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Bayreuther Stadtgespräch am 13.03.2019: Kommt kein Vogel geflogen – eine kurze Kultur- und Naturgeschichte der Vögel

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Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 023/2019 vom 06. März 2019

Unsere Vögel haben eine große Bedeutung für ein funktionierendes Ökosystem: Sie verbreiten Pflanzensamen und halten Populationen von solchen Insekten und Kleintieren, die Nutzpflanzen schädigen, unter Kontrolle. Die gefährlichste Epoche für unsere Vögel ist genau jetzt, denn dramatische Veränderungen in der Landnutzung haben trotz Bemühungen im Naturschutz zu einem Artensterben bei Insekten – und als Folge davon auch bei Vögeln – von beunruhigenden Ausmaßen geführt. Der Vortrag von Prof. Dr. Gerrit Begemann, Inhaber der Professur für Entwicklungsbiologie an der Universität Bayreuth, beleuchtet das Problem und erläutert, was jetzt zu tun ist.



Thema:



Kommt kein Vogel geflogen – eine kurze Kultur- und Naturgeschichte der Vögel

Referent:

Prof. Dr. Gerrit Begemann, Professor für Entwicklungsbiologie an der Universität Bayreuth

Termin:Mittwoch, 13. März 2019, 18 Uhr
Zeit:18 Uhr
Ort:

Iwalewahaus, Ecke Wölfelstraße / Münzgasse, in 95444 Bayreuth

Interessierte Bürger sind herzlich ins Iwalewahaus eingeladen! Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Rotkehlchen

Zum Vortrag

Vögel haben unsere Kultur immer schon geprägt, in Kinderliedern, in der Literatur oder über ihren Gesang, von dem etliche Komponisten inspiriert wurden. Vor dem 20. Jahrhundert machte man selber Musik – oder man hielt Singvögel in einem Käfig. Beliebt war die Nachtigall, denn sie hat das größte Repertoire an Strophen und eine klare Stimme. Weil aber Erfolge bei der Zucht gefangener Nachtigallen ausblieben, wurde der Kanarienvogel zum unangefochtenen Helden im Sängerwettstreit. Vögel sind aber auch beliebte Jagdobjekte. Das Fangen von Singvögeln für den eigenen Verzehr war noch bis ins 19. Jahrhundert in Deutschland weit verbreitet und diese Tradition hält sich, Verboten zum Trotz, bis heute in der Bevölkerung einiger Mittelmeerländer.

Die gefährlichste Epoche für unsere Vögel ist aber genau jetzt, denn dramatische Veränderungen in der Landnutzung der letzten 25 Jahre haben trotz wohlmeinender Bemühungen im Naturschutz zu einem Artensterben bei Insekten – und als Folge davon auch bei Vögeln – von beunruhigenden Ausmaßen geführt. Für ein funktionierendes Ökosystem aber sind unsere Vögel von großer Bedeutung: Sie verbreiten Pflanzensamen und sie halten Populationen von solchen Insekten und Kleintieren, die Nutzpflanzen schädigen, unter Kontrolle. Wir Menschen können Einiges unternehmen, um Vögel und Insekten zu unterstützen. Dieser Vortrag beleuchtet das Problem und gibt Hinweise, was zu tun ist.

Prof. Dr. Gerrit Begemann

Zum Referenten

Prof. Dr. Gerrit Begemann studierte von 1985 bis 1991 Biologie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg; hier wurde er 1995 auch promoviert. Nach Stationen als Postdoc am Imperial Cancer Research Fund in London und an der University of Sheffield (beides UK) arbeitete Begemann als Wissenschaftlicher Angestellter bzw. Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Zoologie und Evolutionsbiologie im Fachbereich Biologie der Universität Konstanz. 2006 wurde er habilitiert und die Venia Legendi (Lehrberechtigung) für Genetik und Zoologie an der Universität Konstanz erteilt. Anschließend übernahm er dort die Vertretung der Professur für Zoologie und Evolutionsbiologie und wirkte als Arbeitsgruppenleiter, gefördert durch das Exzellenzprogramm der Universität Konstanz. Seit 2012 hat Begemann die Professur für Entwicklungsbiologie an der Universität Bayreuth inne.

Begemann hat 2011 den Lehrpreis der Fachschaft Biologie und 2012 den Lehrpreis der Universität Konstanz von Studierenden erhalten. Auch an der Universität Bayreuth wurde Begemann in den Jahren 2015 und 2018 für hervorragende Lehre mit der Goldenen Kreide der Fachschaft Biologie, Chemie und Geowissenschaften ausgezeichnet.

Iwalewahaus

Die Bayreuther Stadtgespräche...

bringen seit Juli 2014 den Bürgern von Stadt und Region wissenschaftliche Themen allgemein verständlich aufbereitet näher. Im Rahmen der monatlichen Veranstaltungsreihe werden abwechselnd ein oder mehrere Referenten der Universität Bayreuth, anderer Universitäten oder Institute sowie aus der (Hochschul-)Politik eingeladen.

Die Bayreuther Stadtgespräche stehen unter der gemeinsamen Schirmherrschaft des Universitätspräsidenten sowie des Universitätsvereins Bayreuth e.V. und werden in Zusammenarbeit mit dem Universitäts-Forum Bayreuth, dem Kollegium Bayreuther Universitätsprofessoren (i.R.), veranstaltet.

Die Vorträge finden i.d.R. jeweils am ersten Mittwoch im Monat ab 18 Uhr im Iwalewahaus der Universität Bayreuth, Ecke Wölfelstraße / Münzgasse, in 95444 Bayreuth statt. Interessierte Bürger sind herzlich eingeladen! Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Das nächste Stadtgespräch…

findet am Mittwoch, 3. April 2019, zum Thema ‚Die Welt im Kleinen. Alexander von Humboldts Wirken im Bayreuther Raum‘ statt. Der Referent ist Adrian Roßner, seit 2017 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Englischen Fachdidaktik (Qualitätsoffensive Lehrerbildung) und der Englischen Sprachwissenschaft an der Universität Bayreuth.


Kontakt/Organisation der Bayreuther Stadtgespräche:

Angela Danner
Leitung Corporate Identity
Stabsabteilung Presse, Marketing, Kommunikation – Corporate Identity
Universität Bayreuth
Universitätsstraße 30 / ZUV
95447 Bayreuth
Telefon: 0921 / 55-5323
E-Mail: angela.danner@uni-bayreuth.de
www.stadtgespraeche.uni-bayreuth.de



Redaktion:

Brigitte Kohlberg
Stv. Pressesprecherin – Hochschulkommunikation
Marketing Communications
Stabsabteilung Presse, Marketing und Kommunikation
Universität Bayreuth
Universitätsstraße 30 / ZUV
95447 Bayreuth
Telefon: 0921 / 55-5357 oder -5324
E-Mail: pressestelle@uni-bayreuth.de
www.uni-bayreuth.de/de/universitaet/presse
 

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