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K. D. Wolff-Preis 2016 für Helene Steigertahl

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Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 143/2016 vom 27. Oktober 2016

Der Klaus Dieter-Wolff-Preis geht in diesem Jahr an Helene Steigertahl, wissenschaftliche Mitarbeiterin und zentrale Flüchtlingsbeauftragte der Universität Bayreuth. Der nach dem Gründungspräsidenten der Universität Bayreuth benannte und mit 1.500 Euro dotierte Preis wird vom Rotary-Club Bayreuth-Eremitage für vorbildliche Leistungen im kulturellen und sozialen Bereich verliehen, die außerhalb des Studiums oder der beruflichen Tätigkeit erbracht werden.

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Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung auf dem Campus Bayreuth wurde der K.D. Wolff-Preis am 24. Oktober an die aus Göttingen stammende Helene Steigertahl übergeben, die sich seit mehreren Jahren in herausragender Weise ehrenamtlich der Unterstützung und Integration von Geflüchteten und Asylbewerbern widmet. Laudator Horst R. Tittlbach, Mitglied des Rotary-Vorstands, unterstrich vor den geladenen Gästen: „In ihrer uneigennützigen Tätigkeit hat Helene Steigertahl Hervorragendes für die Gesellschaft geleistet und eine Vorbild- und Anspornfunktion für den akademischen Nachwuchs übernommen.“

Ihr Engagement sei ganz im Sinne von Klaus-Dieter Wolff gewesen. Er habe es stets verstanden, Menschen zusammenzubringen, die neue Ideen diskutieren und befördert haben, die zusammen Ziele verfolgt und Erfolge weitergegeben haben. „Weitergeben vor allem an junge Menschen, die zum Studium an die Universität Bayreuth kommen. Bei vielen Gelegenheiten hat er darauf hingewiesen, dass nicht nur der erfolgreiche akademische Abschluss wichtig ist, sondern auch die Entwicklung zur Persönlichkeit mit all ihren sozialen, geistigen und kulturellen Facetten“, betonte Horst Tittlbach in seiner Rede. „Mit ihrem Engagement in der Wissenschaft und im sozialen Bereich ist Frau Steigertahl Botschafterin einer zugleich weltoffenen und forschungsstarken Universität Bayreuth. Als von der Hochschulleitung ins Amt berufene Flüchtlingsbeauftragte verleiht sie dem Engagement am Campus Bayreuth ein Gesicht. In bewundernswerter Weise bewahrt sie den Überblick, dabei scheut sie nicht der klaren Worte. Sie hat die Fähigkeit, sich persönlich berühren zu lassen, mit großem Einsatz Unterstützung zu gewähren und behält dabei stets den klaren Blick und einen erfrischenden Pragmatismus, um die eigenen Grenzen zu bewahren.“

Als ehrenamtliche Integrationsbeauftragte des Studierendenparlaments sowie in ihrer Funktion als Flüchtlingsbeauftragte der Universität Bayreuth bildet die Betreuung von Geflüchteten einen Schwerpunkt der Arbeit von Helene Steigertahl. Sie ist unter anderem aktiv bei ‚Bunt statt Braun – Gemeinsam stark für Flüchtlinge‘ sowie bei Amnesty International und engagiert sich für Hilfsprojekte zugunsten bedürftiger Kinder in Namibia. Als Mitglied des Projektteams „Refugees Welcome“ an der Universität Bayreuth übernimmt Frau Steigertahl eine Fülle von Aufgaben: Unter anderem bündelt sie das studentische Engagement, sie koordiniert Sprachkurs- und Sportangebote, kontrolliert Spendengelder und agiert eng verknüpft mit verschiedensten Einrichtungen, Behörden und Akteuren in der Stadt Bayreuth und in der Region.

Ehrenamt als Bereicherung

In ihrer Ansprache dankte die Preisträgerin u.a. ihrem Team am Campus Bayreuth: „Ich lerne so viel über andere Menschen und mich selbst.“ Dabei betonte sie auch, dass ein Ehrenamt nicht immer nur rosig, heiter und mit Freude verbunden sei. „Manchmal ist man auch ohnmächtig.“ Aber auch wenn man immer wieder auf neue Herausforderungen treffe, bereite ihr die Arbeit mit und für die Geflüchteten viel Freude und sei eine wertvolle Bereicherung. „Im Team bekommen wir neue Einblicke in andere Bildungssysteme und Lebensweisen und auch in die Thematik psychologischer Belastungen, wie z.B. Traumata. Wir lernen mehr über unsere eigene Sprache, indem wir uns mit Deutsch als Fremdsprache (DaF) beschäftigen und hinterfragen, was eigentlich ‚deutsch‘ ist – und was ‚Integration‘ und ‚Anpassung‘ bedeuten. Es sind neue Freundschaften entstanden und wir unterstützen uns gegenseitig.“ All dies sind, laut Helene Steigertahl, wunderbare Erfahrungen, die sie am Campus Bayreuth sammeln dürfe und die sie nicht missen wolle.

Seit 2015 macht sich die Universität Bayreuth dafür stark, Geflüchteten in Oberfranken eine neue Heimat zu geben. Seit Beginn des Wintersemester 2015/16 kommen täglich mehr als 60 Geflüchtete aus ganz Oberfranken auf den Bayreuther Campus, um u.a. an Deutsch-Intensivkursen teilzunehmen. Sie haben in ihren Heimatländern die Hochschulzugangsberechtigung erlangt und häufig bereits ein Studium begonnen oder abgeschlossen. Nun möchten die Kursteilnehmer zeitnah ihre akademische Karriere in Deutschland vorantreiben und schnell die dafür nötigen Sprachkenntnisse erwerben.
 


Kontakt:

Helene Steigetahl
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Professur Englische Sprachwissenschaft (Prof. Dr. Markus Bieswanger)
Universität Bayreuth, Gebäude: Geisteswissenschaften I, Zimmer 0.10
Universitätsstraße 30
95447 Bayreuth
Telefon: 0921 / 55-3516
E-Mail: refugees@uni-bayreuth.de
www.uni-bayreuth.de/de/international/refugees-welcome


Redaktion:


Tanja Heinlein
Pressesprecherin
Universität Bayreuth
Universitätsstraße 30 / ZUV
95447 Bayreuth
Telefon: 0921 / 55-5300 oder -5324
E-Mail: pressestelle@uni-bayreuth.de; tanja.heinlein@uni-bayreuth.de
www.uni-bayreuth.de/de/universitaet/presse
  

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