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Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 082/2026, 15.10.2026

Vortragsreihe „Wissenschaft gegen Faschismus“

Sieben Abende zu Geschichte, Demokratie und gesellschaftlicher Verantwortung an der Universität Bayreuth

Unter dem Titel„Wissenschaft gegen Faschismus“ lädt die Universität Bayreuth im Wintersemester zu einer öffentlichen Vortragsreihe ein. An sieben Themenabenden beleuchten 21 Forschende verschiedener Fachrichtungen historische und gegenwärtige Erscheinungsformen von Faschismus, Rechtsextremismus und Demokratiegefährdung. Die Reihe richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit ebenso wie an Studierende und Beschäftigte der Universität.

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Die Veranstaltungsreihe versteht sich als Beitrag zur gesellschaftlichen Debatte über Demokratie, wissenschaftliche Verantwortung und den Umgang mit autoritären Ideologien. Dabei geht es nicht nur um die Analyse historischer Entwicklungen, sondern auch um aktuelle Herausforderungen für demokratische Gesellschaften.„Mit der Vortragsreihe wollen wir einerseits zeigen, welchen Beitrag Wissenschaft zur kritischen Auseinandersetzung mit autoritären und menschenfeindlichen Ideologien leisten kann. Andererseits wollen wir aber auch hervorheben, dass eben diese Ideologien auch die Freiheit der Wissenschaft selbst bedroht haben und heute wieder bedrohen“, so eine Studentin die die Veranstaltungsreihe mit organisiert. Auch PD Dr. Elena Köstner, Mitarbeiterin der Servicestelle Chancengleichheit der Universität Bayreuth und Referentin der Reihe, betont die gesellschaftliche Bedeutung des Themas: „Rechte Angriffe auf Gleichstellung zielen auf mehr ab als einzelne Programme oder Servicestellen. Sie gefährden eine freie, pluralistische und demokratische Hochschule.“

Die Bandbreite der Themen reicht von Fragen nach der Neutralität der Wissenschaft über lokale NSDAP-Agitation in Oberfranken in den Jahren 1930 bis 1932 bis hin zu Klimawandelleugnung, rechter Mobilisierung in digitalen Räumen sowie Zusammenhängen von Künstlicher Intelligenz und Rechtsextremismus. Historische Perspektiven werden dabei ebenso aufgegriffen wie aktuelle gesellschaftliche Debatten. Zu den Vortragenden zählen unter anderem Prof. Dr. Natasha A. Kelly, Prof. Dr. Anno Mungen, Prof. Dr. Kristin Skottki und Prof. Dr. Carsten Bäcker.

Die Universität Bayreuth unterstützt die Initiative ausdrücklich. Prof. Dr. Dr. h.c. Stefan Leible, Präsident der Universität Bayreuth, erklärt:„Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie braucht Menschen, die kritisch denken, Fakten von Ideologien unterscheiden und unterschiedliche Perspektiven aushalten können. Genau dazu trägt Wissenschaft bei. Die Universität Bayreuth unterstützt diese Vortragsreihe, weil sie wissenschaftliche Erkenntnisse in gesellschaftliche Debatten einbringt und damit demokratische Resilienz stärkt.“

Der erste Vortragsabend beginnt  am 20.10. um 18.15 Uhr im Kongressraum des Forschungszentrums Afrika (FZA) auf dem Campus der Universität Bayreuth. Nach jeweils drei Vorträgen besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit dem Publikum. Im Anschluss laden Snacks und Getränke zum weiteren Austausch ein.

Unter dem Label „Wissenschaft gegen Faschismus“ finden darüber hinaus weitere Veranstaltungen einzelner Lehrstühle statt, darunter ein Vortrag des Medienwissenschaftlers und Extremismusforschers Matthias Heider am 18. November. Sämtliche Veranstaltungen sind kostenfrei. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, die Veranstalterinnen und Veranstalter laden ausdrücklich zum Mitdiskutieren ein.

Das vollständige Programm der Vortragsreihe sowie weitere Informationen finden sich unter:
https://kuwi.uni-bayreuth.de/fachschaft-kuwi/de/wgf2026.

Die Termine der Vortragsabende:
20.10.2026, 03.11.2026, 17.11.2026, 01.12.2026, 15.12.2026, 12.01.2027 und 26.01.2027.

Dr. Stefan Fehm-Danoglidis

Dr. Stefan Fehm-Danoglidis

Pressesprecher, Hochschulkommunikation

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