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Erfolgreiche interdisziplinäre Nachwuchsförderung: DFG verlängert die Förderung für naturwissenschaftliches Graduiertenkolleg an der Universität Bayreuth

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Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 219/2014 vom 18. November 2014

Welche Technologien der Energiegewinnung können in Zukunft dazu beitragen, den weltweit steigenden Energiebedarf zu decken? Wie lässt sich insbesondere das Sonnenlicht effizienter für die Energieversorgung nutzen? Seit 2010 befasst sich das DFG-Graduiertenkolleg 1640 „Photophysik synthetischer und biologischer multichromophorer Systeme“ an der Universität Bayreuth mit Forschungsthemen, die für die Lösung dieser Herausforderungen von grundlegender Relevanz sind. Vor kurzem hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft entschieden, diese innovative Forschungswerkstatt bis zum Jahr 2019 mit insgesamt rund 3 Millionen Euro weiter zu fördern.

Mehr als 25 junge Forscherinnen und Forscher arbeiten im Rahmen des Graduiertenkollegs, das in die Bayreuther Graduiertenschule für Mathematik und Naturwissenschaften (BayNAT) integriert ist, an ihrer Dissertation. „Wir freuen uns sehr über die Entscheidung der DFG, die es uns ermöglicht, diese Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in den nächsten Jahren fortzusetzen“, erklärt Prof. Dr. Jürgen Köhler, Sprecher des Graduiertenkollegs und Inhaber eines Lehrstuhls für Experimentalphysik an der Universität Bayreuth. „Aus den Dissertationsprojekten sind bereits rund 70 hochkarätige Publikationen hervorgegangen, die in renommierten Fachzeitschriften erschienen sind und international viel beachtet wurden. Die neuen Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung werden die Entwicklung und Optimierung innovativer Technologien voranbringen, insbesondere im Bereich der Solarenergie, deren Potenziale noch längst nicht ausgeschöpft sind.“

Die Forschungsarbeiten im DFG-Graduiertenkolleg 1640 befassen sich mit der Absorption, dem Transport und der Wandlung von Lichtenergie – sowohl in Pflanzen und Bakterien als auch in chemisch synthetisierten Systemen. Von besonderem Interesse sind dabei Prozesse in organischen Solarzellen, die bereits auf der molekularen Ebene so strukturiert werden sollen, dass ein möglichst hoher Anteil des einfallenden Sonnenlichts als elektrische Energie zur Verfügung steht. Bei der Entwicklung neuer Materialien für hocheffiziente organische Solarzellen, aber auch für Leuchtdioden (OLEDs) arbeiten die Doktorandinnen und Doktoranden aus der Chemie, der Theoretischen Physik und der Experimentalphysik eng zusammen. Sie absolvieren auf dem Bayreuther Campus ein interdisziplinär ausgerichtetes Promotionsprogramm, das nicht allein naturwissenschaftliches Fachwissen, sondern zudem Schlüsselqualifikationen für künftige Berufsfelder vermittelt.

Ein Schwerpunkt des Graduiertenkollegs ist die Förderung junger Wissenschaftlerinnen. Hierzu trägt nicht allein eine gezielte finanzielle Unterstützung bei, sondern beispielsweise auch ein spezielles Vortragsprogramm, das die Doktorandinnen dabei unterstützt, unterschiedliche Rollenmodelle kennenzulernen und individuelle Karrierewege zu realisieren.


Weitere Informationen:

www.multichromophores.uni-bayreuth.de


Kontakt:

Prof. Dr. Jürgen Köhler
Experimentalphysik IV
Universitätsstr. 30
Universität Bayreuth
95440 Bayreuth
Tel.: 0921 / 55-4000
E-Mail: juergen.koehler@uni-bayreuth.de


Text und Redaktion:

Christian Wißler M.A.
Stabsstelle Presse, Marketing und Kommunikation
Universität Bayreuth
95440 Bayreuth
Tel.: 0921 / 55-5356
Fax: 0921 / 55-5325
E-Mail: mediendienst-forschung@uni-bayreuth.de
 

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