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Häufig gestellte Fragen

Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen zur Bologna-Reform und Antworten auf häufig gestellte Fragen aus dem Bereich Studium und Lehre.


Aufgaben der Studiendekane, Studiengangsmoderatoren und Modulverantwortlichen
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Welche Aufgaben hat der/die Studiendekan/in?

  • Er/Sie wirkt darauf hin, dass das Lehrangebot den Prüfungs- und Studienordnungen entspricht, das Studium innerhalb der Regelstudienzeit ordnungsgemäß durchgeführt werden kann und die Studierenden angemessen betreut werden.
  • Er/Sie verantwortet die Evaluation der Lehre (Lehrevaluation).
  • Er/Sie erstellt den Lehrbericht (Vorlage als Word-Datei), in dem dem Fakultätsrat und der Präsidialkommission für Lehre und Studium jährlich in nicht personenbezogener Form über die Situation und Organisation von Lehre und Studium, über die Bewertung des Lehrangebots in den einzelnen Studiengängen durch die Studierenden (Lehr- und Studiengangsevaluation) und gegebenfalls über den jeweiligen Stand der Umsetzung von Zielvereinbarungen im Bereich der Lehre berichtet wird.
  • Er/Sie unterbreitet dem/ der Dekan/in Vorschläge für die Verwendung der für die Lehre verfügbaren Mittel.
  • Er/Sie soll in Berufungsverfahren zur pädagogischen Eignung von Bewerbern/innen Stellung nehmen.
  • Er/Sie koordiniert die Arbeit der Studiengangsmoderatoren/innen der jeweiligen Fakultät.

Welche Aufgaben hat der/die Studiengangsmoderator/in?

  • Er/Sie plant und koordiniert fach- und gegebenenfalls fakultätsübergreifend das Lehrangebot.
  • Er/Sie stellt die Studierbarkeit des Studiengangs sicher.
  • Er/Sie organisiert die Beratung und Information von Studierenden und Studieninteressierten.
  • Er/Sie entwickelt und pflegt die Außendarstellung des Studiengangs.
  • Er/Sie erarbeitet Vorschläge für die Verwendung der auf den Studiengang entfallenden Studienbeiträge.
  • Er/Sie unterstützt den Studiendekan bei der Erstellung des Lehrberichts.
  • Er/Sie berät sich regelmäßig mit Lehrenden und Studierenden.
  • Er/Sie bereitet die Studiengangsevaluation vor und führt diese auch durch und wertet sie aus. Die Stabsstelle Qualitätssicherung kann zur Unterstützung herangezogen werden.
  • Er/Sie analysiert die Ergebnisse der Studiengangsevaluation und leitet Verbesserungsmaßnahmen ab.
  • Er/Sie stellt einen externen Blicks auf den Studiengang sicher.
  • Er/Sie entwickelt den Studiengang inhaltlich und strukturell weiter.

Welche Aufgaben hat der/die Modulverantwortliche?

  • Er/Sie plant und koordiniert die Modulgestaltung und pflegt die Modulbeschreibung.
  • Er/Sie stellt sicher, dass die Lehrveranstaltung/en des Moduls in Form und Inhalt geeignet sind, die Lernziele des Moduls zu erreichen (z.B. Teamfähigkeit lässt sich in einer Vorlesung schlecht lernen).
  • Er/Sie stellt sicher, dass die Modulprüfung geeignet ist, das Erreichen der Lernziele festzustellen.
Grundlagen zum Aufbau von Modulen und zur Verwendung von Modulen in Studiengängen
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Was ist ein Modul?

  • Es ist eine thematisch und zeitlich abgerundete, in sich geschlossene und mit Leistungspunkten belegte Studieneinheit, die sich aus verschiedenen Lehr- und Lernformen zusammensetzen kann.
  • Thematisch abgerundet bedeutet: Inhalte müssen auf die Erreichung der Lernziele des Moduls ausgerichtet sein.
  • Zeitlich abgerundet bedeutet: Module sollten möglichst innerhalb eines Semesters abgeschlossen werden, Modul über zwei Semester nur in Ausnahmefällen und dann nur in zwei aufeinanderfolgenden Semestern.

Welche Formen von Modulen gibt es?

