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Stiftungsprofessur für das Recht der Familienunternehmen mit Prof. Dr. Marco Staake besetzt

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Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 065/2019 vom 29.05.2019

Seit dem 1. Mai 2019 hat Prof. Dr. Marco Staake an der Rechts- und Wirtschaftswissenschaft-lichen Fakultät die ‚Stiftungsprofessur für das Recht der Familienunternehmen‘ inne. Die Professur wurde mit Unterstützung der gemeinnützigen Stiftung Familienunternehmen eingerichtet. Damit wird die wissenschaftliche Kompetenz der Universität Bayreuth im Bereich Familienunternehmen erweitert – die in Bayern einzigartig, aber auch deutschlandweit noch nicht weit verbreitet ist.

Familienunternehmen sind die vorherrschende Unternehmensform in Deutschland und haben eine enorme volkswirtschaftliche Bedeutung. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag bei der Schaffung und dem Erhalt von Arbeitsplätzen sowie zur Ausbildung. In der akademischen Forschung und Lehre wurde diese Unternehmensform bisher allerdings nicht hinreichend berücksichtigt. Diesem Defizit will die gemeinnützige Stiftung Familienunternehmen entgegenwirken und hat an der Universität Bayreuth eine auf sechs Jahre befristete Professur für das Recht der Familienunternehmen eingerichtet. „Wir freuen uns, dass es gelungen ist, mit Prof. Dr. Marco Staake einen profilierten Juristen zu gewinnen, der insbesondere Expertise im Gesellschaftsrecht, Bilanzrecht und Unternehmensbewertungsrecht vorweisen kann“, sagt Prof. Rainer Kirchdörfer, Vorsitzender des Wissenschaftichen Beirats und Vorstand der Stiftung Familienunternehmen.

Aufgaben der Stiftungsprofessur

Seit dem 1. Mai 2019 hat Prof. Dr. Marco Staake die Stiftungsprofessur für das Recht der Familienunternehmen inne. Als Schnittstellenthematik sei das Recht der Familienunternehmen eine besondere Herausforderung, so der Wissenschaftler, da nicht einzelne Rechtsformen oder spezielle Rechtsgebiete betrachtet würden, sondern vielmehr die Familienunternehmen in ihren realen Erscheinungsformen im Mittelpunkt stünden. „Die Fragestellungen der Stiftungsprofessur sind daher mannigfaltig und betreffen verschiedene Rechtsgebiete, die aber nicht losgelöst voneinander stehen, sondern ineinandergreifen“, erläutert Staake. „Meine Aufgabe ist es dabei auch, eine Vermittlerrolle einzunehmen und die gerade an der Universität Bayreuth bereits vorhandenen Kompetenzen zu bündeln und so für Familienunternehmen und ihre spezifischen Probleme fruchtbar zu machen. In Oberfranken spielen Familienunternehmen eine besondere Rolle. Hier gilt es, die Universität Bayreuth weiterhin als Ansprechpartner für Unternehmen zu etablieren und darüber hinaus, ihr überregionales Profil zu stärken.

Forschung: Mehrwert generieren durch engen und regen Kontakt zu Familienunternehmen

Die bereits in der Forschungsstelle für Familienunternehmen (FoFamU) geknüpften Beziehungen zu regionalen Familienunternehmen will Staake nutzen, um Wissenschaft und Praxis zusammenzuführen. Auch mit der Stifterin der Professur, der Stiftung Familienunternehmen, will Staake in einen regen fachlichen Austausch treten. „Von einem engen und regen Kontakt zur Praxis erhoffe ich mir wichtige Impulse für meine Forschung. Denn diese soll schließlich nicht im akademischen Elfenbeinturm stattfinden, sondern einen praktischen Mehrwert generieren.“ Hierzu sei es erforderlich, in einem ersten Schritt die in der Praxis relevanten Fragestellungen herauszuarbeiten, um diese dann in einem zweiten wissenschaftlich unabhängig zu beantworten. „Besonders am Herzen liegt mir aber auch die Lehrtätigkeit“, erklärt der Wissenschaftler. „Ich möchte den examensrelevanten Stoff nicht nur vermitteln, sondern will ihn so vermitteln, dass die Studierenden die Vorlesungen und Seminare gerne besuchen und dabei ein Verständnis für rechtliche Fragestellungen und Probleme entwickeln.“

Prof. Dr. Marco Staake, Inhaber der Stiftungsprofessur für das Recht der Familienunternehmen

Staake (geb. 1978) studierte Rechtswissenschaft an der Universität Leipzig. Nach Stationen als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht-, Handels-, Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht an der Leipziger Juristischen Fakultät, als Referendar u.a. beim Bundesjustizministerium sowie als Mitarbeiter bei der KPMG wurde Staake 2009 promoviert. Nach der Zweiten Juristischen Staatsprüfung war Staake als Akademischer Rat erneut an der Leipziger Juristenfakultät tätig und verfasste Lehrbücher zum Recht der Gesetzlichen Schuldverhältnisse sowie zum Kapitalgesellschaftsrecht. Seine Habilitationsschrift ‚Werte und Normen‘ wurde 2016 angenommen und 2018 veröffentlicht.

Seit 2015 hatte Staake Lehrstuhlvertretungen an verschiedenen Universitäten – darunter auch die Universität Bayreuth – inne. Seit dem 1. Mai 2019 ist Staake Inhaber der neuen Stiftungsprofessur für das Recht der Familienunternehmen an der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bayreuth. Staake hat die Lehrbefugnis für Bürgerliches Recht, Gesellschafts- und Unternehmensrecht, Rechtstheorie und Rechtsphilosophie. Auf diesen Gebieten liegen auch seine Forschungsschwerpunkte. Als Inhaber der Professur möchte Staake seinen wissenschaftlichen Fokus auf die Rechtsfragen insbesondere bei Familienunternehmen richten. Daher wird er sich verstärkt dem Familien- und Erbrecht, dem Bilanzrecht und der Problematik der Unternehmensbewertung widmen.

Kontakt:

Prof. Dr. Marco Staake
Inhaber der Stiftungsprofessur für das Recht der Familienunternehmen
Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Universität Bayreuth, Universitätsstraße 30 / B9, 95447 Bayreuth
Telefon: 0178 / 196 28 63
E-Mail: marco.staake@uni-bayreuth.de
https://fofamu.de; www.jura.uni-bayreuth.de

Förderung von wissenschaftlichen Einrichtungen durch die Stiftung Familienunternehmen:

www.familienunternehmen.de/de/wissenschaftliche-arbeit-und-foerderung/wissenschaftliche-einrichtungen


Redaktion:

Brigitte Kohlberg
Stabsabteilung Presse, Marketing und Kommunikation
Universität Bayreuth
Universitätsstraße 30 / ZUV
95447 Bayreuth
Telefon: +49 (0)921 / 55-5357
E-Mail: brigitte.kohlberg@uni-bayreuth.de

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