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Das Profilfeld Molekulare Biowissenschaften an der Universität Bayreuth

Im Grenzgebiet zwischen Biologie, Chemie, Physik und den Angewandten Naturwissenschaften haben sich die Biochemie und Molekularbiologie an der Universität Bayreuth zu einem Schwerpunkt in Forschung und Lehre mit eigenständigem Profil entwickelt. Das verknüpfende Thema ist "Struktur- und Funktionszusammenhänge bei Biomakromolekülen".

Bayreuther Wissenschaftler beschäftigen sich mit Proteinfaltung, Proteinstruktur, Metalloproteinen, der Protein-Nukleinsäure-Wechselwirkung, mit Proteinbiosynthese und -transport und mit molekularen Wechselwirkungen regulatorischer Proteine. Die Bayreuther Molekularbiologie interessiert sich besonders für chemische Vorgänge in zellulären Systemen und kombiniert die Grundlagenforschung mit der Entwicklung und Anwendung neuer Methoden.

Die Mitglieder des Schwerpunkts Molekulare Biowissenschaften sind an verschiedenen DFG-Schwerpunktprogrammen sowie am Internationalen Doktorandenkolleg "Leitstrukturen der Zellfunktion" im Elitenetzwerk Bayern beteiligt. In Zusammenarbeit mit der Industrie erforschen molekularbiologische und biochemische Arbeitsgruppen der Universität Bayreuth neue Wirkstoffe, führen Arbeiten zur mikrobiologischen Analyse und zur Stoffproduktion durch und sind auf den Gebieten der Biosensorik, der Biotechnologie, der biochemischen Analyse und der Strukturforschung aktiv. Im Rahmen der High-Tech-Offensive Bayern beteiligen sich ebenfalls Arbeitsgruppen der Universität Bayreuth am Kompetenzzentrum BioMedTec Franken. Forschungsgebiete sind: neue Wirkstoffe, biologische Strukturforschung und Nanostrukturchemie.

Die weitere Integration bereits existierender, gut ausgebauter Fachgebiete werden für synergetische Effekte sorgen, die wichtige Forschungsergebnisse erwarten lassen. Besonders vielversprechend erscheint die Nanostrukturbiochemie, da sie das Studium der Zellorganisation und der Signaltransduktion in zellulären Systemen ebenso voranzubringen verspricht wie die Entwicklung von Biomaterialien und biomakromolekularen Oberflächen.

Verantwortlich für die Redaktion: Univ.Prof.Dr. Olaf Stemmann

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