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Startschuss für den Medizincampus Oberfranken - Nach Kabinettsbeschluss kann das Projekt für eine bessere medizinische Versorgung jetzt beginnen

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Prof. Dr. Stefan Leible, Präsident der Universität Bayreuth. iconZoomOverlay

„Mit den Profilprofessuren stärken wir die medizinnahe Forschung an der Universität Bayreuth, bieten den Studierenden des Medizincampus Oberfranken ein forschungsfreundliches Umfeld und intensivieren unsere Forschungszusammenarbeit mit der Universität Erlangen-Nürnberg. Dies hat einen direkten Nutzen für Patientinnen und Patienten aus Oberfranken und weit darüber hinaus“, sagt Prof. Dr. Stefan Leible, Präsident der Universität Bayreuth.

Auch Prof. Dr. Eckard Nagel, Direktor des Instituts für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften der Universität Bayreuth, nimmt mit großer Freude die wichtige Entscheidung der Landesregierung zur Kenntnis. Besondere Chancen sieht er im Ausbau der Allgemeinmedizin einschließlich eines Netzwerks von Lehr- und Forschungspraxen und der zukünftigen Ausrichtung des Curriculums auf die ärztliche Tätigkeit im ländlichen Raum. So stellt das vorgelegte Konzept ein zukunftsweisendes Modell für die Regionalisierung der Ärzteausbildung unter der Verantwortung der Universitätsmedizin dar, was auch die Gutachterinnen und Gutachter besonders betont haben.

Vor den wohl tiefgreifendsten Veränderungen steht die Klinikum Bayreuth GmbH, auch dies lässt sich aus dem Positionspapier der Gutachter herauslesen. Und das nicht nur unter baulichen und infrastrukturellen Gesichtspunkten. Mit 21 habilitierten Ärzten und der Tatsache, dass die Klinikum Bayreuth GmbH seit 1984 Lehrkrankenhaus der FAU ist, sei eine solide Grundlage für eine umfassende Lehre im klinischen Abschnitt gelegt.

Allerdings bestünden noch klinische Lücken, die „sorgfältig und mit hohem akademischen Anspruch geschlossen werden müssen“. Um dies zu gewährleisten, empfiehlt das Gutachten eine weiterhin enge Kooperation zwischen der FAU und der Klinikum Bayreuth GmbH. Laut Prof. Dr. Thomas Rupprecht, dem Ärztlichen Direktor der Klinikum Bayreuth GmbH, können diese Lücken bald geschlossen werden.

Ziel müsse es sein, an der Klinikum Bayreuth GmbH neben der qualitativ hochwertigen Patientenbetreuung eine akademisch geprägte Kultur zu etablieren. Dazu bedarf es auch einer Verankerung der Wissenschaftlichkeit im klinischen Studienabschnitt und des Aufbaus einer eigenen Forschungsinfrastruktur. „Dieses Ziel war einer der Gründe für den Start des Projektes“, so Prof. Dr. Rupprecht und Dr. Joachim Haun, Geschäftsführer der Klinikum Bayreuth GmbH. Dass die Projektpartner dafür ein eigenes Lehr- und Forschungsgebäude vorsehen, werten die Gutachter positiv. Ein bereits in Planung befindliches Ärztehaus wird Raum bieten, bis die beiden Neubauten des Medizincampus fertiggestellt sind.

„Der Medizincampus Oberfranken ist ein großer und wichtiger Fortschritt für unser kommunales Krankenhaus und für unsere gesamte Region“, sagt Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender Hermann Hübner. Die medizinische Qualität werde weiter steigen. Und: Mit bis zu 400 zusätzlichen Studierenden und mehr als 150 neuen Arbeitsplätzen gehöre der Medizincampus zu den bedeutendsten Entwicklungszentren der kommenden Jahre. Die stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats, Bayreuths Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe, sieht die Kabinettsentscheidung auch als Ergebnis des jahrelangen Ringens. Für Bayreuth und die Region ist die Entscheidung der Staatsregierung für dieses Projekt von ungeheuer großem Wert.“

„Die FAU und ihre Medizinische Fakultät bildet seit 275 Jahren Medizinstudierende aus, immer auf Basis der neuesten medizinischen Forschungsergebnisse, viele haben in Ober- und Mittelfranken Abitur gemacht und lassen sich hier nieder“, sagt der Dekan der Medizinischen Fakultät der FAU, Prof. Dr. Jürgen Schüttler. „Es würde mich freuen, wenn sich viele Abiturienten aus der Region bereits für das Wintersemester 2019/20 bei hochschulstart.de für das Medizinstudium Erlangen-Nürnberg/Bayreuth bewerben.“

Zahlen und Fakten zum Medizincampus Oberfranken

  • 2019 Noch in diesem Jahr werden die ersten Medizinstudentinnen und -studenten ihre Ausbildung an der Medizinischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg beginnen.
  • 2021 In zwei Jahren werden die ersten Studierenden in ihre klinische Ausbildung in Bayreuth starten.
  • 2026 In sieben Jahren soll der Vollausbau des Medizincampus Oberfranken erreicht sein. Im Studiengang „Humanmedizin Erlangen-Nürnberg/Bayreuth“ werden dann rund 600 angehende Ärztinnen und Ärzte eingeschrieben sein und rund 400 in Oberfranken studieren.
  • 36 Millionen Euro: Auf diesen Betrag werden sich nach die jährlichen Gesamtkosten für den Medizincampus Oberfranken bei Vollausbau einschließlich der Profilprofessuren der Universität Bayreuth belaufen.

Kontakt:

Christian Wißler
Universität Bayreuth
Stv. Pressesprecher
Telefon: 0921 / 55-5356
E-Mail: christian.wissler@uni-bayreuth.de

Sandra Kurze
FAU
Stv. Leiterin Kommunikation und Presse
Telefon: 09131 / 85-70229
E-Mail: presse@fau.de

Frank Schmälzle
Klinikum Bayreuth GmbH
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0921 / 400-2020
E-Mail: frank.schmaelzle@klinikum-bayreuth.de


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