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Einladung zur öffentlichen Veranstaltung mit der renommierten Ernährungswissenschaftlerin Hannelore Daniel: „Gesunde Lebensmittel“ – Wege zum gesunden Lebensstil?

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Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 229/2014 vom 28. November 2014

In der Ernährungswissenschaft gibt es heute keinen Zweifel daran, dass der Lebensstil und damit auch das Ernährungsverhalten die individuelle Gesundheit wesentlich beeinflussen. Den Konsumentinnen und Konsumenten ist dieser Zusammenhang jedoch nicht immer bewusst, oder sie wollen ihn nicht wahrhaben. Gleichzeitig wird das Ernährungsverhalten stark durch Umgebungsfaktoren wie Supermärkte und die herrschende Esskultur beeinflusst, die der Einzelne nicht kontrolliert oder wahrnimmt. Daher suchen Konsumentinnen und Konsumenten die Gründe für gesundheitliche Probleme oftmals in der Qualität der Produkte. Statt den eigenen Lebensstil in Frage zu stellen, fordert und kauft man lieber „gesunde Lebensmittel“.

Doch was ist darunter zu verstehen, und wie sind diesbezügliche Angebote zu bewerten? Was trägt tatsächlich zu einer gesunden Lebensführung bei? Mit dieser Frage setzt sich eine Veranstaltung auseinander, zu der die Lebensmittel- und Gesundheitswissenschaften an der Universität Bayreuth die Öffentlichkeit herzlich einladen.

Thema:„Ernährung und Gesundheit zwischen Technologie und Romantik“
Referentin:Prof. Dr. Hannelore Daniel, Leiterin des Lehrstuhls für Ernährungsphysiologie an der TU München
Termin:Mittwoch, 03.12.2014
Zeit:18:30 Uhr
Ort:Universität Bayreuth, Gebäude RW I, Hörsaal H 25

 

Öffentlicher Vortrag mit der renommierten Ernährungswissenschaftlerin Hannelore Daniel

„Es freut uns sehr, dass wir mit Frau Professor Daniel eine der bedeutendsten Ernährungswissenschaftlerinnen in Deutschland für unsere Veranstaltung gewinnen konnten. Sie versteht es hervorragend, in der Öffentlichkeit auch schwierige Zusammenhänge fachlich fundiert und gleichzeitig gut verständlich zu vermitteln,“ erklärt Prof. Dr. Stephan Clemens, Sprecher des fächerübergreifenden Profilfelds ‚Lebensmittel- und Gesundheitswissenschaften‘ an der Universität Bayreuth. Er verweist auch auf die in der Politik vielgefragte Expertise der Gastreferentin. „Hannelore Daniel ist langjähriges Mitglied im Bioökonomierat, der die Bundesregierung beispielsweise zu allen Themen berät, bei denen es um den Einsatz erneuerbarer biologischer Ressourcen für Produkte und Dienstleistungen geht.“

Ein Schwerpunkt des Vortrags werden die diversen Arten von Produkten sein, die bei unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen als hochwertig und gesundheitsfördernd beliebt sind. Die einen bevorzugen „Slow food“, die anderen „Bioprodukte“, ein weiterer Trend geht zu „Functional food“. Die Münchner Ernährungswissenschaftlerin will die Öffentlichkeit zu kritischen Nachfragen ermuntern, wenn sie erklärt: „Für keine dieser Optionen gibt es überzeugende wissenschaftliche Beweise eines entsprechenden Gesundheitsnutzens.“ In ihrem Vortrag wird sie sich daher ebenso mit dem Trend befassen, Lebensmittel als „frei von“ zu kennzeichnen und dadurch die Vielfalt tatsächlicher oder vermeintlicher Unverträglichkeiten mit einem entsprechend breiten Spektrum von Produkten zu beantworten. Schließlich geht es um den Markttrend zur sogenannten „personalisierten Ernährung“. Hierfür stehen angeblich maßgeschneiderte Produkte – kombiniert mit Dienstleistungen aller Art – zur Verfügung, die der Konsumentin und dem Konsumenten die Möglichkeit eröffnen, die Verantwortung für gesunde Lebensführung und Gesundheitsvorsorge „outzusourcen“.


Kontakt:

Dr. Hanna Schösler, Prof. Dr. Stephan Clemens
Profilfeld Lebensmittel- und Gesundheitswissenschaften
E-Mail: info.lgw@uni-bayreuth.de


Redaktion:

Christian Wißler M.A.
Stabsstelle Presse, Marketing und Kommunikation
Universität Bayreuth
95440 Bayreuth
Tel.: 0921 / 55-535
Fax: 0921 / 55-5325
E-Mail: mediendienst-forschung@uni-bayreuth.de
 

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