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Crystal Meth in Oberfranken: Vorstellung einer neuen Studie am 23. April 2015 in der Universität Bayreuth

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Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 056/2015 vom 10. April 2015

In welchem Umfang und auf welchen Wegen wird die Droge Crystal Meth in Oberfranken produziert, konsumiert und verbreitet? Welche Akteure sind daran beteiligt und welche räumlichen Strukturen werden dabei genutzt? Diese Fragen haben Studierende des Bayreuther Masterstudiengangs „Humangeographie – Stadt- und Regionalforschung“ im Rahmen eines Studienprojekts untersucht. Auch die Drogenpolitik in Deutschland und Tschechien, von der Gesetzgebung bis hin zu Präventionsmaßnahmen, haben sie dabei vergleichend in den Blick genommen. Prof. Dr. Martin Doevenspeck vom Geographischen Institut der Universität Bayreuth hat das Studienprojekt geleitet.

Einladung

Am Donnerstag, 23. April 2015, 16 bis 18 Uhr, werden die Ergebnisse der Studie vorgestellt. Die Veranstaltung findet im Gebäude Geo II, Hörsaal 8, auf dem Universitätscampus statt; das Gebäude befindet sich an der Universitätsstraße (Richtung Stadtteil Birken) unweit der Bushaltestelle „Geowissenschaften“.

Unmittelbar im Anschluss an die Vorstellung der Studie durch Prof. Dr. Martin Doevenspeck und Studierende der Universität
Bayreuth findet im o.g. Hörsaal eine Podiumsdiskussion zum Thema "Crystal Meth und die Region" statt. Darin geht es um
soziale, medizinische, rechtliche, polizeiliche und mediale Aspekte des Konsums und der Verbreitung von Crystal Meth. Es nehmen teil: Chefarzt Dr. med. Lothar Franz (Bezirksklinik Rehau), Reinhard Kunkel (Polizeipräsident von Oberfranken), Eva Rieger (Beratungsstelle für Suchtfragen der Diakonie Bayreuth), Frank Schmälzle (Leitender Redakteur, Nordbayerischer Kurier), Gerhard Schmitt (Leitender Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Hof), Moderation: Prof. Dr. Martin Doevenspeck (Universität Bayreuth).

Alle Medienvertreterinnen und -vertreter sowie die interessierte Öffentlichkeit sind herzlich eingeladen!

Um eine Anmeldung per E-Mail an ute.meyer@uni-bayreuth.de oder telefonisch unter 0921 / 55-2271 – wird gebeten. Gern können Sie bei Ihrer Anmeldung vorab mitteilen, welche Fragen Sie im Besonderen interessieren.

Feldforschungen der Studierenden

„Unsere Master-Studierenden haben an diesem Projekt sehr engagiert mitgearbeitet und eine intensive Feldforschung betrieben“, erklärt Prof. Dr. Martin Doevenspeck, der Politische Geographie an der Universität Bayreuth lehrt. „Die Studierenden haben Polizeistatistiken und einen Fragebogen ausgewertet, den sie zuvor bundesweit an Suchtberatungsstellen verschickt hatten; hinzu kamen Interviews mit Konsumenten, Ärzten, Polizei und Zoll. Die Untersuchung will dazu beitragen, dass die Crystal Meth-Problematik in Oberfranken künftig realistisch und mit dem nötigen Ernst, aber ohne reißerische Übertreibungen wahrgenommen und dargestellt wird.“

Hintergrund

Methamphetamin gilt heute weltweit als eine der gefährlichsten Drogen. Die unter dem Namen „Crystal Meth“ bekannt gewordene Substanz kann sehr rasch zu psychischer Abhängigkeit führen und erhebliche gesundheitliche Schäden verursachen. Wer diese Droge ohne Genehmigung besitzt und verbreitet, macht sich in Deutschland sowie in den meisten anderen europäischen Ländern strafbar.

Eine vom Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegebene Studie, die sich mit dem missbräuchlichen Konsum von Crystal Meth sowie mit Möglichkeiten der Prävention befasst, wurde im März 2014 von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung vorgestellt und hat dazu beigetragen, die Öffentlichkeit für die Problematik zu sensibilisieren. Diese an der Universität Hamburg erarbeitete Studie hat Anhaltspunkte dafür zutage gefördert, dass die Droge in Deutschland vor allem in der Grenzregion zur Tschechischen Republik verbreitet ist. Tatsächlich haben sich die Mengen an Crystal Meth, die in Bayern polizeilich sichergestellt wurden, mehr als verdoppelt, seit im Jahr 2010 die Kontrollen an der deutsch-tschechischen Grenze weggefallen sind.


Kontakt:

Prof. Dr. Martin Doevenspeck
Geographisches Institut
Universität Bayreuth
95440 Bayreuth
Telefon: 0921 / 55-2273
E-Mail: doevenspeck@uni-bayreuth.de



Text und Redaktion:


Christian Wißler M.A.
Stabsstelle Presse, Marketing und Kommunikation
Universität Bayreuth
95440 Bayreuth
Telefon: +49 (0)921 / 55-5356
E-Mail: mediendienst-forschung@uni-bayreuth.de

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