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DFG hat neue Emmy Noether-Nachwuchsgruppe bewilligt: Bodenökologin Dr. Marie Spohn untersucht Stoffkreisläufe in Grasländern

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Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 058/2016 vom 15. April 2016

Dr. Marie Spohn vom Lehrstuhl Bodenökologie wird ab diesem Jahr an der Universität Bayreuth eine durch das Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierte unabhängige Nachwuchsgruppe leiten. Die Nachwuchsgruppe wird über fünf Jahre Stoffkreisläufe in Grasländern unter veränderter Stickstoff- und Phosphor-Verfügbarkeit untersuchen.

„Ich freue mich, dass ich mit der Nachwuchsgruppe die Möglichkeit habe, ein komplexes Thema sehr umfassend zu bearbeiten. Mit meiner Gruppe möchte ich Stoffkreisläufe in Grasland-Ökosystemen unter veränderter Verfügbarkeit von Stickstoff und Phosphor erforschen. Dazu werden wir Graslandexperimente auf mehreren Kontinenten, in denen der Boden mit Stickstoff und Phosphor gedüngt wird, untersuchen. Stoffkreisläufe, wie der Kohlenstoff-, der Stickstoff- und der Phosphorkreislauf, hängen in hohem Maße von der Aktivität von Mikroorganismen ab. Daher werden wir uns vor allem mikrobielle Prozesse anschauen. Das renommierte Bayreuther Zentrum für Ökologie und Umweltforschung bietet einen sehr guten Rahmen für die geplante Forschung“, erläutert die Bayreuther Wissenschaftlerin.

Das Emmy Noether-Programm eröffnet hervorragenden Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern durch eine in der Regel fünfjährige Förderung die Möglichkeit, die Befähigung zum Hochschullehrer bzw. zur Hochschullehrerin durch die Leitung einer eigenen Nachwuchsgruppe zu erwerben und ebnet so den Weg zu früher wissenschaftlicher Selbständigkeit.

Dr. Marie Spohn

Die Wissenschaftlerin

Dr. Marie Spohn hat Biologie an den Universitäten Oldenburg und Jena studiert. Ihre Promotion folgte an der Universität Oldenburg über den Einfluss von Landnutzung auf Kohlenstoffspeicherung in Böden.

Während ihrer Zeit als Postdoc an den Universitäten Göttingen und Wien hat sie sich intensiv mit dem Kohlenstoff- und dem Phosphorkreislauf beschäftigt; im Vordergrund standen dabei mikrobielle Prozesse der Umsetzung von Kohlenstoff und Phosphor im Boden.

Hier interessierten sie vor allem mikrobielle Prozesse in der sogenannten Rhizosphäre, d.h. an der Grenzfläche zwischen Boden und Pflanzenwurzel. Aktuell erforscht die 32-jährige Wissenschaftlerin die Interaktion von verschiedenen Stoffkreisläufen.

Weitere Forschungsprojekte von Dr. Marie Spohn

Die Nachwuchswissenschaftlerin leitet an der Universität Bayreuth noch zwei weitere durch die DFG geförderte Forschungsprojekte, die beide in Schwerpunktprogrammen der DFG angesiedelt sind:

  • Im Schwerpunktprogramm ‚Ecosystem Nutrition‘ geht es um die Phosphorernährung von Buchenwäldern: Gemeinsam mit einer Doktorandin untersucht Dr. Marie Spohn den Phosphorkreislauf an mehreren Buchenwaldstandorten, die unterschiedlich gut mit Phosphor versorgt sind. Im Fokus stehen hierbei mikrobielle Prozesse der Phosphor-Freisetzung und Phosphor-Immobilisierung.

  • Im Schwerpunktprogramm ‚Earthshape‘ untersucht Dr. Marie Spohn gemeinsam mit einem Doktoranden den Einfluss von Pflanzen und Mikroorganismen auf die Phosphorfreisetzung und die Bodenbildung. Diese Prozesse werden anhand einer Sequenz von unterschiedlich weit entwickelten Böden in Chile analysiert.

Kontakt:

Dr. Marie Spohn
Akademische Rätin a.Z. am Lehrstuhl für Bodenökologie
Fachgruppe Geowissenschaften – Bereich Geoökologie
Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften
Universität Bayreuth
Dr.-Hans-Frisch-Straße 1-3
95448 Bayreuth
Telefon: 0921 / 55-5762
E-Mail: marie.spohn@uni-bayreuth.de
www.bayceer.uni-bayreuth.de/bod



Redaktion:


Brigitte Kohlberg
Pressesprecherin
Universität Bayreuth
Universitätsstraße 30 / ZUV
95447 Bayreuth
Telefon: 0921 / 55-5357 oder -5324
E-Mail: pressestelle@uni-bayreuth.de
www.uni-bayreuth.de

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