Druckansicht der Internetadresse:

Seite drucken

Netzwerk CREATE: Internationale Zusammenarbeit bei der Forschung in ostafrikanischen Ökosystemen

zurück zu Pressemeldungen


Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 048/2015 vom 20. März 2015

Wie wirken sich sozio-ökonomische und ökologische Veränderungen, sei es auf globaler oder lokaler Ebene, in den Ländern Ostafrikas aus? Was ist zu tun, damit natürliche Ressourcen wie Wasser, Böden und Luft erhalten bleiben und lebenswichtige Ökosysteme – auch im Hinblick auf ihre Nutzung durch den Menschen – nicht beschädigt werden? Diesen Fragen widmet sich ein neues internationales Netzwerk mit dem Namen „CREATE“. Es beruht auf einer zunehmend engen Kooperation der Universität Bayreuth mit zwei Universitäten in Kenia: der Moi University in Eldoret und der Maseno University in Maseno.

iconZoomOverlay

Diese universitäre Kooperation wird ergänzt durch die Einbindung einer kenianischen staatlichen Entwicklungsorganisation, der Lake Basin Development Authority (LBDA), die sich mit dem Schutz und der Entwicklung ländlicher Räume rund um den Viktoriasee befasst. Die Kooperation mit der LBDA soll weiter vertieft und institutionalisiert werden. Die am Netzwerk beteiligten Partner wollen erreichen, dass Erkenntnisse aus der Forschung, vor allem zu den Wechselwirkungen zwischen Umwelt und Gesellschaft, schneller und in größerem Umfang als bisher in die Entscheidungen staatlicher Institutionen und privater Investoren einfließen. Zudem wollen sie neue Forschungsprojekte auf den Weg bringen. Dabei soll insbesondere die fächerübergreifende Zusammenarbeit zwischen Natur-, Kultur-und Sozialwissenschaften gefördert werden.

CREATE setzt sich auch für die universitäre Lehre ein. „Wir arbeiten gemeinsam darauf hin, dass Studierende in Bayreuth und an den kenianischen Partneruniversitäten frühzeitig lernen, wie sich globale und lokale Veränderungen auf gekoppelte Gesellschaft-Umweltsysteme in Ostafrika auswirken“, erklärt Prof. Cyrus Samimi, der an der Universität Bayreuth eine Forschungsgruppe für Klimatologie leitet. „Die geographische und kulturelle Vielfalt in den Regionen Ostafrikas ist hervorragend für Fallstudien geeignet, die ökologische und sozialwissenschaftliche Fragestellungen miteinander verbinden. Ohne eine starke interdisziplinäre Vernetzung wäre es nicht möglich, für den Umgang mit natürlichen Ressourcen fundierte Konzepte zu entwickeln, die von den Menschen in Ostafrika im eigenen Interesse mitgetragen und schrittweise umgesetzt werden.“

Im Februar 2015 trafen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten in Bayreuth, Eldoret und Maseno sowie der LBDA in Kisumu/Kenia am Viktoriasee. Gemeinsam hatten sie die Konferenz bei Zusammenkünften im Frühjahr 2014 in Kisumu und im Sommer 2014 in Bayreuth vorbereitet. Die kenianische Umweltministerin Alice Akinyi Kaudia war persönlich nach Kisumu gekommen, um die Veranstaltung zu eröffnen. Im Mittelpunkt der Beratungen standen die Themen und organisatorischen Strukturen der künftigen Zusammenarbeit unter dem Dach von CREATE.

„Die Vielfalt der Fachrichtungen und wissenschaftlichen Interessen macht unser Netzwerk zu einem Forum und internationalen Ansprechpartner für fächerverbindende Forschungen und Kooperationen in Ostafrika“, resümiert Prof. Samimi den Erfahrungsaustausch. Während des Treffens wurde er als Nachfolger von Prof. Dr. John Tenhunen, dem Initiator von CREATE, zum Sprecher von CREATE gewählt. Zugleich wurde ein Beirat ins Leben gerufen, dem seitens der Universität Bayreuth Prof. Dr. Gerhard Gebauer (Isotopen-Biogeochemie), Prof. Dr. Eberhard Rothfuß (Sozial- und Bevölkerungsgeographie) sowie Prof. Dr. Christoph Thomas (Mikrometeorologie) angehören.


Weitere Informationen:


Kontakt:

Prof. Dr. Cyrus Samimi
Klimatologie
Universität Bayreuth
95440 Bayreuth
Tel.: +49 (0)921 / 55-2237
E-Mail: cyrus.samimi@uni-bayreuth.de


Text und Redaktion:

Christian Wißler M.A.
Stabsstelle Presse, Marketing und Kommunikation
Universität Bayreuth
95440 Bayreuth
Tel.: +49 (0)921 / 55-5356
Fax: +49 (0)921 / 55-5325
E-Mail: mediendienst-forschung@uni-bayreuth.de

Facebook Twitter Youtube-Kanal Instagram Blog Kontakt