Druckansicht der Internetadresse:

Seite drucken

Afrikastudien in Nordafrika: Die Uni als Partner beim Aufbau eines Studien- und Forschungsprogramms in Tunesien

zurück zu Pressemeldungen


Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 141/2015 vom 3. August 2015

Die Universität Bayreuth baut ihre internationalen Kooperationen auf dem Gebiet der Afrikastudien stetig aus. Derzeit planen die Faculté des Lettres et des Sciences Humaines (FLSH) der Universität Sousse in Tunesien und das Institut für Afrikastudien (IAS) der Universität Bayreuth gemeinsam die Einführung eines Master-Programms in „African Studies“ an der Universität Sousse.

Voraussichtlich im September 2017 wird der in Tunesien bislang einzigartige Studiengang starten, der wesentliche Impulse aus interdisziplinären Forschungsarbeiten beziehen soll. Das fächerübergreifend angelegte Programm wird einen Schwerpunkt im Bereich der Sozial- und Kulturanthropologie haben, zugleich aber auch Verbindungen zu anderen Disziplinen – wie beispielsweise Literatur- und Sprachwissenschaften, Religionswissenschaften, Soziologie, Geographie und Wirtschaftswissenschaften – herstellen.

Um das inhaltliche Profil des neuen Masterstudiengangs auszuarbeiten und dabei auf den jahrzehntelangen Erfahrungen der Universität Bayreuth aufzubauen, waren der Dekan der FLSH, Prof. Dr. Moncef Ben Abdeljelil, Absolvent der Bayreuth International Graduate School of African Studies (BIGSAS) und Dozent an der FLSH, Dr. Ramzi Ben Amara sowie tunesische Studierende für eine einmonatige Sommerakademie nach Bayreuth gekommen. Neben dem Besuch von Seminaren zu sozialwissenschaftlichen Methoden sowie Islam in Westafrika konnten sie sich aus erster Hand über Forschungsgebiete, Studiengänge und organisatorische Strukturen im Bereich der Afrikastudien informieren. Gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Bayreuther Afrikaschwerpunkts erörterten sie – vor allem mit Blick auf die angestrebte Interdisziplinarität – grundlegende konzeptionelle Fragen. Innerhalb seiner Programmlinie „Deutsch-Arabische Transformationspartnerschaft“ förderte der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) den Gastaufenthalt der tunesischen Delegation im Rahmen seiner Bestrebungen, die Kontakte zwischen deutschen und nordafrikanischen Universitäten zu intensivieren.

iconZoomOverlay

„Das geplante Masterprogramm soll dazu beitragen, die Afrikastudien als wissenschaftliches Studienprogramm in Tunesien zu etablieren, in internationale Kooperationen einzubetten und gemeinsam mit Partnern in Afrika und in Europa weiterzuentwickeln“, erklärt Clemens Romankiewicz, der das Projekt seitens der Universität Bayreuth koordiniert. „Darüber hinaus beabsichtigt die Universität Sousse die Einführung eines PhD-Programms im Bereich der Afrikastudien. Hier können wir natürlich aufgrund unserer Erfahrungen beim Aufbau der Bayreuther Graduiertenschule BIGSAS wertvolle Anregungen geben.“

Dem Besuch in Bayreuth war im Mai 2015 ein vom DAAD geförderter Workshop an der Universität Sousse vorausgegangen, in den auch Dr. Franz Kogelmann – wissenschaftlicher Koordinator des Instituts für Afrikastudien (IAS) – einbezogen war. 25 Studierende mehrerer tunesischer Universitäten beteiligten sich an den ersten Überlegungen für das neue Masterprogramm in Sousse. Neun von ihnen wurden daraufhin eingeladen, im Juli 2015 an dem Treffen in Bayreuth teilzunehmen und hier die Planungen für das neue tunesische Programm voranzutreiben, das auf die gesamte Hochschullandschaft des Maghreb ausstrahlen soll.


Kontakt:

Clemens Romankiewicz
DAAD-Projektkoordinator
Institut für Afrikastudien
Universität Bayreuth
95440 Bayreuth
Tel.: +49 (0)921 / 55-4504
E-Mail: clemens.romankiewicz@uni-bayreuth.de


Text und Redaktion:


Christian Wißler M.A.
Stabsstelle Presse, Marketing und Kommunikation
Universität Bayreuth
95440 Bayreuth
Tel.: +49 (0)921 / 55-5356
E-Mail: mediendienst-forschung@uni-bayreuth.de

Facebook Twitter Youtube-Kanal Instagram Blog Kontakt