Druckansicht der Internetadresse:

Seite drucken

Innovativ hoch drei: Neue Kooperationen der Uni Bayreuth mit kleinen und mittleren Unternehmen

zurück zu Pressemeldungen


Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 098/2017 vom 28. Juli 2017

Drei neue Projekte im Bereich des Technologietransfers werden die enge Zusammenarbeit der Universität Bayreuth mit kleinen und mittleren Unternehmen weiter intensivieren. Sie werden aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung mit insgesamt rund 1,6 Mio. Euro gefördert und die beteiligten Firmen in die Lage versetzen, neueste digitale Technologien für ihre Produktion und Wertschöpfung einzusetzen. Bayerns Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler überreichte am 27. Juli 2017 gemeinsam mit dem Vizepräsidenten der Regierung von Oberfranken, Thomas Engel, die Förderbescheide.

iconZoomOverlay

Optimale Sandwich-Bauweisen im Leichtbau

Der Leichtbau hat heute eine zentrale Bedeutung für Technologien zur nachhaltigen Energiegewinnung, aber auch für Mobilitätskonzepte, die im Straßenverkehr und in der Luftfahrt einen effizienten Einsatz von Material und Energie gewährleisten. Von besonderem Interesse sind Sandwichbauweisen, die viele Möglichkeiten der Gewichtseinsparung bieten, weil sie verschiedenartige Materialien kombinieren. Um solche Multimaterialsysteme in hoher Qualität und zugleich kostengünstig zu entwickeln und zu produzieren, bedarf es einer Vielzahl von Daten, die nur mit der Finite-Elemente-Analyse (FEA) gewonnen und ausgewertet werden können.

Hier setzt das Projekt „Easy Sandwich Struktur Berechner für KMU (ESSBe)“ an. Es wird von Prof. Dr.-Ing. Frank Rieg koordiniert, der an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften den Lehrstuhl für Konstruktionslehre und CAD innehat. Kleine und mittlere Unternehmen sollen künftig über eine anwenderfreundliche Software verfügen können, die es ihnen ermöglicht, Sandwich-Bauweisen hinsichtlich ihrer mechanischen Eigenschaften und lastgerechten Auslegung zu analysieren. So kann bei einer Vielzahl von Konstruktionsmöglichkeiten die jeweils optimale Lösung zuverlässig identifiziert werden.

Eine Freeware-Softwarelösung für Werkzeugdaten

Um Fertigungsprozesse digitalisieren und automatisieren zu können, müssen Unternehmen in der Lage sein, speziell in Bezug auf die bei der Fertigung eingesetzten Werkzeuge eine Vielzahl von Daten zu erzeugen, zusammenzuführen und weiterzuverarbeiten. Diese Aufgabe stellt die Hersteller und ihre Entwicklungspartner derzeit vor hohe Hürden, die sie allein nicht überwinden können: Die Produktvielfalt bei Werkzeugen ist groß, die Teilnehmer an der Lieferkette sind zahlreich und die in der Werkzeugbranche eingesetzten Systemlösungen und Softwareprodukte kaum noch überschaubar. Das ebenfalls von Prof. Rieg koordinierte Vorhaben „Virtueller Werkzeugdaten Austausch Transformator (ViWAT)“ wird hier nachhaltig Abhilfe schaffen. Eine neue, flexibel einsetzbare Software wird die Analyse, Kontrolle und Korrektur von betriebsinternen, aber auch von ein- oder ausgehenden Datensätzen wesentlich erleichtern. Das Ziel ist eine Freeware-Softwarelösung, die grundsätzlich allen Unternehmen zugänglich ist und ihnen einen großen Sprung in Richtung Industrie 4.0 ermöglicht.

iconZoomOverlay

3D-Druck für die Fertigung von Endprodukten

Der Lehrstuhl Umweltgerechte Produktionstechnik unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Rolf Steinhilper erforscht seit mehr als fünf Jahren innovative Lösungen, die es auch kleinen und mittleren Unternehmen erlauben, die Vorteile additiver Fertigung zu nutzen – und zwar insbesondere auch bei der Fertigung von Endprodukten. Von zentraler Bedeutung ist dabei der 3D-Druck. Damit können hochwertige Bauteile auch in kleiner Stückzahl Schicht für Schicht aus Pulvern, Flüssigkeiten und Filamenten hergestellt werden. Im neuen Vorhaben „3D-Druck Anwendungszentrum Oberfranken“, das Dr.-Ing. Stefan Freiberger koordiniert, werden Bayreuther Ingenieurwissenschaftler und Firmen aus der Region gemeinsam daran arbeiten, die heute noch bestehenden Hindernisse für den Einsatz dieser Technologien abzubauen. Im Fokus stehen die drei Schwerpunkte Ersatzteilfertigung, Werkzeugfertigung und Kleinstserienfertigung. Auf jedem dieser Gebiete sollen Fallstudien zu marktgängigen Produkten, integrative Plattformen und Best-Practice-Lösungen erarbeitet werden. Alle interessierten Unternehmen erhalten im Rahmen des Projekts Zugang zu dem gemeinsam entwickelten Know-how.


Kontakte:

Prof. Dr.-Ing. Frank Rieg
Lehrstuhl Konstruktionslehre und CAD
Fakultät für Ingenieurwissenschaften
Universität Bayreuth
95447 Bayreuth
Tel.: +49 (0)921 55-7190
E-Mail: konstruktionslehre.cad@uni-bayreuth.de

Prof. Dr.-Ing. Rolf Steinhilper
Lehrstuhl Umweltgerechte Produktionstechnik
Fakultät für Ingenieurwissenschaften
Universität Bayreuth
95447 Bayreuth
Telefon: +49 (0)921 / 78516-100
E-Mail: rolf.steinhilper@uni-bayreuth.de

Dr.-Ing. Stefan Freiberger
Lehrstuhl Umweltgerechte Produktionstechnik
Fakultät für Ingenieurwissenschaften
Universität Bayreuth
95447 Bayreuth
Telefon: +49 (0)921 / 78516-103
E-Mail: stefan.freiberger@uni-bayreuth.de


Text und Redaktion:

Christian Wißler
Stabsabteilung Presse, Marketing und Kommunikation
Universität Bayreuth
Universitätsstraße 30 / ZUV
95447 Bayreuth
Telefon: +49 (0)921 / 55-5356
E-Mail: mediendienst-forschung@uni-bayreuth.de 

Facebook Twitter Youtube-Kanal Instagram Blog Kontakt