Lehramt an Realschulen - Fach Deutsch
Studienaufbau und Studienverlauf
Für das Studium des Fachs Deutsch (aller Lehrämter) gibt es keinen verbindlich vorgeschriebenen Studienverlaufsplan. Allerdings legt die Logik des Studienaufbaus bestimmte Empfehlungen nahe:
Grundlagenmodule:
Die Grundlagenmodule der Teilgebiete Sprachwissenschaft und Literaturwissenschaft sollten im 1./2. Semester belegt werden, da sie die Voraussetzung für alle weiteren Module der jeweiligen Teilgebiete sind.
Auch das Grundlagenmodul Fachdidaktik setzt die erfolgreiche Teilnahme am Grundlagenmodul Sprachwissenschaft (für Sprachdidaktik) bzw. dem Einführungsseminar Neuere deutsche Literaturwissenschaft (für Literaturdidaktik) voraus und wird daher entsprechend später belegt, etwa im 3./4. Semester.
Vertiefungsmodule:
Sobald das Grundlagenmodul in einem Teilgebiet absolviert wurde, kann mit dem entsprechenden Vertiefungsmodul begonnen werden. Dabei wird empfohlen, die Vertiefungsmodule der Teilgebiete nicht nacheinander, sondern über mehrere Semester hinweg parallel zu belegen und nach und nach abzuschließen. Auf diese Weise sind im Studium des Fachs Deutsch immer alle Teilgebiete mehr oder weniger präsent. Thematisch besteht hier große Wahlfreiheit (siehe Modulübersicht bzw. Modulhandbuch).
Für die Belegung der Vertiefungsmodule Sprachwissenschaft und Literaturwissenschaft wird das 3.-6. Semester empfohlen, das Vertiefungsmodul Fachdidaktik wird in der Regel ebenfalls bis zum 6. Semester abgeschlossen. Zum studienbegleitenden Schulpraktikum siehe unten: „Wahlpflichtbereich“.
Spezialisierungsmodul:
Das Spezialisierungsmodul wird etwa im 5.-6. Semester belegt, nach Beendigung der entsprechenden Vertiefungsmodule. Unter bestimmten Voraussetzungen (siehe Modulhandbuch) können die Spezialisierungsmodule bereits parallel zu den Vertiefungsmodulen belegt werden.
Examensmodul:
Sinnvollerweise wird das Examensmodul kurz vor dem Examen belegt, also etwa im 7. Semester. Voraussetzungen siehe Modulhandbuch.
Wahlpflichtbereich nach § 22 Abs. 2 Nr. 3f und Nr. 3a LPO 1:
Jeder Studierende hat für das gesamte Studium (beide Fächer und Erziehungswissenschaften) 15 LP zur Verfügung, die er nach individuellen fachlichen Vorlieben erwerben kann, also z.B. in nur einem Fach (oder Teilfach) oder zusammengesetzt aus mehreren (Teil-)Fächern. Hierfür bietet das Fach Deutsch zahlreiche Möglichkeiten (siehe Modulübersicht und Modulhandbuch). Eine zeitliche Festlegung gibt es nicht, der Besuch solcher Veranstaltungen setzt aber in der Regel das jeweilige Vertiefungsmodul voraus, wird also frühestens ab dem 4. Semester empfohlen.
Zum studienbegleitenden Schulpraktikum: Es ist wahlweise im Fach Deutsch oder im Zweitfach zu belegen. Wird es im Fach Deutsch belegt, ist parallel dazu das „Theorie-Praxis-Modul Fachdidaktik“ verpflichtend zu belegen. Voraussetzung ist das Grundlagenmodul Fachdidaktik. Es wird empfohlen, das Theorie-Praxis-Modul frühestens im 4., eher im 5. Semester zu belegen.
Wichtiger Hinweis:
Generell ist darauf zu achten, dass pro Semester insgesamt etwa 30 LP erworben werden (beide Fächer und Erziehungswissenschaften zusammen). Dabei wird nicht zu vermeiden sein, dass mal das eine, mal das andere Fach stärker vertreten sein wird oder dass in einem Semester evtl. nur 26 LP oder 28 LP erworben werden können und der Ausgleich erst in einem darauffolgenden Semester stattfindet. Mit den relativ großen zeitlichen (und thematischen) Spielräumen, die das Fach Deutsch bietet, sollte die Abstimmung auf das jeweilige Zweitfach relativ unproblematisch sein.

University of Bayreuth

