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Mehr Bewegung in die Kitas!

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Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 155/2016 vom 02. Dezember 2016

Bewegung ist ein elementares Grundbedürfnis von Kindern: Es fördert nachhaltig ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden. Das ist wohlbekannt – was vielleicht nicht so bekannt ist: Bewegung bildet auch! Im Raum Erlangen nehmen jetzt sechs Kitas am Forschungsprojekt ‚QueB – Qualität entwickeln mit und durch Bewegung‘ teil und werden für ihren Entwicklungsprozess als ‚Bewegte Kita‘ zertifiziert.

Ein ‚bewegter‘ Alltag von Kindern fördert gleichermaßen ihre motorische, kognitive und soziale Entwicklung.

Kinder setzen sich über Bewegung mit sich selbst, mit anderen und mit ihrer Umwelt auseinander. Ein ‚bewegter‘ Alltag von Kindern fördert ihre motorische, kognitive und soziale Entwicklung gleichermaßen.

„Bewegungsangebote für Kinder sollten sich daher nicht auf ein paar Sportstunden in der Woche beschränken. Kinder brauchen permanent Möglichkeiten, damit sie ihre körperlichen Fähigkeiten ausprobieren und entwickeln können“, sagt Dr. Verena Popp, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Sportwissenschaft III – Sozial- und Gesundheitswissenschaften des Sports von der Universität Bayreuth. Die Wissenschaftlerin ist die regionale Koordinatorin des Forschungsprojektes ‚QueB – Qualität entwickeln mit und durch Bewegung‘, das sechs Kitas im Raum Erlangen die Möglichkeit bietet, sich als ‚Bewegte Kita‘ zertifizieren zu lassen.

Möglichkeiten für Bewegung gibt es viele – angefangen bei der Raumgestaltung, über den Tagesablauf, bis hin zu Bewegungsangeboten für Kinder und Erwachsene.

Im Forschungsprojekt geht es u.a. darum, Kitas so zu gestalten und zu organisieren, dass sowohl die Kinder als auch die Erzieherinnen und Erzieher Lust haben, sich zu bewegen. Möglichkeiten gibt es viele – angefangen bei der Raumgestaltung, über den Tagesablauf, bis hin zu Bewegungsangeboten für Kinder und Erwachsene.

„Mit einem fertigen Maßnahmenkatalog kommen die Projektmitarbeiter allerdings nicht in die Kitas. Uns ist wichtig, dass jedes Kita-Team für sich herausfindet, wie es sein Umfeld bewegungsfreundlicher gestalten kann“, erläutert Dr. Verena Popp. Die Erzieherinnen und Erzieher der am Projekt beteiligten Kitas haben hierzu erst einmal den Ist-Stand ermittelt und mit motivierenden Arbeitshilfen, wie bspw. einer Selbst-Analyse-APP, ihre eigene Einrichtung analysiert. Danach haben die Kita-Teams – unterstützt durch zwei Coaches – Ziele für ihre Einrichtung, in der sie arbeiten, entwickelt.

Die Themen, an denen gearbeitet wird, sind vielfältig:

  • Öffnung der Turnhalle
  • Erstellung eines Konzeptes zur systematischen Qualifizierung / Personalentwicklung im Bereich Bewegung
  • Einrichtung einer ‚Bewegungsbaustelle‘ mit bspw. Brettern, Leitern, Balken im Außenbereich, so können vielfältige Bewegungsaktivitäten angeregt werden (bauen, heben, schieben, ziehen, tragen, klettern, balancieren...)
  • Anschaffung von Bewegungsmaterialien, wie bspw. Bewegungsbausteine
  • Analyse der vorhandenen Raum-, Zeit- und Personal-Ressourcen und gezielte Nutzung dieser
  • bewusste Integration von Bewegung in die alltäglichen Kita-Aktivitäten

Damit jede Kita ihr definiertes Ziel erreichen kann, werden die erforderlichen Schritte und Maßnahmen für den weiteren Prozessverlauf detailliert geplant. Zu deren Umsetzung können die Kita-Erzieherinnen und -Erzieher neben weiteren Coachings auch die Fortbildungs- und Beratungsangebote von externen Experten anfordern. Darüber hinaus sind ein gemeinsamer Fachtag zu einem kitaübergreifend interessanten Thema (z.B. Aufsichtspflicht und Bewegungsförderung) sowie ein Treffen, wo alle beteiligten Einrichtungen ihre Aktivitäten vorstellen und nach Synergien suchen, für das Frühjahr 2017 geplant.

Dieser intensive Entwicklungsprozess, bei dem die pädagogischen Fachkräfte gefordert sind, selbst aktiv zu werden, ist für alle Beteiligten durchaus anstrengend. „Aber nur so können die Bewegungsmöglichkeiten nachhaltig verbessert und damit die Qualität der Kitas weiterentwickelt werden“, definiert Dr. Verena Popp den Grundgedanken des Forschungsprojektes, das im September 2016 gestartet ist.

Die sechs QueB-Kitas im Raum Erlangen sind die

  • Kommunale Kita in 91083 Baiersdorf
  • Paritätische Kita in 91096 Möhrendorf
  • Kita St. Kunigund Eltersdorf in 91058 Erlangen
  • Evangelische Kita Arche Noah in 90542 Eckental
  • Kommunale Kita Lokomotive in 90562 Heroldsberg
  • Katholische Kita St. Peter und Paul in 91094 Langensendelbach

Kooperation und Förderung

Kooperation: Beim Forschungsprojekt ‚QueB‘ kooperieren

  • die Universität Bayreuth (Prof. Dr. Ulrike Ungerer-Röhrich vom Lehrstuhl Sportwissenschaft III – Sozial- und Gesundheitswissenschaften des Sports) und
  • die Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg (Prof. Dr. Holger Hassel, Leiter des Instituts für angewandte Gesundheitswissenschaften).

Förderung: ‚QueB‘ ist eingebettet in das bundesweite Forschungsnetzwerk ‚Capital4Health‘, das von 2015 bis 2018 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 2,7 Millionen Euro gefördert wird. Die Gesamtprojektleitung liegt bei Prof. Dr. Alfred Rütten von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.


Kontakt:

Dr. Verena Popp
Projekt ‚QueB – Qualität in Kitas entwickeln mit und durch Bewegung‘
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Sportwissenschaft III – Sozial- und Gesundheitswissenschaften des Sports (Lehrstuhlinhaberin: Prof. Dr. Susanne Tittlbach)
Institut für Sportwissenschaft
Kulturwissenschaftliche Fakultät
Universität Bayreuth, Universitätsstraße 30 / Sport, 95447 Bayreuth
Telefon: 09131 / 53 23 76; Mobil: 0176 / 31 45 99 32
E-Mail: verena.popp@inbewegung.org
www.sport.uni-bayreuth.de/spo_wiss_III
http://queb.capital4health.de
http://capital4health.de



Redaktion:

Brigitte Kohlberg
Stv. Pressesprecherin - Hochschulkommunikation
Marketing Communications
Stabsabteilung Presse, Marketing und Kommunikation
Universität Bayreuth
Universitätsstraße 30 / ZUV
95447 Bayreuth
Telefon: 0921 / 55-5357 oder -5324
E-Mail: pressestelle@uni-bayreuth.de
www.uni-bayreuth.de/de/universitaet/presse
 

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