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Ehrungen für herausragende Leistungen an der Universität Bayreuth

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Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 145/2019 vom 15. November 2019

Nachhaltigkeit, Digitalität, Frauenförderung, besondere Abschlussarbeiten: Jährlich ehren Stadt, Universitätsverein, Internationaler Club und Universität außergewöhnliche Leistungen von Hochschulmitgliedern. Beim President’s Dinner am 14. November 2019 wurden zwölf ganz besondere Preisträgerinnen und Preisträger in edlem Rahmen gewürdigt.

Ehrungen für herausragende Leistungen an der Universität Bayreuth



Eine Übersicht der Preisträgerinnen und Preisträger:



Preisträger Dr. des. Alexander Brödner mit Prof. Dr. Leible (li.) und Marius Hörst (re.) iconZoomOverlay

Universitätspreis für herausragende Lehre „Goldener Rabe“ für Dr. des. Alexander Brödner

Wenn man Studierende auf einen Dozenten anspricht und diese ins Schwärmen geraten, dann ist er ganz sicher ein Kandidat für den „Goldenen Raben“, den Universitätspreis für herausragende Lehre. So jemand ist Dr.des. Alexander Brödner. Ab 2008 studierte er als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes Physik und Philosophie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, verbrachte ein Auslandsjahr an der Staatlichen Lomonossov-Universität in Moskau und schloss 2011 an der FU Berlin ab. Dort folgte ein Master of Arts in Philosophie, 2019 die Promotion. Seit Oktober 2018 arbeitet Brödner als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Sozialphilosophie der Universität Bayreuth, wo er zum Januar 2019 die Lehrvertretung für Prof. Dr. Niels Gottschalk-Mazouz übernommen hat. Ein Beispiel für Brödners Verständnis von Lehre: Das Seminar „Sozialphilosophische Positionen zum Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft“ findet nicht auf dem Campus sondern in einer gemeinsamen Unterkunft statt, um den Austausch intensiver zu machen. Der Dozent sieht sich dabei „mehr in einer Art Moderatorrolle“. „Einerseits bringt er Erfahrung mit, andererseits lässt er seine Studierenden auch erfahren, wie man Philosophie hautnah miterleben kann“, heißt es in der Laudatio.

Preisträger Markus Klar mit Horst Eggers (li.) und Prof. Dr. Leible (re.) iconZoomOverlay

Nachhaltigkeitspreis der Universität Bayreuth für Markus Klar

Markus Klar (M.Sc. Mathematik) ist erster Träger des Nachhaltigkeitspreises der Universität Bayreuth. Universität Bayreuth, Green Campus und der Universitätsverein haben den Preis dieses Jahr ins Leben gerufen, um ihn von nun an – finanziert vom Universitätsverein – jährlich zu vergeben. Diesen Preis erhalten Studierende, die sich in ihrer Forschung an den Zielen für eine nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen orientieren und sich theoretisch oder praktisch mit der Sicherung einer nachhaltigen ökologischen Entwicklung befassen. Ausschlaggebend für die Auswahl von Markus Klar, dessen Abschlussarbeit „prädiktive Regelungen von Smart-Grids zur Reduktion von Spannungsschwankungen im Stromnetz“ behandelt, war die Kombination aus wissenschaftlicher Innovation mit praxisrelevanter Umsetzbarkeit im Zuge der Energiewende. Mithilfe seines Ansatzes können die Laderaten für jeden Haushalt mit Stromspeicher so optimiert werden, dass die Spannungsschwankungen im Gesamtnetz minimal werden. Zudem trägt er dazu bei, dass ein hochaktuelles Thema, nämlich die steigende Anzahl an Elektroautos und deren Folgen für das Stromnetz, mit einem konkreten Lösungsvorschlag erforscht wird, so die Gutachter.

