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Preisgekrönte polymerwissenschaftliche Dissertation

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Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 244/2014 vom 16. Dezember 2014

Erfolgreicher Absolvent des Elitestudienprogramms "Macromolecular Science": Für seine herausragende Doktorarbeit auf dem Gebiet der Polymerwissenschaft ist Dr. Kai Uwe Claußen, Absolvent des Elitestudienprogramms "Macromolecular Science" der Universität Bayreuth, im Dezember 2014 mit dem „REHAU Preis Technik 2014 / Sonderpreis“ ausgezeichnet worden.

Rainer Schulz, CEO der REHAU Gruppe; die drei weiteren Preisträger Dr. Ralf Schlimper (Universität Halle-Wittenberg / Fraunhofer IWM), Sarah Schäfer (RWTH Aachen / IKV) und Robin Geyer (HS Hof); Prof. Dr. Robert Geigenfeind (FH Deggendorf), der die L iconZoomOverlay

Das Unternehmen REHAU zählt zu den weltweit führenden Anbietern polymerbasierter Lösungen und beschäftigt als ‚Global Player‘ rund 18.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 54 Ländern. Mit dem REHAU Preis Technik werden wissenschaftliche Arbeiten aus den Bereichen Werkstoffe, Oberflächentechnologie oder Verarbeitungsprozesse der Kunststofftechnologie ausgezeichnet. Der mit 1.000 Euro dotierte Sonderpreis wird dabei vorzugsweise für Arbeiten vergeben, die einen besonderen Nachhaltigkeitseffekt haben.

„Kai Uwe Claußen war einer meiner fachlich besten und motiviertesten Doktoranden, mit dem ich in den zwanzig Jahren meiner Tätigkeit an der Universität Bayreuth zusammengearbeitet habe“, erklärt Prof. Dr. Hans-Werner Schmidt (Lehrstuhl Makromolekulare Chemie I), der ihn für die Auszeichnung vorgeschlagen hatte. Die preisgekrönte Dissertation befasst sich mit einer speziellen Klasse von Gradientenmaterialien, die heute als ein besonders spannendes materialwissenschaftliches Forschungsfeld gelten. In der Natur vermitteln sie zwischen harter und weicher Materie und dienen als effiziente mechanische Verbindungen, beispielsweise in Muschelfäden oder Sehnen.

Die Materialien, die der Bayreuther Nachwuchsforscher hinsichtlich ihrer Strukturen, Zusammensetzung und technologisch hochinteressanten Eigenschaften untersucht hat, sind Polymergradienten. Aufgrund von Techniken, die er gemeinsam mit Dr. Rainer Giesa im KeyLab für Polymer Processing im Forschungsgebäude Polymer Nanostructures (PNS) entwickelt hat, ist es Dr. Claußen gelungen, diese Materialien sowohl aus synthetischen Komponenten als auch aus natürlichen Komponenten mit einer Probenlänge von über 15 cm herzustellen. Die Doktorarbeit wurde in vier Publikationen in wissenschaftlich hoch angesehenen Fachzeitschriften veröffentlicht. Von der Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften der Universität Bayreuth und der Otto-Warburg-Chemie-Stiftung wurde sie als eine der besten Promotionen des Jahres 2013 ausgezeichnet.

Dr. Kai Uwe Claußen hat das Promotionsstudium „Polymer Science“ der Bayreuther Graduiertenschule für Mathematik und Naturwissenschaften (BayNAT) mit „Summa cum laude“ absolviert. Für seine Forschungsarbeiten erhielt er ein Stipendium nach dem Eliteförderungsgesetz (BayEFG). 2012 arbeitete er im Rahmen seines Dissertationsprojekts über mehrere Monate in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Craig Hawker am Materials Research Laboratory der University of California, Santa Barbara (USA) mit. Seit Dezember 2013 ist er in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung für Dentalmaterialien bei der Firma 3M ESPE Seefeld am Ammersee tätig.


Kontakt:

Prof. Dr. Hans-Werner Schmidt
Lehrstuhl Makromolekulare Chemie I
Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften
Universität Bayreuth
Tel.: 0921 / 55-3200
E-Mail: hans-werner.schmidt@uni-bayreuth.de


Text und Redaktion:

Christian Wißler M.A.
Stabsstelle Presse, Marketing und Kommunikation
Universität Bayreuth
95440 Bayreuth
Tel.: 0921 / 55-5356
Fax: 0921 / 55-5325
E-Mail: mediendienst-forschung@uni-bayreuth.de
 

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