Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 126/2022, vom 02.08.2022

Universität Bayreuth unterzeichnet „Entrepreneurial Skills Charta“

Die „Entrepreneurial Skills Charta“ von Stifterverband und Campus Founders beinhaltet elf Thesen, wie Hochschulen unternehmerisches Denken und Handeln erfolgreich vermitteln können. Unter den 45 erstunterzeichnenden Hochschulen ist auch die Universität Bayreuth. Sie versteht sich als GründerUni und kann jahrelange und erfolgreiche Erfahrung mit dem Thema „Entrepreneurship Education“ vorweisen. Wer davon am meisten profitiert: die Studierenden.  

Schon seit dem Sommersemester 2018 unterstützt die UBT alle Studierenden, die eine Geschäftsidee konzentriert verfolgen wollen, indem sie ein Gründungs-Freisemester ermöglicht. Seminare, Workshops und Beratung für angehende Unternehmer*innen gehören längst zum Angebot der UBT. Seit dem Wintersemester 2021/2022 bietet die Universität das „Zusatzstudium Entrepreneurship & Innovation“ an, seit diesem Sommersemester wird auch ein „Entrepreneurial Skills Program“ (ESP) für Top-Talente oder ein Programm explizit für Gründerinnen angeboten. Um das interdisziplinäre Lernen und Arbeiten im Bereich Unternehmertum zu stärken, baut die Universität Bayreuth die Lehre zur Vermittlung von unternehmerischen Kompetenzen zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen fächerübergreifend aus. Dazu gehört u.a. das Projekt „U4Impact – Das Programm für unternehmerische Zukunftsmacher*innen“. Unter einem Dach gebündelt – gemeinsam mit intensivierter Forschung zum Thema „Gründen“– finden sich diese Angebote seit Dezember 2020 im Institut für Entrepreneurship und Innovation. All dies macht deutlich, dass es der UBT ernst ist mit der „Entrepreneurship Education“.

Der Begriff „Entrepreneurship Education“ benennt die Vermittlung von Kompetenzen, die das unternehmerische Denken und selbstständige Handeln fördern. Kompetenzen, die in der Arbeitswelt immer wichtiger werden.

Zu diesen „Entrepreneurial Skills“ zählen kreatives und visionäres sowie ökonomisches Denken, aber auch die Fähigkeit, Ressourcen zu mobilisieren und sich und andere zu motivieren. Darüber hinaus geht es auch um Kompetenzen in Teamführung, Urteilsvermögen oder problemlösungsorientiertes Handeln. Um diese Zukunftskompetenzen wirkungsvoll an alle Forschende, Studierende und Nachwuchswissenschaftler*innen zu vermitteln, muss die Ausbildung unternehmerischer Kompetenzen strukturell als Querschnittsthema im Curriculum verankert werden.

Das ist in Bayreuth der Fall. Als GründerUni ist die Universität Bayreuth mit ihrem Institut für Entrepreneurship & Innovation sowie vier Professuren im Bereich Entrepreneurship bereits mit einem vielfältigen Angebot an freien Veranstaltungen und curricularen Lehrveranstaltungen in der Vermittlung von unternehmerischen Kompetenzen inhaltlich und strukturell bestens aufgestellt. Prof. Dr. Jakob, Juniorprofessorin für Social Entrepreneurship, war beteiligt an der Erarbeitung der „Entrepreneurial Skills Charta“. Sie sagt: „Um unternehmerische Kompetenzen zu vermitteln, brauchen wir Lehrformate, die Mitglieder aller Fakultäten ansprechen. Dabei geht es nicht nur darum, Strukturen zu schaffen, die zum Beispiel die Anrechenbarkeit in allen Fakultäten ermöglicht, sondern auch Teilnehmende aus allen Fachbereichen abzuholen – Unternehmertum sozusagen als Thema für alle, statt nur als Thema für BWLer*innen zu positionieren.“

Petra Beermann

Dr. Petra Beermann

Direktorin für Transfer und Innovation des Instituts für Entrepreneurship & Innovation der Universität Bayreuth

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Anja-Maria MeisterPressesprecherin Universität Bayreuth

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