Künstliche Intelligenz durchdringt zunehmend Wirtschaft, Verwaltung und Alltag. Gleichzeitig wächst die Herausforderung, technologische Innovationen mit rechtlichen Vorgaben, ethischen Prinzipien und gesellschaftlichen Erwartungen in Einklang zu bringen. Das ARC adressiert genau diese Lücke zwischen dem technisch Möglichen und dem gesellschaftlich Verantwortbaren. Ziel ist es, KI-Systeme zu erforschen und zu gestalten, die robust, transparent, fair, souverän und rechenschaftsfähig sind und den Menschen konsequent in den Mittelpunkt stellen.
Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume betont die Bedeutung des neuen Zentrums: „Künstliche Intelligenz entfaltet ihre Stärke dort, wo technologische Exzellenz und gesellschaftliche Verantwortung zusammenkommen. Genau hier setzt das AI Responsibility Centre der Universität Bayreuth an: Informatik, Recht und Philosophie arbeiten gemeinsam daran, vertrauenswürdige KI weiterzuentwickeln. Das ARC befördert die bestehende bayerische KI-Landschaft um Fragestellungen der konkreten Umsetzung von Verantwortung in prüfbare Verfahren und offene Standards. ARC wird sich dazu zum gegenseitigen Nutzen stark in das bayerische KI-Netzwerk einbringen. Mit der Hightech Agenda Bayern investieren wir gezielt in exzellente Köpfe und schaffen die Freiräume für neue Forschungsinitiativen. So stärken wir Bayerns Spitzenforschung und sichern unsere Position als führender KI-Standort in Europa.“
Das ARC vereint Forschung, Governance und Transfer unter einem Dach. Wissenschaftlicher Direktor des neu gegründeten Zentrums ist Prof. Dr. Niklas Kühl, Professor für Wirtschaftsinformatik und humanzentrische Künstliche Intelligenz an der Universität Bayreuth. Die Co-Direktion übernehmen Prof. Dr. Christian Rückert, Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht und IT-Strafrecht, sowie Prof. Dr. Lena Kästner, Professorin für Philosophie mit Schwerpunkt Informatik und Künstliche Intelligenz. Die operative Steuerung liegt bei Geschäftsführer Simeon Allmendinger.
Die Forschungsschwerpunkte des ARC reichen von menschlicher Aufsicht über KI-Systeme („Human Oversight“) und Mensch-KI-Kollaboration über erklärbare KI (Explainable AI) und algorithmische Fairness bis hin zur praktischen Umsetzung regulatorischer Anforderungen, etwa im Kontext der europäischen KI Verordnung. Das Zentrum verbindet Grundlagenforschung mit anwendungsnahem Transfer und entwickelt Lösungen für Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und gesellschaftliche Organisationen.
Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Stefan Leible erklärt: „Mit dem AI Responsibility Centre stärkt die Universität Bayreuth ihr Profil in einem der wichtigsten Zukunftsfelder unserer Zeit. Die besondere Stärke des Zentrums liegt in seiner konsequenten Interdisziplinarität. Hier arbeiten Expertinnen und Experten aus Technik, Recht und Philosophie gemeinsam daran, Antworten auf die großen Fragen der Künstlichen Intelligenz zu finden und verantwortungsvolle Innovationen zu ermöglichen.“
Prof. Dr. Niklas Kühl unterstreicht den Anspruch des neuen Zentrums: „Verantwortungsvolle KI entsteht nicht automatisch. Sie muss gezielt entwickelt, überwacht und gestaltet werden. Unser Ziel ist es, leistungsfähige KI-Systeme zu schaffen, die Menschen unterstützen, Vertrauen verdienen und regulatorischen Anforderungen gerecht werden. Gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus Recht und Philosophie übersetzen wir wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Lösungen für Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft. Wir fordern verantwortungsvolle KI nicht nur – wir bauen sie.“
Mit seiner einzigartigen Verbindung von Wirtschaftsinformatik, Recht und Philosophie schafft das AI Responsibility Centre einen neuen Forschungs- und Transferraum für Responsible AI. Das Vorhaben wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert.
Bei Interesse an der Mitwirkung können sich Interessierte gerne an jobs@ai-responsbility-centre.eu wenden.