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Operettentagung ‚Leichte Muse im Wandel der Zeiten‘

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Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 093/2016 vom 08. Juni 2016

Musiktheaterbegeisterte aufgepasst! Am Sonntag, 12. Juni 2016, findet im Staatstheater Nürnberg die Operettentagung ‚Leichte Muse im Wandel der Zeiten‘ statt. Interessierte sind herzlich willkommen – der Eintritt ist frei!

Das Forschungsinstitut für Musiktheater (fimt) der Universität Bayreuth hat zwei Jahre lang – in Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Nürnberg und dem Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände – das neue Forschungsprojekt ‚Inszenierung von Macht und Unterhaltung – Musiktheater in Nürnberg 1920-1950‘ vorbereitet. „Beim Symposium ‚Leichte Muse im Wandel der Zeiten‘ am kommenden Sonntag wollen wir erste Ergebnisse und weitere Planungen zur Diskussion stellen. Alle Musiktheaterbegeisterten sind herzlich willkommen! Der Eintritt – auch zum musikalischen Programmpunkt um 15.30 Uhr – ist frei“, sagt Prof. Dr. Anno Mungen, Leiter des fimt.

Termin:
Sonntag, 12. Juni 2016
Zeit:11:00 bis 17:00 Uhr (s.t.)
Ort:Staatstheater Nürnberg, Gluck-Saal,
Richard-Wagner Platz 2-10, 90443 Nürnberg

‚Leichte Muse im Wandel der Zeiten‘

Mit Exotik, Witz und Erotik begeisterte die Operette das Publikum der 1920er Jahre. Unter dem Hakenkreuz wurde diese einst frivole Unterhaltungsgattung zum Mittel politischer Propaganda umfunktioniert – auch und vor allem in Nürnberg, der Stadt der Reichsparteitage. Adolf Hitler, ein erklärter Liebhaber der Gattung, wies der Operette neue Aufgaben zu. Die Stücke jüdischer Autoren und Komponisten wurden verboten und das Unterhaltungsgenre propagandistisch genutzt. Opernhaftes Singen ersetzte den frechen Kabarett-Ton, neue Stücke erschienen auf dem Spielplan. Kamen diese Veränderungen anfangs fast unbemerkt daher, so erfüllten sie doch in den schwerer werdenden Zeiten des Nationalsozialismus ihre Funktion: weg von Ironie, politischem Witz und musikalischem Großstadtton, hin zu eher traditionalistischer Atmosphäre und Weltflucht.

Aus dem Autogrammbuch einer Zeitzeugin: Anny Coty und Karl Mikorey, zwei Nürnberger Operettenstars (1942)

Die Operettentagung...

gibt einen Überblick über den aktuellen Stand des Forschungsprojektes ‚Inszenierung von Macht und Unterhaltung – Musiktheater in Nürnberg 1920-1950‘.

Neben den Vorträgen von Spezialisten des Genres erwartet die Besucher ein Konzert. Der Eintritt zu allen Vorträgen der Tagung inkl. des Konzertes ist frei.

Das komplette Programm ist hier:
www.fimt.uni-bayreuth.de/Operettentagung

Das Forschungsinstitut für Musiktheater (fimt) in Thurnau…

ist eine Forschungsstelle der Universität Bayreuth. Das Institut ist bekannt für seine exzellente Opern- und Musiktheaterforschung. 1976 gegründet, hat es seinen Sitz in der historischen Schlossanlage in Thurnau, einem Städtchen zwischen Kulmbach und Bayreuth. Das fimt bietet mit seinen Veranstaltungen und Projekten ein internationales Diskussionsforum und vermittelt zwischen Wissenschaft und Praxis. Als Zentrum interdisziplinärer Forschung fördert das fimt die Kooperation mit nationalen und internationalen Einrichtungen des Musiktheaters. Das Institut beherbergt eine umfangreiche multimediale Bibliothek sowie eine fortlaufende Musiktheaterdokumentation. Die wissenschaftlichen Beschäftigten des fimt lehren auch in den verschiedenen Studiengängen. Der Institutsleiter, Prof. Dr. Anno Mungen, ist zugleich auch Inhaber des Lehrstuhls für Theaterwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung des Musiktheaters.


Kontakt:

Prof. Dr. Anno Mungen
Leiter des Forschungsinstituts für Musiktheater
Sprach- und Literaturwissenschaftliche Fakultät
Universität Bayreuth
Schloss Thurnau
95349 Thurnau
Telefon: 09228 / 99605-10
E-Mail: fimt.thurnau@uni-bayreuth.de
www.fimt.uni-bayreuth.de


Redaktion:


Brigitte Kohlberg
Pressesprecherin
Universität Bayreuth
Universitätsstraße 30 / ZUV
95447 Bayreuth
Telefon: 0921 / 55-5357 oder -5324
E-Mail: pressestelle@uni-bayreuth.de
www.uni-bayreuth.de

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