Preisträgerin Nkitta Adjirakor mit Dr. Markus Zanner und Prof. Dr. Leible iconZoomOverlay

DAAD-Preis 2019 für Nikitta Dede Abena Adjirakor

Der DAAD-Preis wird an ausländische Studierende verliehen, die mit hervorragenden Leistungen in Bayreuth studieren und einen wesentlichen Beitrag zum interkulturellen Dialog leisten. Nikitta Dede Abena Adjirakor (*1992 in Accra, Ghana), seit April 2017 an der Bayreuth lnternational Graduate School of African Studies (BIGSAS), ist die diesjährige DAAD-Preisträgerin. Zuvor hat sie ihren Master in Afrikanistik ebenfalls an der Universität Bayreuth erworben. Seit 2016 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt zu Dichtung als ästhetischer Praxis in Tansania und Madagaskar. Neben ihrer Promotion widmet sich Adjirakor zahlreichen kreativen und zum Teil sozialen Projekten rund um Themen wie reproduktive Gesundheit und Aufklärung oder Mehrsprachigkeit. Sie ist Gründerin des „Ghanaian Language Literature Festival and Short Story Prize“ und selbst als Autorin tätig. Großen Erfolg hatte Adjirakor jüngst beim Colorado lnternational Activism Film Festival, wo ihr Film „A Thousand Needles“ einen ersten Preis gewann.

Preisträgerin Cristina Martínez Mesas mit Prof. Dr. Huber (li.) und Prof. Dr. Leible (re.) iconZoomOverlay

Bayreuther Universitätspreis für digital unterstützte Lehre für Cristina Martínez Mesas

Cristina Martínez Mesas wird 2019 für ihre Lehrveranstaltung „Spanisch Grundkurs 1“ mit dem Bayreuther Universitätspreis für digital unterstützte Lehre ausgezeichnet. Sie hat ein neues E-Learning-Angebot aufgebaut, das seit dem Wintersemester 2018/19 für alle Grundkurse „Spanisch 1“ genutzt wird. Das Feedback der Studierenden ist hinsichtlich der Strukturierung bzw. Organisation als auch des Lernerfolges sehr positiv. Mesas hat zwischen 1992 und 1996 an der Universitat Autònoma de Barcelona ein Übersetzer- und Dolmetscherstudium absolviert. Nach verschiedenen Hochschulkursen erlangte sie 2005 das European Certificate in Language Teaching to Adults des Bayerischen Volkshochschulverbandes, 2009 schloss sie ein Masterstudium in Spanisch als Fremdsprache an der Universitat Rovira i Virgil (Tarragona, Spanien) ab. Außerdem hat sie ein Zertifikat zur Ausbildung von E-Tutoren der LMU und das Zertifikat Hochschullehre der Universität Bayreuth zur Förderung von Lehr-Lernprozessen mit digitalen Ressourcen. Seit 2009 ist sie Lektorin für Spanisch am Sprachenzentrum der Universität Bayreuth.

Preisträgerin Dr. Sahar Salehi mit Mavie Schäfer (li.), Susanne Höllbacher (re.) und Prof. Dr. Leible iconZoomOverlay

Preis des Internationalen Clubs für Dr. Sahar Salehi

Der Internationale Club will zur Integration ausländischer Wissenschaftler an der Universität Bayreuth und ihrer Familien beitragen. Mit dem Preis des Clubs wird eine Persönlichkeit gewürdigt, die diese Ziele lebt. Dr. Sahar Salehi, Nachwuchsgruppenleiterin im Fiberlab der Universität Bayreuth, wo sie seit kurzem habilitiert und arbeitet, erhält heuer diesen Preis. Sie ist „eine starke und vielversprechende Nachwuchswissenschaftlerin, die zu den Top 1 Prozent ihrer Altersgruppe gehört“, heißt es in der Laudatio zum Preis. Salehi hat an der Isfahan Universität für Technologie im Iran studiert und wurde dort als beste Studentin ihres Jahrganges ausgezeichnet; 2013 promovierte sie im Fachbereich Biomaterialien. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter mehrere Reise- und Auslandsstipendien. Nach der Promotion arbeitete sie an der Tohoku Universität in Japan und kam 2015 unter die Finalisten der Falling Wall Lab-Konferenz in Berlin. Salehi ist erfolgreich beim Einwerben von Forschungsmitteln, bei Forschungskooperationen und der Forschungsvernetzung in Richtung Iran und Australien, darüber hinaus mit Veröffentlichungen. Bereits jetzt wird sie regelmäßig zu Vorträgen eingeladen und nimmt an zahlreichen nationalen und internationalen Konferenzen teil. Sie ist Gutachterin mehrerer führender Fachzeitschriften. Neben ihrer Forschung beteiligt sie sich aktiv an der Lehre und Betreuung von Studierenden sowie an einem Mentoring-Programm für MINT-Schülerinnen. Außerdem arbeitet sie ehrenamtlich und bietet eine zweisprachige Tour (Deutsch, Persisch) im Kunstmuseum Bayreuth an.