  • In Pflichtmodulen eignen sich die Studierenden die wesentlichen Qualifikationen, die konstituierend für den Studiengang sind. Für das Erreichen der Qualifikationsziele des Studiengangs kann auf diese Module nicht verzichtet werden. Sie sind für alle Studierenden obligatorisch.
  • Wahlpflichtmodule sind für das Erreichen der Qualifikationsziele des Studiengangs wichtig, aber nicht unerlässlich. Die Studierenden können eine bestimmte Anzahl aus einer vorgegebenen Liste wählen.
  • Wahlmodule ermöglichen den Studierenden, sich weitere fachbezogene oder interdisziplinäre Kompetenzen anzueignen.
  • Ist ein Modul als Pflichtmodul in einem Studiengang angelegt, darf es nicht zugleich als Wahlpflichtmodul zur Auswahl stehen.

Kann ein und dasselbe Modul in verschiedenen Studiengängen verwendet werden?

Ja, sofern das Modul substantiell zum Erreichen der Qualifikationsziele all dieser Studiengänge beiträgt.

Muss ein Modul, das in verschiedene Studiengänge integriert ist, in allen Studiengängen den identischen Arbeitsaufwand haben?

Nein. Der Arbeitsaufwand kann variieren, wenn beispielsweise die Studierenden mit unterschiedlichen Vorkenntnissen in das Modul einsteigen und dadurch der Arbeitsaufwand für die Vor- und Nachbereitung verschieden bemessen werden kann.

Können Lehrveranstaltungen innerhalb eines Moduls ausgetauscht werden?

Ja, sofern die ersetzende Lehrveranstaltung einen ähnlichen Beitrag zum Erreichen der Lernziele des Moduls leistet und einen ähnlich großen Arbeitsaufwand voraussetzt.

Kann ein und dieselbe Lehrveranstaltung in verschiedenen Modulen verwendet werden?

Ja, wenn die Lehrveranstaltung zum Erreichen der Lernziele all dieser Module beiträgt. Je spezieller die Lehrveranstaltung, desto schwieriger ist es, sie in verschiedenen Modulen zu verwenden.

Über welchen Zeitraum sollte sich ein Modul idealerweise erstrecken?

Module sollten möglichst innerhalb eines Semesters abgeschlossen werden. Sie sollten sich nur in Ausnahmefällen über zwei Semester und dann nur über zwei aufeinanderfolgende Semester erstrecken.

Kann ein und dasselbe Modul sowohl in Bachelor- als auch in Masterstudiengängen eingesetzt werden?

Nein. Ein Modul ist entweder für Bachelor- oder  für Masterstudiengänge zu verwenden.

Muss ein Modul Präsenzzeiten enthalten?

Nicht zwingend. Es ist auch denkbar einen Kurs komplett zu virtualisieren. Entscheidend ist, dass am Ende eine Lernzielkontrolle stattfindet.

Arbeitsbelastung/ Workload: Umgang mit Modulgrößen und Leistungspunkten
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Was drücken Leistungspunkte aus?

  • Leistungspunkte sind ein quantitatives Maß für die Gesamtarbeitsbelastung des Studierenden.
  • Zeit, die die Studierenden für das Präsenz- und Selbststudium, die Prüfung einschließlich der Prüfungsvorbereitung und Praktika aufwenden, um die Lernziele zu erreichen.
  • 1 Leistungspunkt entspricht 25 bis 30 Stunden.
  • Leistungspunkte haben zwangsläufig keinen Einfluss auf Noten. Das heißt: Module mit einem hohen Arbeitsaufwand müssen kein hohes Gewicht in der Berechnung der Abschlussnote haben.

Was mache ich, wenn der angenommene (im Modulhandbuch festgehaltene) Workload vom tatsächlichen (in der Studiengangsevaluation erhobenen) Workload abweicht?

  • Der angenommene und tatsächliche Workload sind in Einklang zu bringen.
  • Der tatsächliche Workload lässt sich – ohne auf Inhalte zu verzichten – verringern, indem die Studierenden mehr Hilfestellung erfahren, z.B. durch Skripte, die die wesentlichen Inhalte zusammenfassen oder durch zusätzliche Tutorien oder Übungen.
  • Wird der angenommene Workload weit unterschritten, empfiehlt es sich, das Modul inhaltlich zu überdenken.

Was ist eine sinnvolle Modulgröße?

  • Module sollen mindestens eine Größe von 5 Leistungspunkten aufweisen.
  • Module mit weniger als 5 Leistungspunkten sind die Ausnahme und bedürfen einer stichhaltigen Begründung.
  • Alle Module sollen über eine einheitliche Größe oder ein Vielfaches davon verfügen, da sich so eine einfach handhabbare und hilfreiche Rasterung ergibt.

