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Gründung eines Instituts für fränkische Landesgeschichte

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Universität Bayreuth, Pressemitteilung vom 20. Mai 2014

Oberfrankens Geschichte wird künftig in Thurnau erforscht. Dazu werden die Universitäten Bayreuth und Bamberg ein Institut für fränkische Landesgeschichte mit Sitz im Schloss Thurnau errichten. In einem Pressegespräch in der Regierung von Oberfranken informierten am 20. Mai 2014 die Präsidenten der Universitäten Bamberg, Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert, und Bayreuth, Prof. Dr. Stefan Leible, sowie Regierungspräsident Wilhelm Wenning über Ziele und Sachstand des gemeinsamen Projekts.

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Die fränkische Landesgeschichte hat eine wichtige identitätsstiftende Funktion für die Region und ist zugleich von großem wissenschaftlichen Interesse", so der Vorsitzende der Oberfrankenstiftung, Regierungspräsident Wilhelm Wenning. "Die Oberfrankenstiftung sichert mit einer Förderung von vier Millionen Euro die Anschubfinanzierung des Projekts für die ersten fünf Jahre."

"Das Institut für fränkische Landesgeschichte ermöglicht uns, in enger organisatorischer, struktureller und personeller Kooperation mit der Universität Bayreuth die bereits vorhandenen Kompetenzen im Interesse der Wissenschaft und der Region auszubauen", sagt der Bamberger Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert.

"Das ist ein großer Erfolg unserer Universitäten, der zeigt, dass gemeinsames Handeln in Oberfranken stärker macht", freut sich der Bayreuther Universitätspräsident Prof. Dr. Stefan Leible und ergänzt: "Wenn es uns jetzt noch gelingt, auf Schloss Thurnau die Lehrerfortbildung für Geschichte und verwandte Fächer anzusiedeln, wäre das ein ganz starkes politisches Signal für die Region, dass wir in Bayern das Verfassungsziel der Förderung gleichwertiger Lebensverhältnisse auch wirklich ernst nehmen."

Interdisziplinäre Forschung auf Schloss Thurnau

Die Aufgaben des zu gründenden Instituts sind vielfältiger Natur. So soll neben der Erforschung der fränkischen Geschichte zugleich ein moderner regionalgeschichtlicher Ansatz verfolgt werden. Dazu arbeitet das Institut interdisziplinär. Neben Historikern werden in dem Institut auch Fachgruppen u. a. aus Denkmalkunde, Kunstgeschichte, Germanistik, Musik- und Theaterwissenschaften, Rechtswissenschaften, Religionswissenschaften, Geowissenschaften, Archäologie, historischer Geografie und europäischer Ethnologie eingebunden. Geplant ist zudem eine Zusammenarbeit mit der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen. Für fränkische Vereine, die sich mit der Heimatpflege beschäftigen, könnte Schloss Thurnau eine Plattform bilden.

Das Institut soll eine W 3-Professur für fränkische Landesgeschichte erhalten mit zwei Mitarbeiterstellen und einer halben Sekretariatsstelle.

Der künftige Sitz des Instituts, Schloss Thurnau, zählt zu den bedeutendsten Schlossanlagen in Oberfranken. Es wird u.a. mit Mitteln der Städtebauförderung und der Oberfrankenstiftung in Stand gesetzt. Ein Teil des Schlosses wird bereits vom Forschungsinstitut für Musiktheater der Universität Bayreuth genutzt.


Textgrundlage: Pressemitteilung der Regierung von Oberfranken, 20. Mai 2014

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