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Neue Ausstellung im Iwalewahaus: ‚Things Fall Apart‘ vom 25.5. bis 18.9.2016

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Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 071/2016 vom 4. Mai 2016

‚Things Fall Apart‘, so der Titel der neuen Ausstellung im Iwalewahaus der Universität Bayreuth, thematisiert das Erbe der kulturellen Beziehungen Afrikas und der sozialistischen Länder. Die Werke von Künstlern und Filmemachern aus Afrika, Asien, Europa und Nordamerika zeigen die Verbindung des afrikanischen Kontinents zur ehemaligen Sowjetunion und den anderen sozialistischen Staaten. Ausstellungseröffnung am 25. Mai 2016.

Sowjetisches Poster von 1933

Der Ausstellungstitel ist dem 1958 erschienenen Romanklassiker von Chinua Achebe entlehnt, der über den zerstörenden Einfluss des Kolonialismus in Afrika reflektiert. In der Ausstellung wird der gleichlautende Titel assoziiert mit einem ähnlichen Verlust: Dem Verlust einer (utopischen) Perspektive, die der Kollaps des Sozialismus – als mögliche alternative Zukunftsoption – bedeutet haben mag.

Gezeigt werden zeitgenössische, künstlerische Antworten auf verschiedene Aspekte des sowjetischen Interesses an Afrika, insbesondere die Ambitionen, den afrikanischen Kontinent bei der Entwicklung von politischen Strukturen durch Film und Kunst zu beeinflussen. Die Ausstellung reicht zurück zu den Anfängen der sowjetischen Ära, aber auch die Zeit des Kalten Krieges wird unter die Lupe genommen, etwa der Besuch Titos 1961 in Afrika.

In den Fotografien von Kiluanji Kia Henda und Jo Ractliffe sind zeitgenössische Positionen zu finden, die die kommunistische Ästhetik und die sozialistische Propaganda befragen; ebenso aber auch das ästhetische Erbe der bewaffneten Befreiungskriege auf dem afrikanischen Kontinent. Onejoon Che hingegen zeigt den nordkoreanischen Einfluss in seiner Arbeit über die afrikanischen Bronzemonumente, die im Stil des sozialistischen Realismus in der Mansudae Kunstfabrik hergestellt werden.

Das Begleitprogramm ‚Red Africa‘ widmet sich ebenfalls den kulturellen Beziehungen Afrikas, der Sowjetunion und den ideologisch verbundenen Ländern während des Kalten Krieges. Flankierende Filmpräsentationen, Vorträge und Gespräche vertiefen das Thema und bereichern zusätzlich die Schau. Ausstellung und Rahmenprogramm sind eine Zusammenarbeit mit der Calvert22 Galerie, London und AfricCont., Lissabon. Kurator: Mark Nash (London), Projektleitung Bayreuth: Nadine Siegert

Die Ausstellungseröffnung am Mittwoch, 25. Mai 2016, um 19 Uhr ist für jedermann zugänglich, der Eintritt ist kostenfrei und eine Anmeldung nicht erforderlich. Auch nach der Vernissage ist der Eintritt kostenfrei; Führungen (Dauer ca. 1,5h) durch die Ausstellung kosten allerdings 7 Euro p.P.; auch hier ist eine Anmeldung nicht erforderlich.


Kontakt:


Lara Buchmann
Iwalewahaus der Universität Bayreuth
Wölfelstraße 2
95444 Bayreuth
Telefon: 0921 / 55-4500
E-Mail: iwalewa@uni-bayreuth.de
www.iwalewahaus.uni-bayreuth.de



Redaktion:


Brigitte Kohlberg
Pressesprecherin
Universität Bayreuth
Universitätsstraße 30 / ZUV
95447 Bayreuth
Telefon: 0921 / 55-5357 oder -5324
E-Mail: pressestelle@uni-bayreuth.de
www.uni-bayreuth.de

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