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KinderUni Bayreuth 2015: Auswahl der Professorinnen und Professoren startet jetzt

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Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 035/2015 vom 5. März 2015

Auch 2015 wird es an der Universität Bayreuth wieder eine KinderUni (am 17. Juni, 24. Juni, 1. Juli und 8. Juli) geben. Die KinderUni ist eine Veranstaltung der Universität in Kooperation mit der Stadt Bayreuth, die sich an Schülerinnen und Schüler der 2. bis 6. Jahrgangsstufe aus Bayreuth und Umgebung richtet. Die Vorlesungen finden im Audimax der Universität Bayreuth statt, dauern 45 Minuten und beginnen am Veranstaltungstag jeweils um 17.15 Uhr. Der Eintritt zur KinderUni ist frei. Erwachsene Begleitpersonen müssen jedoch draußen bleiben. Für sie gibt es – wie jedes Jahr – ein attraktives Programm.

Zehn Professorinnen und Professoren der Universität Bayreuth haben Vorschläge für Kindervorlesungen aus ihrem Fachgebiet erarbeitet. Die Kinder haben die Möglichkeit unter http://www.kinderuni.uni-bayreuth.de online die Vorschläge auszuwählen, die sie am interessantesten finden. Die vier Vorlesungen, die am meisten Stimmen erhalten, werden dann bei der KinderUni 2015 präsentiert.

Warum es dumm ist, keine Fehler zu machen. Und was wir von Stubenfliegen lernen können

Professorin Dr. Iris Clemens,
Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik

Eigentlich macht niemand gerne Fehler, weil wir dann oft enttäuscht sind oder uns sogar über uns selbst ärgern. Dabei zeigt uns die Natur, wie wichtig Fehler für das Überleben sind, denn durch Fehler kann etwas ganz Neues entstehen. Wir wollen deshalb darüber nachdenken, warum es gut sein kann, wie die Stubenfliege ‚wild‘ durch die Gegend zu sausen statt wie die Biene dem Licht entgegen zu fliegen. Dann überlegen wir uns, was wir durch diese Beispiele darüber lernen, wie man lernt.

Was macht die Stadt auf dem Vulkan?

Professor Dr. Martin Doevenspeck,
Professur für raumbezogene Konfliktforschung

Die afrikanische Millionenstadt Goma im Kongo befindet sich auf dem Vulkan Nyiragongo und wurde von diesem bereits einmal zerstört. In dem Vortrag will ich Euch zeigen, warum es diese Stadt dort gibt, warum sie nach dem letzten Ausbruch des Nyiragongos wieder aufgebaut wurde, warum sogar immer mehr Menschen nach Goma kommen und wie sie sich gegen die Gefahren, die von dem Vulkan ausgehen, schützen.

Mann oder Frau, schwarz oder weiß, schwul oder hetero, Moslem oder Christ: Das ist doch nicht das Gleiche - oder doch?

Professor Dr. Michael Grünberger LL.M.
NYU, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Wirtschafts- und Technikrecht

Menschen, so scheint es, sind verschieden: Ein Blick auf Mama und Papa zeigt das. Manche Menschen haben helle Haut, manche dunkle, manche sind behindert. Viele glauben an Gott, aber nicht an denselben. Manche Männer leben mit Männern zusammen. Manche Menschen sind jünger, viele sind älter. Irgendwie sind "wir" anders als "die anderen." Wir alle begegnen uns aber in der Gesellschaft, in der Schule, beim Sport, auf der Arbeit. Dabei kommt es zu Konflikten: Muss Fereshta, ein muslimisches Mädchen, am Schwimmunterricht teilnehmen? Was passiert, wenn Christopher nicht in die Disko gelassen wird, weil er schwarz ist? Kann das katholische Krankenhaus einen Pfleger entlassen, der seinen Freund geheiratet hat? In der Vorlesung möchte ich gerne mit Euch über diese Fragen sprechen. Wir wollen herausfinden, wie das Recht solche Konflikte löst und gemeinsam überlegen, ob diese Antworten auch gute Antworten sind.

Wie man aus Licht Strom macht

Professor Dr. Sven Hüttner,
Juniorprofessur für Solarenergie

Solarzellen – man sieht sie auf vielen Dächern, aber wie macht man eigentlich aus Licht Strom? Sven Hüttner forscht an neuen Materialien für Solarzellen und Sensoren. Dazu gehören auch Polymere – umgangssprachlich „Plastik“ – mit denen man aus Licht Strom erzeugen kann. Wir erklären wie es geht – man braucht dazu nur etwas Chemie und Physik.