Muss sich der Arbeitsaufwand eines Moduls im Notengewicht widerspiegeln?

Nein, die Noten müssen nicht unbedingt mit den Leistungspunkten gewichtet werden. Das Notengewicht sollte die Bedeutung des Moduls für die Gesamtqualifikation berücksichtigen.

Festlegung und Formulierung von Qualifikationszielen, Lernzielen und Kompetenzen
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Was sind Lernziele und Kompetenzen?

  • Lernziele beschreiben diejenigen Fähigkeiten und Fertigkeiten bzw. dasjenige Wissen/ Verstehen und Können, das die Studierenden aufgrund einer abgeschlossenen Lerneinheit (z.B. Modul) erwerben sollen. Sie beschreiben Kompetenzen, die sich Studierende aneignen sollen.
  • Kompetenzen bilden ab, wie die Studierenden das erlernte Wissen und die angeeigneten Fähigkeiten und Fertigkeiten produktiv und zielgerichtet auf (neue) Probleme übertragen und einsetzen können.
  • Es sind aber auch kommunikative und soziale Kompetenzen (Schlüsselqualifikationen).

Warum überhaupt Kompetenzen?

Die Kompetenzorientierung birgt mehrere Vorteile. Zum einen sind sie losgelöst von den konkreten Inhalten der Lehrveranstaltungen, d.h. die Dozenten haben mehr Freiheiten bei der inhaltlichen Gestaltung der Kurse. Zum anderen wird den Studierenden klar kommuniziert, was sie am Ende können müssen, um die Prüfung zu bestehen.

Was ist bei der Festlegung von Studienzielen zu beachten? Woraus können sie abgeleitet werden?

  • Bei der Festlegung der Studienziele ist zu klären, für welche berufliche Tätigkeiten die Studierenden qualifiziert werden und über welche Kenntnisse und Fähigkeiten Absolventen verfügen sollten, um die in den avisierten Berufsfeldern gestellten Aufgaben bearbeiten zu können
  • Die Ausrichtung auf eine wissenschaftliche Karriere und die ausschließliche Orientierung an den Profilfeldern der Universität Bayreuth sollte den Masterstudiengängen vorbehalten sein.

Was ist bei der Festlegung von Lernzielen eines Moduls zu beachten?

  • Lernziele eines Moduls sind Teilqualifikationsziele eines Studiengangs und ergeben sich aus der Gesamtqualifikation der Absolventen.
  • Aus den Lernzielen ergibt sich immer, was die Studierenden können müssen, um die (Modul-)Prüfung zu bestehen.
  • Hilfe zur Formulierung von Qualifikationszielen
Vorlagen für Prüfungs- und Studienordnungen sowie Modulhandbücher
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Wo sind Vorlagen für Prüfungs- und Studienordnungen abgelegt?

Welche Angaben beinhaltet das Modulhandbuch?

Das Modulhandbuch beschreibt die einzelnen Module im Hinblick auf:

  • Welche Lernziele sollen erreicht werden?
  • Welche Kompetenzen (fachbezogene, methodische, fachübergreifende Kompetenzen, Schlüsselqualifikationen) sollen erworben werden?
  • Welche fachlichen, methodischen, fachpraktischen und fächerübergreifenden Inhalte werden vermittelt?
  • Beschreibung der am  Erreichen der Lernziele ausgerichteten Lehr- und Lernformen
  • Welche Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten werden für eine erfolgreiche Teilnahme vorausgesetzt?
  • Wie kann sich der Studierende auf die Teilnahme an diesem Modul vorbereiten (u.a. Literaturangaben, Hinweise auf eLearning-Angebote)?
  • Bestehen Verbindungen zu anderen Modulen desselben Studiengangs?
  • Angaben zu den Voraussetzungen für die Vergabe von Leistungspunkten, insbesondere Angaben zur Prüfungsart sowie zur Dauer und Umfang der Prüfung
  • Leistungspunkte und Noten
  • In welchem Turnus werden Module angeboten?
  • Angaben zum Arbeitsaufwand
  • Anzahl der zu erwerbenden Leistungspunkte
  • Dauer des Moduls

Eine Vorlage für Modulhandbücher ist als Word-Datei im Intranet der Universität Bayreuth abrufbar.

Verantwortlich für die Redaktion: Anne Schraml

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