayreuth gehören die Universitäten Bonn, Köln und Mannheim zum Verbund.
Das CRC TR 224 widmet sich drei zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen: der Förderung von Chancengleichheit, der effektiven Regulierung von Märkten sowie der Sicherung finanzwirtschaftlicher Stabilität. Das Besondere an diesem Sonderforschungsbereich ist seine integrierte Perspektive: Die drei Themenfelder werden nicht isoliert betrachtet, sondern in ihrem Zusammenspiel analysiert, um fundierte Handlungsempfehlungen für Politik und Gesellschaft zu entwickeln.
Ökonomische Expertise für gesellschaftliche Debatten
Ziel des Projekts ist es, durch ökonomische Forschung einen wissenschaftlich fundierten Beitrag zur öffentlichen Debatte über zentrale gesellschaftspolitische Fragen zu leisten. Dabei untersucht das Forschungszentrum unter anderem, wie öffentliche und private Institutionen die Entwicklung individueller Fähigkeiten beeinflussen, wie digitale und vernetzte Märkte reguliert werden sollten und wie finanzielle Stabilität in einer zunehmend komplexen Ökonomie gesichert werden kann.
Prof. Dr. Katja Maria Kaufmann ist seit Beginn der ersten Förderperiode und die Universität Bayreuth seit der zweiten Förderperiode des CRC TR 224 Teil des Verbundes. Der Verbund tritt nun in seine dritte Förderperiode ein, die von Januar 2026 bis Dezember 2029 läuft und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 12 Millionen Euro gefördert wird.
„Die erneute Förderung unterstreicht die Relevanz unserer Forschung für die großen gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit. Chancengleichheit, faire Märkte und stabile Finanzsysteme sind Grundpfeiler einer funktionierenden Gesellschaft – und sie stehen in engem Zusammenhang. Unser Ziel ist es, evidenzbasierte Erkenntnisse zu liefern, die Politik und Öffentlichkeit in diesen Debatten unterstützen“, sagt Prof. Dr. Katja Maria Kaufmann.
Die Forschung des CRC TR 224 umfasst drei miteinander verknüpfte Bereiche. Der erste Pfeiler untersucht, wie politische Maßnahmen und institutionelle Strukturen die Entwicklung von Fähigkeiten und Präferenzen beeinflussen und dabei helfen können, Benachteiligungen aufgrund von Geschlecht, Herkunft oder sozialem Hintergrund zu verringern. Der zweite Pfeiler richtet den Blick auf die Regulierung digitaler und vernetzter Märkte und analysiert politische Instrumente gegen Marktversagen wie Marktmacht, Informationsasymmetrien oder externe Effekte. Der dritte Pfeiler befasst sich mit der Stabilität des Finanzsystems und erforscht, wie individuelle Finanzentscheidungen, Marktprozesse und wirtschaftspolitische Maßnahmen zusammenwirken und welche Folgen dies für makroökonomische Stabilität, Vermögensverteilung und Chancengleichheit hat.

Prof. Dr. Katja KaufmannLehrstuhlinhaberin für Empirische Makroökonomik und Familienökonomik (VWL I)
Telefon: +49 (0)921 / 55-6321
E-Mail: katja.kaufmann@uni-bayreuth.de

Jennifer OpelStellv. Pressesprecherin Universität Bayreuth
Telefon: 0921 / 55-5893
E-Mail: jennifer.opel@uni-bayreuth.de