Von links: Benedikt Stegmayer mit den Preisträgern Dr. Felix Ruppert, Dr. Katharina Ptack, Dr. Ing. Jörg Exner und Präsident Prof. Dr. Leible iconZoomOverlay

Preise der Stadt Bayreuth für Dr. Katharina Ptack, Dr.-Ing. Jörg Exner und Dr. Felix Ruppert

Die Preise der Stadt Bayreuth werden jährlich an maximal drei Kandidaten aus unterschiedlichen Fakultäten der Universität Bayreuth für herausragende Dissertationen vergeben. Dies waren heuer:

Dr. Katharina Ptack für ihre mit summa cum laude ausgezeichnete Dissertation „Eine Interventionsstudie zum Thema Gesundheit im Sportunterricht – Evaluation eines kooperativen Planungsprozesses in der Health.edu-Studie“. Sie befasste sich mit einem Thema, “das in der heutigen Zeit von unmittelbarer praktischer Relevanz ist”, so Kulturreferent Benedikt Stegmayer, der in Vertretung der Oberbürgermeisterin der Stadt Bayreuth, Brigitte Merk-Erbe, die Ehrungen vornahm. Ptack hat die Möglichkeiten und Chancen einer gesundheitsorientierten Ausbildung von Schülerinnen und Schülern im Sportunterricht ausgelotet und Maßnahmen für das didaktische Handeln der Lehrkräfte erarbeitet. Damit setzte sie “einen Meilenstein für die Sportpädagogik und die Gesundheitswissenschaften”.

Dr.-Ing. Jörg Exner, der am Lehrstuhl Funktionsmaterialien mit der Note „summa cum laude“ promovierte hat. Er hat mit seiner Dissertation „Aerosolbasierte Kaltabscheidung von Funktionskeramiken für neuartige Anwendungen im Bereich der Sensorik und Energiewandlung“ Meilensteine der Materialforschung mit einem „enormen und unmittelbaren industriellen Impact” gesetzt, so Stegmayer. Darüber hinaus würdigte sie die herausragende fachliche Kompetenz Exners, die sich in wissenschaftlicher Präsenz auf den wichtigsten internationalen Fachkonferenzen, Publikationen und Patentschriften spiegle.

Dr. Felix Ruppert wurde für seine summa-cum-laude-Dissertation „Die Sozialadäquanz im Strafrecht. Rechtsfigur oder Mythos“ ausgezeichnet. Sozialadäquanz wirkt sich in den Fällen aus, in denen die äußerlichen Merkmale eines Straftatbestandes erfüllt sind, aber die Tat in der vorherrschenden gesellschaftlichen Ordnung als nicht unrechtes Verhalten wahrgenommen wird. Die Deutungshoheit liegt in diesem Fall bei den Gerichten, und eine einheitliche Begründung der Sozialadäquanz lag bisher nicht vor. Dieser Aufgabe hat sich Felix Ruppert in seiner Promotion angenommen und dabei eine praktikable Lösung entwickelt. Die Veröffentlichung seiner Arbeit in renommierten strafrechtlichen Schriftenreihen belegt ihre wissenschaftliche Bedeutung.