Wie man mit Fangstrahlen lebende Zellen untersuchen kann

Professor Dr. Holger Kreß,
Professur für Biologische Physik

Unser Körper besteht aus ungefähr 100 000 Milliarden Zellen. Diese Zellen sind so klein, dass man ein Mikroskop braucht, um sie zu sehen. In vielen einzelnen dieser Zellen gibt es wiederum tausende Millionen kleiner Bausteine, die wie winzige Maschinen arbeiten, damit die Zellen funktionieren. Diese Bausteine sind so klein, dass man ihnen selbst mit einem Mikroskop oft nicht bei der Arbeit zusehen kann. Wie kann man trotzdem diese Bausteine untersuchen, um zu verstehen, wie unsere Zellen funktionieren? In meiner Vorlesung werde ich Euch erzählen, wie man mit Fangstrahlen aus Laserlicht diese Bausteine und auch ganze Zellen untersuchen kann.

Wie wird ein Verbrecher bestraft?

Professorin Dr. Nina Nestler,
Lehrstuhl für Strafrecht III – Strafrecht und Strafprozessrecht, insbesondere Wirtschaftsrecht und Medizinrecht

In dieser Vorlesung geht es um Straftaten und Strafen. Verbrechen geschehen jeden Tag. Wir sehen schlimme Meldungen im Fernsehen und lesen davon in der Zeitung. Aber was passiert danach: Was ist eigentlich ein Verbrechen? Wer gilt als Verbrecher? Wieso, wie und von wem wird dieser Verbrecher dann bestraft? Diese und andere Fragen werden beantwortet.

Die Kräfte der Superhelden Oder: Was Spiderman besser wissen sollte

Professor Dr. Thomas Scheibel,
Lehrstuhl Biomaterialien

Wie viel leichter wäre unser Leben, wenn wir Superkräfte hätten? Fliegen wie Superman oder einfach unsichtbar sein. Wir wollen die Frage klären: gibt es Superkräfte wirklich, d.h. sind sie physikalisch möglich? Dabei nehmen wir einen Superhelden genauer unter die Lupe, und zwar Spiderman. Sind seine Fäden wirklich so stabil und flexibel, dass sie, wie im Comic, einen fahrenden Zug aufhalten können? Wie stabil sind eigentlich Spinnenfäden in der Realität, und können wir diese nachbauen?


Ein anderes Lernen: Koranschulen in Afrika

Professor Dr. Rüdiger Seesemann,
Heisenberg-Professur für Islamwissenschaft

Für Millionen von Kindern in Afrika ist der erste Kontakt mit Schule die so genannte Koranschule. Dort studiert man den Koran, das heilige Buch des Islam. Wie sieht der Alltag in den Koranschulen aus? Was lernen die Kinder, wie sehen die Unterrichtsmethoden aus? Der Vortrag führt euch mit Bild und Ton durch verschiedene Länder Afrikas und eröffnet Einblicke in ein anderes Lernen.

Tanzen, kicken, rennen, schwimmen – all das ist Sport und noch viel mehr!

Professorin Dr. Susanne Tittlbach,
Lehrstuhl Sportwissenschaft III - Sozial- und Gesundheitswissenschaften des Sport

Wie kommt es, dass der eine gerne und gut schwimmt, während ein anderer super in Leichtathletik ist? Was braucht man denn, um in einer Sportart gut zu sein? Und wie gut kann man überhaupt in einer Sportart werden? Gibt es hier Grenzen? Was bringt uns dazu, dass wir viel Freizeit mit unserem Sport verbringen? Und warum haben wir überhaupt Spaß am Sport? In der Vorlesung gehen wir auf Entdeckungsreise durch die Welt des Sports. Wir zeigen Euch viele Sportarten – auch praktisch, interviewen Sportler und wollen von Euch wissen, warum Ihr Sport macht!

Was kann ich von meinem Taschengeld kaufen?

Professorin Dr. Jessica Schmidt, LL.M..,
Lehrstuhl Zivilrecht I - Bürgerliches Recht, deutsches, europäisches und internationales Unternehmens- und Kapitalmarktrecht

Darf ich mit meinem Taschengeld machen, was ich will? Darf ich mir z.B. 1.000 Bonbons kaufen? Oder eine DVD? Oder ein Meerschweinchen? Darf ich mein Taschengeld auch verschenken oder spenden? Diese und ähnliche Fragen, die sich wahrscheinlich viele Kinder schon einmal gestellt haben, möchte ich in meiner Vorlesung beantworten.


Kontakt:

Ursula Küffner
Stabsabteilung Presse, Marketing & Kommunikation
Universitätsstraße 30
95447 Bayreuth
Telefon: +49 (0)921 / 55-5324
Fax: +49 (0)921 / 55-5325
E-Mail: ursula.kueffner@uni-bayreuth.de

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