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Post-Doc-Stelle "Deutungskämpfe um Verantwortung für Gewalt von Unternehmen" (m/w/d)

BMBF- geförderter regionaler Forschungsverbund "Deutungskämpfe im Übergang"

Bewerbungsfrist:

Im Rahmen des neuen BMBF-geförderten regionalen Forschungsverbundes "Deutungskämpfe im Übergang" ist an der Universität Bayreuth eine

                  Post-Doc-Stelle "Deutungskämpfe um Verantwortung für Gewalt von Unternehmen" (m/w/d) E 13 TV-L - 100%                     

           

befristet auf 24 Monate (auch in Teilzeit möglich), zu besetzen.

Ziel ist es, aus interdisziplinärer Perspektive (geschichts-/sozialwissenschaftlich) Deutungskämpfe um die Beteiligung an, und Verantwortung von Unternehmen für, Gewalt und Ausbeutung zu untersuchen. Während in Deutschland die Aufarbeitung der Beteiligung und Verantwortung von Unternehmen an NS-Verbrechen schon länger Gegenstand der öffentlichen Wahrnehmung wie auch der Forschung ist, ist die Beteiligung und Verantwortung deutscher Unternehmen an kolonialer Gewalt (in struktureller und physischer Form) nach wie vor unterbeleuchtet und steht sogar weit hinter den ebenfalls zaghaften Aufarbeitungen bezüglich anderer ehemaliger Kolonialmächte zurück. Ähnliches gilt für die Erforschung aktueller unternehmerischer Praktiken im Kontext weltweiter Unternehmensaktivitäten. Wenig Aufmerksamkeit ist bisher postkolonialen Kontinuitäten bei der Beteiligung an Gewalt und Ausbeutung, aber auch ihrer Vermeidung im Rahmen der UN Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte oder Lieferkettengesetzen zugekommen. Während in den letzten Jahren Fragen (post)kolonialer Verantwortung neue Aufmerksamkeit in Deutschland erfahren haben, konzentrieren sich diese bisher weitestgehend auf politische Diskussionen (Genozid, Völkermord) sowie kulturelle Themen (Rückerstattung von Artefakten, museale Darstellung). Es fehlt eine kritische Aufarbeitung der ökonomischen Dimension im Sinne unternehmerischen Handelns.

Ziel des Projekts ist das Schließen dieser Lücke durch die Bearbeitung eines noch zu benennenden, nach Möglichkeit süddeutschen Fallbeispiels (abhängig von Bearbeiter*In), in der Verbindung historischer und sozialwissenschaftlicher Methoden, unter Berücksichtigung von Deutungskämpfen und –verschiebungen bezüglich der Beteiligung und Verantwortung von Unternehmen an (post)kolonialer Gewalt und Ausbeutung über Zeit. Neben der Erarbeitung und Fertigstellung des Forschungsprojekts wird von der/m Stelleninhaber*In erwartet, dass sie/er an Gruppenveranstaltungen und Publikationen des Verbundprojektes teilnimmt und sich an der interdisziplinären Zusammenarbeit im Bereich der Friedens- und Konfliktforschung unter dem Oberthema Deutungskämpfe im Übergang beteiligt. Vorkenntnisse in interdisziplinärer Arbeit sind erwünscht.

Die Stelle ist Teil des vom BMBF-geförderten Forschungsverbundes "Deutungskämpfe im Übergang", einem gemeinsamen regionalen Vorhaben der Universität Augsburg, des Instituts für Zeitgeschichte München, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Universität Bayreuth, das im April 2022 begonnen hat. Sie soll einen interdisziplinären Schwerpunkt "Deutungskämpfe im Übergang" innerhalb der Friedens- und Konfliktforschung zwischen Globaler/Internationaler Politischer Soziologie und Geschichte mittragen und weiterentwickeln, der vom Forschungsteam der Universität Bayreuth verantwortet wird.

Die Stelle ist ausgeschrieben als E 13 TV-L, 100%, befristet auf 24 Monate (01.10.2022 bis 30.09.2024). Neben der Stelle stehen in gewissem Umfang Sachmittel zur Durchführung des Forschungsprojekts zur Verfügung.

Bitte reichen Sie als Bewerbungsunterlagen digital (s.u.) ein, darunter bitte auch:

a) Nachweis der Promotion im Gebiet der Geschichtswissenschaften, der Politikwissenschaft/Internationalen Beziehungen, der Soziologie oder vergleichbarer Abschlüsse, sowie guter Deutsch- und Englischkenntnisse. Der Nachweis über die Promotion muss spätestens zum Dienstantritt vorliegen.

b) Arbeitsprobe (z. B. Aufsatz, Kapitel) und eine kurze Skizze (1-2 Seiten inkl. Zeitplan) des vorgeschlagenen Projekts

c) kurzer Lebenslauf mit Angabe von zwei Referenzen (min. ein Hochschullehrer/In, keine Referenzschreiben)

Die Universität Bayreuth schätzt die Vielfalt ihrer Beschäftigten als Bereicherung und bekennt sich ausdrücklich zum Ziel der Chancengleichheit der Geschlechter. Frauen werden hierbei mit Nachdruck um ihre Bewerbung gebeten. Bewerber*innen mit Kindern sind sehr willkommen. Die Universität Bayreuth ist Mitglied im Best-Practice Club „Familie in der Hochschule e.V.“, und hat erfolgreich am HRK-Audit „Internationalisierung der Hochschule“ teilgenommen. Personen mit Schwerbehinderung werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.



Bewerbung

Bitte bewerben Sie sich bis 20. August 2022 unter Angabe des Kennworts "responsibility" online über unser Online-Bewerbungsportal der Universität Bayreuth.

Die Unterlagen werden nach Besetzung der Stelle gemäß den Anforderungen des Datenschutzes gelöscht.

Als Vertragsbeginn ist der 01.10.2022 angestrebt.

Für Rückfragen wenden Sie sich gerne an Prof. Dr. Jana Hönke (jana.hönke@uni-bayreuth.de) oder Dr. Julia Eichenberg,  (julia.eichenberg@uni-bayreuth.de)

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.