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Neue Bayreuther Nachwuchswissenschaftlergruppe forscht zu Mensch-Computer-Interaktion und Künstlicher Intelligenz

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Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 109/2019 vom 09. September 2019

Zuwachs für die Bayreuther Informatik: Am 1. September 2019 hat eine neue unabhängige Nachwuchsforschungsgruppe zum Thema ‚Mensch-Computer-Interaktion und Künstliche Intelligenz‘ ihre Arbeit aufgenommen. Das Zentrum Digitalisierung Bayern (ZD.B) fördert die Gruppe, die von Medieninformatiker Dr. Daniel Buschek geleitet wird.


Neue Bayreuther Nachwuchswissenschaftlergruppe forscht zu Mensch-Computer-Interaktion und Künstlicher Intelligenz

Viele intelligente Systeme sind heute nur sehr bedingt interaktiv. Oft zwingen sie Menschen in eine passive Konsumentenrolle (z.B. durch Vorschläge, die man nur annehmen kann oder eben nicht) oder zielen darauf ab, menschliche Einflussnahme ganz zu ersetzen. Die neue Nachwuchsforschungsgruppe an der Universität Bayreuth verfolgt hier die gegensätzliche Vision – auf den Punkt gebracht durch die Metapher vom Werkzeug: Anwender führen in aktiver Rolle intelligente Systeme als digitale Werkzeuge, welche Menschen nicht ersetzen, sondern diese befähigen, Aufgaben effizienter und effektiver bewältigen zu können.

Der Leiter der neuen Bayreuther Nachwuchsforschungsgruppe, Dr. Daniel Buschek, nennt hierzu ein Beispiel aus dem Alltag: „Wie müsste eine intelligente E-Mail-App aussehen, die nicht nur Wörter vorschlägt oder ungefragt korrigiert, sondern mich wirklich beim effizienten Verfassen von klaren Texten unterstützt?“ Die Universität Bayreuth, so Buschek, biete eine spannende Themenlandschaft mit vielen Anknüpfungspunkten für solche Forschung, die im Spektrum zwischen Mensch-Computer-Interaktion und intelligenten Systemen angesiedelt ist. „Ich freue mich darauf, mit dem Forschungsprojekt, das vom Zentrum Digitalisierung Bayern gefördert wird, zu diesen Themen beitragen zu können.“

Forschung zu Interaktiven Intelligenten Systemen

Für die Leitung des neuen Forschungsprojektes wechselte Dr. Daniel Buschek von der LMU München an die Universität Bayreuth. An der LMU hatte Buschek Medieninformatik studiert und promoviert sowie Forschungsaufenthalte an der University of Glasgow und der Aalto University in Helsinki absolviert. Dabei entwickelte Buschek intelligente Nutzerschnittstellen für mobile Geräte, die von den Verhaltensweisen des Nutzers lernen und sich daran anpassen. So können bspw. Eingabefehler wie Vertippen auf Smartphones reduziert werden, indem individuelle Charakteristika der Fingerplatzierung bei der Touch-Eingabe berücksichtigt werden. Buscheks Forschung ist auf den wichtigsten internationalen Fachkonferenzen und Journalen publiziert und mehrfach ausgezeichnet worden.

Zu seinem Hintergrund und der neuen Gruppe sagt der 31jährige Wissenschaftler: „Meine Forschung wirkt an der Schnittstelle zwischen Mensch-Computer-Interaktion und computer- und datengestützten Methoden, wie Maschinellem Lernen und Künstliche Intelligenz, kurz KI. Auf der einen Seite geht es darum, neue Interaktionstechniken und Nutzerschnittstellen für intelligente Systeme zu schaffen. Umgekehrt können solche Systeme und damit verbundene Modelle menschlichen Verhaltens genutzt werden, um Nutzerschnittstellen zu optimieren. In diese beiden Richtungen wirkt auch das neue Bayreuther Forschungsprojekt.“

Das Zentrum Digitalisierung.Bayern (ZD.B)

…ist eine deutschlandweit einzigartige Forschungs-, Kooperations- und Gründungsplattform, die als Impulsgeber in Zusammenarbeit mit Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und öffentlichen Maßnahmen wirkt. Das ZD.B unterstützt und koordiniert zahlreiche bayernweite Maßnahmen, insbesondere

  • 20 Professuren – zehn an HAWs und zehn an Universitäten
  • zehn Innovationslabore für Studierende an Hochschulen
  • zwölf Themenplattformen für Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen
  • Doktorandenprogramm für Promovierende an Hochschulen
  • Förderung der Entrepreneurship-Ausbildung an elf bayerischen Hochschulen
  • Zehn Nachwuchsforschergruppen an HAWs und Universitäten

Herausragenden und ambitionierten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern ermöglicht das ZD.B, eine unabhängige Forschungsgruppe zu einem innovativen Forschungsschwerpunkt mit hoher Anwendungsrelevanz aufzubauen und anzuleiten. Dies soll Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern nach ihrer Promotion die Möglichkeit bieten, für die Digitalisierung relevante Themen selbstständig und unabhängig voranzutreiben und in der Lehre zu vertreten. Von der so zusätzlich entstehenden Forschungskompetenz profitieren Hochschulen, Studierende, Gesellschaft und Wirtschaft. Die ZD.B Nachwuchsforschungsgruppen werden über eine Laufzeit von fünf Jahren jeweils mit bis zu 250.000 Euro pro Jahr gefördert.


Kontakt:

Dr. Daniel Buschek
Universität Bayreuth
Universitätsstraße 30 / AI
95447 Bayreuth
Telefon (c/o Sekretariat Nadine Rexfort): 0921 / 55-7770
E-Mail: daniel.buschek@uni-bayreuth.de

Dr. Holger Wittges
Zentrum Digitalisierung Bayern (ZD.B)
Lichtenbergstraße 8
85748 Garching
Telefon: 089 / 248807-100
E-Mail: nachwuchsforschung@zd-b.de
https://zentrum-digitalisierung.bayern



Redaktion:

Brigitte Kohlberg
Stv. Pressesprecherin – Hochschulkommunikation
Marketing Communications
Stabsabteilung Presse, Marketing und Kommunikation
Universität Bayreuth
Universitätsstraße 30 / ZUV
95447 Bayreuth
Telefon: 0921 / 55-5357 oder -5324
E-Mail: pressestelle@uni-bayreuth.de
www.uni-bayreuth.de/de/universitaet/presse
 

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