Preisträgerin Professorin Dr. Johanna Pausch mit Horst Eggers (li.) und Prof. Dr. Leible iconZoomOverlay

Wissenschaftspreis des Universitätsvereins für Prof. Dr. Johanna Pausch

Der Wissenschaftspreis des Universitätsvereins für herausragende akademische Leistungen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an der Universität Bayreuth geht an Prof. Dr. Johanna Pausch. Sie studierte Geoökologie an der Universität Bayreuth und schloss ihre Promotion 2012 ebenfalls in Bayreuth mit Auszeichnung ab. Zunächst arbeitete sie als wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Bodenkunde an der Georg-August-Universität in Göttingen. Bei Auslandsaufenthalten in Russland, Australien, Großbritannien, den USA und China sammelte sie wertvolle Erfahrungen und knüpfte ein weit gespanntes Netzwerk für ihre Forschungsaktivitäten. Seit ihrer Berufung auf die Junior-Professur für Agrarökologie (Tenure Track) an der Universität Bayreuth im Jahr 2017 ist es Pausch gelungen, eine beachtliche Arbeitsgruppe mit Schwerpunkt auf der Rhizosphärenforschung an der Universität Bayreuth aufzubauen, Mittel für eine Reihe von Forschungsprojekten einzuwerben und neue Forschungsinitiativen im Bayreuther Zentrum für Ökologie und Umweltforschung (BayCEER) auf den Weg zu bringen. Auch ihre Publikationsleistung ist äußerst beachtlich, und in der Lehre bringt sie sich ebenfalls überaus ambitioniert ein.

Prof. Dr. Huber und Prof. Dr. Leible (li.) mit den Stellvertretern der Fakultäten iconZoomOverlay

Preis zur Frauenförderung

2019 geht der Preis zur Frauenförderung in der Kategorie „Abgeschlossene Promotionen“ an die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät sowie an die Sprach- und Literaturwissenschaftliche Fakultät, dotiert mit je 5.000 Euro. Die Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften erhält in der Kategorie „Erfolgreiche Qualifizierung zur Professur“ und in der Kategorie „Professoraler Frauenanteil“ 20.000 und 40.000 Euro. Seit 2014 verleiht die Universität Bayreuth den Preis zur Frauenförderung an die Fakultäten. Grundlage dafür sind die Zielvereinbarungen der Hochschul-leitung mit den Fakultäten zur Umsetzung der Chancengleichheit. Für die Laufzeit von fünf Jahren haben die Fakultäten in den Zielvereinbarungen konkrete Kennzahlen zur Steigerung der Frauenanteile bei Berufungen, Habilitationen und Promotionen festgelegt. Ferner wurden Maßnahmen vereinbart, die im Zeitraum der Zielvereinbarungen umgesetzt werden sollen. Als Anreiz für die Fakultäten, ihre Ziele zu erreichen, lobt die Universität jährlich den Preis zur Frauenförderung in Höhe von insgesamt 70.000 Euro aus.

Alle Fotos: Peter Kolb/Uni Bayreuth

Weitere Impressionen von der Veranstaltung gibt es hier:
www.uni-bayreuth.de/de/universitaet/presse/images/2019/presidents-dinner-2019


Kontakt und Organisation:

Angela Danner
Leitung Corporate Identity
Stabsabteilung Presse, Marketing, Kommunikation – Corporate Identity
Universität Bayreuth
Universitätsstraße 30 / ZUV
95447 Bayreuth
Telefon: 0921 / 55-5323
E-Mail: angela.danner@uni-bayreuth.de
www.uni-bayreuth.de/de/universitaet/organisation/stabstellen/marketing-kommunikation



Redaktion:

Anja-Maria Meister
Pressesprecherin
Universität Bayreuth
Universitätsstraße 30 / ZUV
95447 Bayreuth
Telefon: +49 (0)921 / 55-5300 oder -5324
E-Mail: pressestelle@uni-bayreuth.de; anja.meister@uni-bayreuth.de
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