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Spitzenplatz im regionalen Wissenstransfer

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Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 180/2014 vom 26. September 2014

In einer neuen Studie der IW Consult liegt Bayreuth auf Platz 2 unter allen kreisfreien Städten in Deutschland.

Den Wissens- und Technologietransfer mit Unternehmen zu fördern und aktiv voranzutreiben, diesem Ziel ist die Universität Bayreuth seit ihrer Gründung ausdrücklich verpflichtet. Die Zusammenarbeit mit der Industrie, vor allem aber auch mit kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), reicht dabei von der Grundlagenforschung bis hin zur Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen. Insbesondere in der nordbayerischen Region setzt sich die Universität Bayreuth mit ihren Forschungskompetenzen und -technologien dafür ein, gemeinsam mit Unternehmen zukunftsweisende Lösungen für konkrete Problemstellungen zu entwickeln.

Der Erfolg dieses Engagements spiegelt sich in einer aktuellen Untersuchung der Institut für deutsche Wirtschaft Köln Consult (IW Consult). 5.500 Unternehmen in allen 110 kreisfreien Städten in Deutschland wurden nach ihrer Zusammenarbeit mit örtlichen Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen befragt. In jeder Stadt nahmen 50 Unternehmen an der Erhebung teil. Dabei bejahen 84 Prozent der befragten Firmen in Bayreuth die Frage, ob sie mit Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen vor Ort zusammenarbeiten. Mit diesem Spitzenwert liegt Bayreuth auf Platz 2 aller kreisfreien Städte in Deutschland, nur in Jena ist der Anteil mit 90 Prozent noch höher.

„Es freut uns sehr, dass ein so hoher Anteil der Unternehmen in Bayreuth die Chancen nutzt, die sich aus Kooperationen mit der Universität Bayreuth und weiteren örtlichen Forschungseinrichtungen für alle Seiten ergeben. Wir sehen darin einen deutlichen Vertrauensbeweis und einen Ansporn, den Wissenstransfer in die eigene Region hinein, aber auch auf europäischer Ebene weiter zu intensivieren“, erklärt Prof. Dr. Stefan Leible, Präsident der Universität Bayreuth. „Derzeit richten wir an der Universität eine neue Stabsabteilung als Serviceeinheit für Entrepreneurship und Innovation ein. Sie bündelt von technologischen Beratungsleistungen über Gründungsberatung und Patentmanagement bis hin zur Vermittlung von Forschungsarbeiten alle Kompetenzen, die zu einem erfolgreichen und auf Nachhaltigkeit angelegten Wissenstransfer beitragen können.“

An dem zunehmend dicht geknüpften Netzwerk von Wissenschaft und Wirtschaft in der Bayreuther Region sind zugleich auch einige universitätsnahe Einrichtungen beteiligt. Dazu zählen beispielsweise die Fraunhofer-Projektgruppe für Prozessinnovation, die insbesondere mit Firmen im nordbayerischen Raum neue Potenziale für Produktivitätsverbesserungen erschließt, oder die Neue Materialien Bayreuth GmbH in Wolfsbach, an der die Universität Bayreuth als Gesellschafter beteiligt ist. Der Wissenstransfer in der oberfränkischen Region wird zudem seit 2011 gestärkt durch die TechnologieAllianzOberfranken (TAO). Darin haben sich die Universitäten Bayreuth und Bamberg sowie die Hochschulen für angewandte Wissenschaften Coburg und Hof zusammengeschlossen, um auf den Zukunftsfeldern Energie, Mobilität und Gesundheit sowohl untereinander als auch mit der regionalen Wirtschaft zu kooperieren.

Wie aus der Untersuchung der IW Consult hervorgeht, ist die Zusammenarbeit von Unternehmen mit örtlichen Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen vor allem in mittelgroßen Städten mit 50.000 bis 150.000 Einwohnern besonders eng. Das liegt nach Einschätzung der IW Consult offenbar an der geringeren Anonymität, die persönliche Kontakte zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen erleichtert, aber auch daran, dass sich die Vorteile einer Zusammenarbeit schneller herumsprechen. Die Bayreuther Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe hebt mit Blick auf die neue Studie hervor, dass sie die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Wissenstransfer weiter ausbauen will: „Die Stadt hat in den vergangenen Jahren gezielt auf günstige Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Forschungsstandorts Bayreuth gesetzt. Wir werden diesen erfolgversprechenden Weg auch in Zukunft konsequent weiter gehen.“


Text und Redaktion:

Christian Wißler M.A.
Stabsstelle Presse, Marketing und Kommunikation
Universität Bayreuth
D-95440 Bayreuth
Tel.: 0921 / 55-5356
Fax: 0921 / 55-5325
E-Mail: mediendienst-forschung@uni-bayreuth.de
 

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