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Uni-Notizen Nr. 22/2022 vom 14. März 2022

Expertinnen der Uni Bayreuth zu Wechselwirkungen zwischen Gehirn und Ernährung

Wenn die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) am 16. März ihre Jahrestagung startet, sind auch drei Wissenschaftlerinnen der Universität Bayreuth dabei. Sie forschen und lehren an der Fakultät für Lebenswissenschaften: Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit in Kulmbach und können zu wichtigen Fragen von Essgewohnheiten und gesunder Ernährung Stellung nehmen.

Das Gehirn regelt unsere Er­nähr­ungs­ge­wohn­hei­ten, es steuert, wann wir was essen wollen, weiß, wie wir uns ernähren sollten und entscheidet, was wir dann tatsächlich zu uns nehmen. Umgekehrt spielt die Ernährung eine wichtige Rolle bei der Entwicklung, Al­ter­ung und De­gen­er­a­tion des Gehirns. Und schließlich haben die Wech­sel­be­zieh­ung­en zwisch­en Er­nähr­ung und Ge­hirn Einfluss auf die Entstehung von Diabetes oder Herzkreislauferkrankungen. Diesem Themenkomplex widmet sich die diesjährige, mittlerweile 59. wissenschaftliche Jahrestagung der DGE.

Die DGE ist die wichtigste Experten-Vereinigung für Fragen der Ernährung im deutschsprachigen Raum. Ihr vierjährlicher „Ernährungsbericht“ bildet Ernährungstrends und Gesundheitsgefahren durch Ernährung ab. Ihre Angabe zu Richtwerten für die Nährstoffzufuhr, die DGE-Qualitätsstandards für die Gemeinschaftsverpflegung sowie ihre Leitlinien und Stellungnahmen sind wichtige Orientierung für Politik und Wirtschaft.

Prof. Dr. Janin Henkel-Oberländer, Inhaberin des Lehrstuhls Biochemie der Ernährung, wird bei der DGE über die Rolle von bestimmten Signalstoffen auf Entzündungsprozesse und über die Bedeutung von Ausdauertraining auf die ernährungsbedingte Entstehung einer Fettleber sprechen. Janin Henkel-Oberländer untersucht in Kulmbach unter anderem den Einfluss einer Cholesterin- und fettreichen Ernährung auf die Entwicklung metabolischer Erkrankungen, z.B. Übergewicht, Zucker- und Fettstoffwechselstörung.

Jun.-Prof. Dr. Tina Bartelmeß, Juniorprofessur für Ernährungssoziologie, wird bei der DGE-Tagung über die vielfältigen Funktionen von Zucker in der Kinderernährung sprechen. Sie betrachtet die daraus resultierenden Implikationen für Ernährungsbildung und -kommunikation. Die Forschung von Tina Bartelmeß widmet sich gesellschaftlichen Kommunikationsprozessen rund um Ernährung sowie der Entstehung und der Bedeutung soziokultureller Konstrukte für unser Ernährungshandeln.

Jun.-Prof. Dr. Laura M. König, Juniorprofessur Public Health Nutrition wird beim DGE-Kongress in Vorträgen die Effektivität von Videos, Podcasts und Online-Texten in der Ernährungskommunikation vergleichen und erläutern, wie „Wahrheits-Sandwiches“ gegen Ernährungsmythen immun machen. Laura König ist Psychologin und untersucht als solche in Kulmbach beispielsweise, warum wir essen was wir essen, wie die Auswahlumgebung Einfluss auf die Nahrungsauswahl nimmt oder wie Essverhalten mittels Smartphone-Apps verändert werden kann.

Mehr zur Forschung rund um Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit in Kulmbach: 

Gerne vermitteln wir Interviews mit den drei Expertinnen zu den Themen der DGE-Tagung. Bitte wenden Sie sich an pressetelle@uni-bayreuth.de

Portraitbild von Anja Maria Meister

Anja-Maria MeisterPressesprecherin Universität Bayreuth

Telefon: +49 (0) 921 / 55-5300
E-Mail: anja.meister@uni-bayreuth.de